update II

5. März 2007

Die Mittlere und der Große sind in der Schule, der beste Vater meiner Kinder schläft und wird später für ein Stündchen rasch in die Firma fahren, um sein Büro wegen Umzugs räumen. Der Kleine liegt nach wie vor fiebernd auf dem Sofa, hustet gehaltvoll  und hat Fieberbläschen auf der Lippe.
Frau … äh … Mutti ist gestern vor Viren und Bakterien geflüchtet und hat sich den Nachmittag im Garten versüßt. (Während die Patienten vor dem viereckigen Babysitter geparkt waren und die anderen Kinder von Oma und Opa zum Lüften in die Weinberge gezerrt wurden)

Heute steht dann noch ein Arztbesuch für mich an, da in meinem Nacken irgendeine Beule wächst, die da meines Erachtens nach nicht hingehört. Hörnchen gehören auf den Kopf und nicht in den Nacken. Lästig, das. Mal sehen, welche Bakterien und Viren beim Arzt im Angebot sind.
Und danke für die vielen, guten Wünsche.

update

3. März 2007

Der kleinste und der gößte Mann der Familie glühen mit annähernd 40°C Fieber auf dem Sofa vor sich hin, die Mittlere und der Große haben ihre Sachen gepackt und sind zu Oma und Opa ausgewandert und Frau … äh … Mutti hat das Schwesternhäubchen aufgebügelt.

„Wenn jetzt noch Magen und Darm-Grippe dazu kommt“, sagt das das große Kind, „dann wird es RICHTIG schlimm!“
„Wenn du jetzt nicht auf der Stelle mit dem Unken aufhörst“, sagt Frau … äh … Mutti, „dann wird es für DICH richtig schlimm.“

Drei Abschiedsküsse für jeden Auswanderer und irgendein schnelles Mittagessen für mich. Und Fiebermedizin für die Kranken, wenn sie wieder wach sind.

Wünschen Sie mir was. Seufz.

und endlich nicht mehr ganz allein. (Reim dich oder ich schlag dich)

Der beste Vater meiner Kinder ist wieder daheim. Mitgebracht hat er einen Koffer voll schmutziger Wäsche, entzückende Geschenke für die Kindelein und sein holdes Weib (einen neuen Kaffeeeimer, jippieh!), Seife mit Micky Maus drauf und eine ausgewachsene Erkältung, die ihn nun richtig umschmeisst.
Die Kindelein fieberten der Ankunft ihres Vaters entgegen, schafften es dann aber doch nicht so lange aufzubleiben. Das jüngste Kind fiebert immer noch, obwohl der Papa nun da ist. Es liegt mit 39°C und Kopfschmerzen schlafend auf dem Sofa und ich ahne, dass die Erholungszeit für mich noch nicht begonnen hat.
Daraußen tobt übrigens ein Sturm, der Kyrill in nichts nachsteht und mich eben, beim Wegräumen des über die Terrasse schlingernden Anzucht-Gewächshauses ziemlich durchgerüttelt hat.

Und trotz allem: Familie wieder komplett. Schön ist das.

Drei Kreuze

2. März 2007

Halleluja!

In drei oder vier Stunden wird der beste Vater meiner Kinder die Haustür aufschließen.
Und dann ist Wochenende. Ohne Wecker. Und mit geteiltem Freud und Leid.

Bin urlaubsreif.

Mist, blöder

2. März 2007

Töchterlein kam schluchzend nach Hause. Den Sachkunde-Test hat sie glatt verhauen, eine vier minus. Kann passieren, ist nicht schlimm, sie ist eine sehr gute Schülerin und kann leicht ausgleichen. Schwamm drüber.

Wütend aber macht mich die Tatsache, dass sie als Einzige ihren Test zurückbekam, den Klassenkameraden wurde lediglich die Note mitgeteilt, weil ein Junge der Klasse den Test nachschreiben muss. (nein, ob und welche Logik dahinter steckt kann ich nicht erklären) Sie wurde nach der Stunde zur Lehrerin gebeten. Ihr wurde gesagt, dass sie den Test in den Sand gesetzt hat, aber „das sei ja zu erwarten zu sein, da man nicht immer Einser und Zweier schreiben kann.“
Noch bin ich wortlos und unsagbar traurig über diese Aussage, die so bar jeglichen pädagogischen Geschicks ist. So ich werde über das Wochenende meine Gedanken ordnen, um am Montag ein hoffentlich sachliches und klärendes Gespräch führen zu können. Auch wenn ich jetzt schon ahne, dass dieses Gespräch zu keinem Ergebnis führen wird.

Noch nie habe ich das Ende eines Schuljahres so herbeigesehnt wie im Moment.