Und sonst so?
10. Oktober 2011
Danke gut. Möglicherweise hadere ich etwas mit dem Temperatursturz von gefühlten zwanzig Grad. Letztes Wochenende saßen wir nämlich noch bis spät nachts auf der Terrasse,

die Kinder liefen barfuß und angeblich gab´s eine Menge Sternschnuppen zu sehen. (wenn ich hochgeschaut habe, sah ich nur die halb elf Maschine, die kurz nach elf Maschine und die drei Dutzend dazwischen)

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Gestern, in der rheinhessischen Schweiz, entdeckten wir etliche Fliegenpilze und mein Nähblog-konditioniertes Ich schrie ständig: „Fliepis! Lauter Fliepis!“

Dabei bin ich wirklich kein großer Fan von Abkürzungen (treue Blogleser werde sich möglicherweise an den einen oder anderen lästernden Artikel erinnern), aber scheinbar hat sie mich nun doch erwischt, die Abkürzwelle, und ich werde ab sofort überall „i“ hintendran hängen und Worte meiden, die mehr als sieben Buchstaben, pardon Buchstabi, haben.
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Weil es heute wieder regnet und ich irgendwie sehr wenig Lust verspüre, die heute morgen gelieferten zehn Zaunelemente in die matschige Gartenerde zu klopfen, werde ich mich meiner Sticki widmen. (Stickmaschine, Anm. d. Übers.) Die Kindelein haben noch Ferien und wären möglicherweise traurig, säße ich den ganzen Tag unten im Nähzimmer, deshalb hatte ich eine grandiose Idee!

Einfach den ganzen Kram aus dem Nähzimmer in die Küche schleppen! Nicht auf dem Bild die goße Kiste mit den Stoffen, die bestickt werden sollen. Statt zu sticken sitze ich übrigens gerade am Rechner, weil sticken und tippen kann ich nicht. (könnte ich schon, aber die Maschine will stets volle Aufmerksamkeit)
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Als alter Lemming habe ich mir natürlich auch das FREEbook der AllesDrin-Tasche von farbenmix runtergeladen. Meistens endet mein Lemming-Dasein an dieser Stelle. So war es jedenfalls mit einigen anderen Schnitten, die phantastisch umgesetzt in den Nähblogs (Pah! Angeber alle) gezeigt wurden und die ich umgehend kaufen musste. Mangels Entscheidungskraft, welche Stoffkombination denn nun unglaublich passend für mich und den neuen Schnitt sei, dümpelt so manches Schnittmuster in den Tiefen des Nähzimmers vor sich hin und schaut mich vorwurfsvoll an, wenn ich zufällig darauf stoße. Diesmal aber nicht.
Runtergeladen, in den Stoffschrank gegriffen, genäht und gemocht.

Die kleine AllesDrin-Tasche. Mangels farblich passendem KamSnap doch noch etwas Schnickeldi auf dem bewusst schlicht gehaltenen Täschchen. Muss ja nicht immer quietschig sein, dachte ich mir.
Vielleicht aber doch, dachte ich danach und griff zu Plüsch und Kunstleder.
Heraus kam etwas, das an ein grausam geschlachtetes Tier aus der Sesamstraße erinnert. Und über die Farbwahl bin ich auch eher unglücklich. Lila/violett scheint immer nur eine gute Idee zu sein.

Dafür klappte das Einsetzen des Reissverschlusses ganz ausgezeichnet. Weniger das Einsetzen des Taschenbodens, weil ich ein oller Nahtzugabe-Weglasser bin und deshalb immer viel zu viel Stoff übrig habe. Ich habe also die Tasche einfach nur zugenäht und Ecken abgenäht, geht ja auch. Was ich jetzt mit der Zotteltasche mache ist noch ungewiss. Ich warte mal ab, ob sie zu meinem orangefarbenen Samtmantel to be passt.
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Zwei Kinder wach. Immerhin.
Hoch die Tasse LVI
7. Oktober 2011
Kaum will man mal Ferien machen, schon gibt´s doch noch was zu berichten!
Das Tässchen steht höchst malerisch im Gemüsebeet und erfreut sich einer vitaminreichen Füllung. (der derzeitigen Gastgeberin auf diesem Wege weiterhin gute Besserung!)
Je länger das Schweigen,
7. Oktober 2011
desto mehr zu erzählen. Und je größer der Erzählberg, desto geringer die Lust.
Ich mach dann mal weiter Ferien.
(oder das, was angeblich Ferien sind, denn im Grunde genommen sind Ferien eben doch Alltagputzenkochenwaschen mit Kindern daheim)