Möglicherweise …

15. Juni 2012

wird es jetzt Sommer?

Die Temperaturen jedenfalls klettern langsam nach oben, der Regen wird wärmer und gestern abend saßen wir bereits wieder ein halbes Stündchen ganz hinten im Garten. Das ging auch deshalb ganz wunderbar, friedlich hinten im Garten sitzen, weil die deutsche Mannschaft gerade nicht Fußball spielte. So war es ruhig und friedlich und Vögel zwitscherten.

Ich sehe mit großer Sorge dem nächsten Spiel der Deutschen entgegen, denn unsere Nachbarn planen, so scheint´s, ein Großevent daraus zu machen, samt Poolparty und großer Leinwand. Ich erinnere mich an die WM-Partys, die uns den Aufenthalt im Garten doch sehr vergällten. Und ja, das macht mich sauer und nein, das Argument „Ausnahmesituation“ zieht nicht, da bin ich stur, spießig, ohne Nationalgefühl und eine blöde Kuh.

Hm. Ich versuche … verständnisvoll zu sein. Zu verstehen, warum Menschen sich dafür begeistern, dass überbezahlte Sportler einem Ball hinterherjagen. Versuche das „Fan-sein“ zu verstehen, denn das geht mir eben völlig ab. Es nervt mich ungemein, dass Fußball das wichtigste Thema ist, dass bereits jetzt nach jedem Spiel gefeiert wird, als habe die Mannschaft das Finale gewonnen und ich möchte jeden, der nochmal nachts ein Feuerwerk startet oder eine Vuvuzela trötet, einen Fußball fressen lassen. Hmpf.

 

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Und wenn ich hier schon rumpampe und mich in die Nesseln setze: der Kommentar von Menschen, die hier zum allerersten Mal kommentieren oder Kommentare, in denen ein Link steht, müssen von mir freigeschaltet werden. Das dauert unter Umständen etwas länger. Keine Panik, ich lösche sehr selten Kommentare.

 

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Der jüngste Sohn ist recht schnell genesen. Die Übelkeit war „nur“ die Begleiterscheinung einer Migräne. Ich frage mich allerdings, ob ein einfacher Magen-Darm-Virus nicht leichter auszuhalten wäre, als das Wissen, dass der Knabe die Migräneanfälligkeit seiner Mutter geerbt hat.

 

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In den letzten Tagen habe ich eine Menge über künstliche Befruchtung erfahren, auch dass es für lesbische Paare bürokratische Hürden zu queren gibt, die schier unglaublich sind. Und nach wie vor wünsche ich mir, dass ich meine Fruchtbarkeit einfach weiterreichen könnte.

 

Möglicherweise …

13. Juni 2012

wird eine Tagesplanung dann über den Haufen geworfen, wenn ein Anruf aus der Schule mit Bitte um Abholung des kranken Kindes kommt.

 

Immer noch keine Verlosung, keine „Mutter&Tochter“-Seite. Dafür die rote Spuckschüssel und ein paar Folgen CloneWars.

Möglicherweise …

11. Juni 2012

warten Sie ungeduldig auf die Verlosung der Laserlöffel oder ein Bildchen oder einen neuen Text und fragen sich, ob diese Pause nun schon wieder eine neue Masche ist oder vielleicht doch etwas passiert ist.

Alles gut. Dieses wunderbar lange Wochenende war so gefüllt mit lieben Menschen, Regenspaziergängen, Sonnenuntergangswanderungen, emotionalen Hochs und Tiefs, Wiedersehensfreude, Erdbeerkuchen und Caipirinha, dass dieser Computer einfach ausblieb. Nicht schlimm.

 

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Die beiden größeren Kinder waren in Michelstadt auf dem Jugendkirchentag und kamen erst am Sonntag völlig erschöpft aber strahlend zurück. Handy und Whatsapp sei Dank bekam ich ab und zu eine Zwischenmeldung oder einen Statusbericht, aber richtig beruhigend war das nicht. Eine halbstündige Radiosendung, in der ich meinen Kindern zuhören durfte sorgte sogar eher für eine leichte Sorgenfalte, denn im Nebensatz erfuhr ich von einem Sturz von der Rutsche bei der Poolparty.

Alles halb so wild. Sie kamen mit zwei selbstgeschliffenen Holzklappstühlen heil zurück, die Poolparty war toll, statt in die Disco gingen sie lieber in den ruhigeren Abendgottesdienst und ja: Hurra, meine kleinen Freaks sind wieder daheim. (und auch der jüngere Bruder freut sich, denn er bekam ein w.w.J.d.-Bändchen mitgebracht. Ich auch, in lüla :))

Für den Kirchentag in Hamburg nächstes Jahr gibt es eine grobe Planung und für den Jugendkirchentag in Darmstadt in zwei Jahren sind sie bereits als Helfer eingetragen. Prima, dann können wir ja planen :)

 

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Die letzte ernsthafte Schulwoche hat begonnen. Schon nächste Woche ist Notenschluss, dann folgen die Projektwoche und  schließlich Ferien. Unglaublich, wie dieses Schuljahr gerannt ist! (und unglaublich, dass nach diesem Schuljahr ein weiteres Kind der Familie seine Pflichtschuljahre hinter sich gebracht hat) Den Zeugnissen sehe ich weitestgehend entspannt entgegen, denn ich weiß, dass eines sehr, sehr gut sein wird, eines voller Überraschungen stecken wird (allerdings wohl keine unangenehmen) und eines zeigen wird, dass da eigentlich mehr geht. Insgesamt aber werde ich wohl hochzufrieden sein und sehr glücklich in die Ferien starten. (Hamburg mit der Familie – jippieh! Wir freuen uns alle sehr!)

 

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Sollten Sie sich in der dritten rheinlandpfälzischen Ferienwoche auf dem Campingplatz Harfenmühle herumtreiben und Sie den Verdacht haben, dass Sie die Frau mit den orangefarbenen Haaren kennen, die den ganzen Tag selig lächelnd am See liegt, halb hinter einem Buch versteckt … dann haben Sie recht. Da die beiden großen Kinder ihren praktischen Bergsteigerkurs haben, fahren der jüngste Sohn und ich auf ausdrücklichen Wunsch des Sohnes zum Zelten. Gutes Wetter ist bestellt und ich gedenke vor lauter Erholung schwebend wieder nach Hause zu kommen.

 

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Kurze Anmerkung zum momentanen Sommerwetter? Nicht nötig. Und zum Fußballsommermärchenfähnchenschwenkentrötenblasenundtorgebrülle? Noch weniger nötig. Ersteres darf ein paar Grad zulegen, letzteres mir den Buckel runterrutschen.

Möglicherweise …

5. Juni 2012

fällt mir heute nichts locker-flockiges zum Erzählen ein, weil ich mit einer Freundin zusammen traurig bin.
Da wünscht man sich sehnlichst etwas, wartet geduldig und immer wieder hoffungsvoll, trägt das Glück kurz unterm Herzen und muss es wieder gehen lassen.

Das ist so niederschmetternd und ungerecht; was gäbe ich darum, könnte ich heute ein paar Wunder verteilen.

Möglicherweise …

4. Juni 2012

erwähnte ich hin und wieder, dass die Familie eine gewisse Affinität zu Star Wars hat. Nicht nur für die Filme, sondern auch das ganze Schnickeldi drumherum. Mein erklärter Liebling ist übrigens Darth Maul und als ich im Supermarkt entdeckte, dass in den Frühstückscerealienpackungen Laserlöffel liegen, sogar ein roter DARTHMAUL-LASERLÖFFEL!! war es um meine sowieso nur rudimentär vorhandene Vernunft geschehen. Muss ich haben, muss mit. Ganz klar.

Zuhause die große Enttäuschung, denn obwohl der rote Löffel auf der Packung abgebildet war, drin war ein blauer. Der von R2D2. Nett, aber falsch.

Zum Glück hatten wir eine zweite Packung gekauft, die ich umgehend öffnete. Grüner Löffel – Yoda. Nett, aber falsch.

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Was jetzt folgt ist eine Art Outing: ich bin zwanghaft. Ich wollte den roten Laserlöffel. Unbedingt. Und so kam es, dass die arme Familie (vorsichtshalber erkläre ich an dieser Stelle, dass die Familie keineswegs arm ist, sich durchaus gesund ernährt, nicht übergewichtig ist, ab und zu diese „Frühstückscerealien“ mag, ich mich hier des Stilmittels „Ironie“ bediene und dass ich weiß, dass es wirklich schlimmere Probleme und ärmere Familien auf der Welt gibt) in den letzten Monaten Frühstückscerealien speisen musste, damit ich in jeder neuen Packung nach dem roten Laserlöffel graben durfte. Nach einigen blauen und grünen Löffeln wollte ich aufgeben. Und Sie wissen ja wie das ist, kaum will man es nicht mehr so dolle, kriegt man es. Ich hielt den roten Laserlöffel in Händen und ja, Eis und Joghurt schmecken viel besser damit.

Nun hätte ich glücklich und zufrieden sein können, wäre da nicht der gelbe Löffel gewesen. Anakins Laserlöffel. Nicht so wichtig eigentlich, doch mein innerer Monk schrie nach Vollständigkeit des Sets und Ordnung und überhaupt: gelbe Laserlöffel sind schon auch schick.

Das Schicksal, die Cerealienindustrie oder wer auch immer hatte ein Einsehen und legte mir einen gelben Laserlöffel zwischen die Cornpops. Jetzt bin ich glücklich und zufrieden und habe mein Glück bereits höchst angeberisch meinen sechshundert besten facebookFreunden mitgeteilt. Die waren erwartungsgemäß sehr neidisch und fürchten jetzt um echte Erziehungserfolge bei den eigenen Kindern, denn wie soll denn bitte eine Erziehung ohne Laserlöffel funktionieren?

Ich habe ein Herz und gebe die Löffel ab! Die überzähligen R2D2- und Yodalöffel. Jubel, Jubel!! (auch weil sich dann die Schublade wieder schließen lässt)

Vier Löffel sind es, zwei blaue, zwei grüne. Sie sind ein bißchen zerkratzt, weil sie sich den Schubladenplatz mit Käsehobel und Brötchenmesser teilen mussten, aber ansonsten prima in Schuß. Spülmaschinenfest sind sie übrigens auch. Ach ja, sie können weder leuchten noch blinken noch hupen oder zischen oder Wasser in Wein verwandeln, sie sind einfach cool, wenn man ca. sieben Jahre alt ist. Oder ein bißchen verrückt :)

Schreiben Sie mir einen Kommentar, wenn Sie einen Löffel wollen, gerne auch die Wunschfarbe. Ich lose gegebenenfalls aus.

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Möglicherweise verzeiht mir der beste Vater meiner Kinder, dass ich Ersatzlaserlöffel zugunsten von Platz, ein bißchen Aufmerksamkeit und Spaß weggegeben habe.

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Aber natürlich werde ich bei der Verlosung berücksichtigen, dass es Geschwisterkinder gibt! (Ehemänner gehen aber leer aus, die müssen sich eigene Laserlöffel jagen)