Möglicherweise …
30. Mai 2012
ist heute der absolut richtige Tag für Lasagne, ein paar Minuten im Nähzimmer und ein paar Schraubereien an der Seite hier.
(und an alle, die diese Seite mit Frau Mutti DESIGNblog verlinkt haben … könnten Sie das ändern? Das DESIGN stammt noch aus der Zeit, als mein Blog von Blue Lion Webdesign gehostet wurde und das ist jetzt schon über fünf Jahre her. Es könnte mir wirklich egal sein, ist es aber nicht, weil DESIGN finden Sie hier nun eher nicht)
Möglicherweise …
29. Mai 2012
muss man einfach nur weitermachen, die ewig „ich hab´s ja gewusst“-Besserwisser belächeln und sich freuen, dass es da wieder einen Platz für die ganzen Alltäglichkeiten gibt.
Denn was ich Ihnen ja unbedingt erzählen muss: es gibt bei uns, wie in vielen Haushalten wahrscheinlich auch, die Regel: Leeres wegwerfen und auffüllen. Toilettenpapier oder Milchpackungen zum Beispiel. Eigentlich eine einfache Sache: aufbrauchen, leere Packung oder Rolle dem entsprechenden Müll zuführen, neue Packung in den Kühlschrank, Rolle auf den Halter.
Das Phänomen leerer Klorollen wenn doch aber gerade etwas mehr Papier gebraucht wird, gibt es nicht nur auf Festivals mit zehntausend Besuchern, sondern auch in der Grünen Villa. Die Kindelein haben nämlich die Einblatt-Restrolle erfunden, die ihnen ermöglicht, ohne zu lügen und mit Unschuldsmiene „Üüüüch habs nicht leergemacht“ zu säuseln. Ein Blättchen Klopapier ist aber so gut wie kein Blättchen Klopapier, vor allem, weil es meistens dann auftritt, wenn man einsam und verlassen daheim ist und niemand ein paar weitere Blättchen anreichen kann.
Sollten die Kindelein allerdings doch die Rolle wechseln, weil sie das letzte Blatt für sich selbst brauchten, dann wird die Papprolle vorsichtshalber neben dem Klo deponiert. Aus Gründen. Vielleicht um zu zeigen, dass ihr Erziehungswiderstand noch nicht gänzlich gebrochen ist. Die Revoluzzerpapprolle sozusagen.
Die Milchpackung im Kühlschrank enthält manchmal nicht mehr als das, was auf einen Esslöffel passt und was garantiert nicht aussreicht, um dem Kaffee annähernd die richtige Farbe zu geben. „Üüüüch habs nicht leergemacht“ und keiner muss in den Keller, neue Milch hochholen. (dieses Phänomen ist übrigens nicht der Grund für eine beginnende Lactoseunverträglichkeit, obwohl ich jetzt eine eigene, stets ausreichend befüllte Milchpackung im Kühlschrank stehen habe).
Neu im „Üüüüch habs nicht leergemacht“-Sortiment sind Taschentücher. Überall liegen Packungen herum, in denen noch genau ein Taschentuch steckt. Dieses zu benutzen würde bedeuten, dass die leere Verpackung dem roten Plastimülleimer, der unglaublich versteckt mitten in der Küche steht, zugeführt werden muss. Ich ignoriere derzeit hartnäckig die fast leeren Packungen und auch die Tatsache, dass sich immer mehr fast leere Packungen dazugesellen. Irgendwann wird die Vermeidungstechnik eine neue Dimension annehmen, nämlich dann, wenn die LETZTE Packung aus dem Großpack im Flur genommen werden muss. Eine noch größere Verpackung für den Müll … und danach gibt es nur noch viele, kleine Ein-Tuch-Packungen. Bis es soweit ist, nutze ich den schier unerschöpflichen Vorrat an Taschentüchern aus meinen unzähligen Handtaschen, den bei jedem Verlassen des Hauses stecke ich mir eine neue Packung ein. (lassen Sie die Augenbrauen unten, ich weiß, ich weiß …)
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Unbedingt erzählen müsste ich auch noch von dem allerliebsten Junggesellenabschiedstrupp in total originellen bedruckten Shirts, den wir im Zug nach Oberwesel trafen und dem wir partout weder Kondome noch Dildos abkaufen wollten. Und die erst richtig fröhlich wurden, als eine Sportmannschaft mit einer weiteren Kiste Bier und diversen Schnäppsen zustieg. Wir Spaßbremsen stiegen in Oberwesel aus und machten damit Platz für eine Horde Jungesellinnen, die, gleichfalls in witzige Shirts gequetscht, den Zug stürmten. Zugsocking kenne ich ja schon. Zug-saufing scheint ein neuer Volkssport zu sein, dem ich nicht zusprechen werde.
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Letztes Wochenende haben wir, ganz Rabeneltern, die Kindelein allein gelassen, uns einen ganzen Tag im Mittelalter herumgetrieben und am folgenden Tag (nach wohliger Übernachtung in der empfehlenswerten Oberweseler Jugenherberge) sind wir rasch von Oberwesel nach Bacharach gewandert. Eher spontan und ganz sicher an mancher Stelle mit sehr unpassendem Schuhwerk, Sandalen eignen sich nicht richtig gut für steile Abstiege.
Frau Knie jaulte übrigens erst auf dem letzten Kilometer und hat bis heute nicht richtig damit aufgehört, obwohl sie gestern mächtig geschont wurde. Gut, dass es Ibuprofen gibt und dass dieses noch hilft.
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Möglicherweise … schreibe ich einfach gern.
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23. Mai 2012
Ich wär so gern privat.
23. Mai 2012
Frau Knie und ich versuchen einen Termin beim Orthopäden zu bekommen. Scheitern allerdings schon beim Anruf in der Praxis, um einen Termin zu machen. Dort ist nämlich immer besetzt. Und mit immer meine ich immer. Immerimmer, beide Nummern.
Für Privatpatienten gibt es eine andere Nummer.
So war das jedenfalls damals, noch in der alten Praxis. Ich hatte leise gehofft, dass man diese Auslese nicht mit in die neuen Praxisräume geschleppt hat. Wohl aber doch. Bleibt der Versuch, per Kontaktformular einen Termin zu vereinbaren, klappte aber auch damals nicht. Blieb nur: hinfahren, vor Ort vereinbaren. Und gute Miene zum bösen Spiel, denn die Auswahl von Orthopäde ist eher eingeschränkt. (und ich will genau zu dem, der kennt Frau Knie).
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Diese ganze Kniegeschichte können Sie wahrscheinlich auch schon nicht mehr hören. Trösten Sie sich, da geht´s Ihnen wie mir. Wäre ich jetzt nicht längere Zeit völlig schmerzfrei und deshalb bewegungsfreudig gewesen, würde ich auch gar nicht jammern. Aber ich will nicht wieder mit Schmerzen leben, man gewöhnt sich doch arg an das Leben ohne Wehwehchen.
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In meinem nächsten Leben werde ich einen Orthopäden heiraten. Oder direkt auf Kniekram verzichten. Und falls Sie gerade fragen wollten, was denn los ist: der kleine Rest vom Außenmeniskus scheint hinüber, in der Kniekehle knubbelt eine Bakerzyste und das ganze Knie fühlt sich instabil an. (für neu hinzugekommene Leser: sechs Knieoperationen, Salben/Tabletten/Kügelchen/Tinkturen/Osthepathie/Krankengymnastik/Sport/Muskelaufbau/Schonen/etc. alles durch.)
***** Nachtrag *****
Man hat mir einen Termin angeboten, am 03.07.
Das begeistert mich nur mäßig, ehrlich gesagt macht es mich fertig. Die paar Wöchelchen kann ich doch mit den Schmerzen leben, denke ich mir, ich hab doch auch zwanzig Jahre geschafft, denke ich mir und fange an zu heulen. Weil ich mich völlig hilflos und ausgeliefert fühle. Dass das Knie SCHON WIEDER weh tut bringt eben nicht nur Schmerzen, sondern auch jede Menge Kummer, weil mein Körper mir versagt, nicht mit meinem Leben Schritt hält. Und dass da niemand ist, der mir helfen will. Sofort.
Mein soziales Gewissen erinnert mich an überlastete Ärzte und Pfleegpersonal, an gestresste Mitarbeiter in Arztpraxen. Jaja, geschenkt. WEISS ICH! Will ich nicht wissen. Mein Knie tut SCHON WIEDER weh, ich sehe einen fürchterlichen Ärztemarathon vor mir, ich bin gebranntes Kind und die konsequente Reaktion auf trotziges Kleinkindverhalten ist totale Verweigerung.
Schlimm, wenn man sich so von außen betrachtet.
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Kommentare zu, aus Gründen.
Wolle Wolle?
22. Mai 2012
In der Nähe von Bielefeld gibt es größere Mengen frisch geschorener Wolle abzugeben! Bei Interesse bitte hier melden, ich leite das dann weiter.
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Weil das in den Kommentaren zum letzten Eintrag so formuliert wurde: ich muss hier niemanden „bauchmiezeln“ (herrliches Wort!), denn wer mein Blog nicht lesen mag, soll dies nicht tun. Würden meine Leser mir im Monat … sagen wir mal … fünf Euro überweisen, wäre ich a) reicher als jetzt und b) schon etwas gezwungen, freundlich und interessant und waswießdennichwie zu schreiben. Aber noch immer nicht gezwungen, zu Privatfeiern einzuladen. Um das angesprochene Promibeispiel weiter zu bemühen: man liest ja auch gerne seinen Lieblingsautor, ohne auf Einladungen seinerseits zu warten.
Und Sie haben natürlich recht: Don’t feed the trolls. Aber Fassungslosigkeit und der Gedankenblitz „das muss ich erzählen“ führen oft zu Blogeinträgen, die man nen Tag später möglicherweise nicht mehr schreiben würde.
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Herzlichen Dank für die vielen Serienempfehlungen! Grey’s Anatomy und Private Practise kenne ich natürlich (und die aktuellen Staffeln finde ich auch nicht mehr sooo mitreissend), genauso wie die verzweifelten Hausfrauen. Pushing Daisies liebeliebeliebe ich, habe ich gerade verliehen und hoffe sehrsosehr, die beiden Staffeln bald wieder in Händen zu halten. (genauso wie alle Scrubs-Folgen!)
The IT-Crowd fand ich eher unwitzig und dank Ihres Tipps nahm ich die gesamte Staffel Californication da neulich auf. Oha, ab 18. Jede Menge Sex, ein paar Drogen und ein bißchen Alkohol. Und … naja. Wird mir eher nicht ans Herz wachsen. Könnten die nicht noch ein paar Staffeln Friends drehen?
Ich durchforste mal weiterhin Ihre Vorschläge, bis dahin dudeln nochmal die Gilmores, da machts auch nix, wenn die Stickmaschine die Dialoge übertönt ;)
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Seit vier Fünftel der Familie im Besitz von schicken Smartphones sind, passiert mit unserer Kommunikation etwas Lustiges. Wir unterhalten uns weiterhin gerne und viel, zusätzlich malen wir uns aber Bildchen, schicken uns kurze Nachrichten oder zeigen uns Photos. Ich habe keine Ahnung, wo das hinführt und bin mir sicher, dass viele Leser die pädagogische Nase rümpfen, doch ich finde das ziemlich Klasse und wir haben eine Menge Spaß.
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Der jüngste Sohn hat sich umentschieden, was das anstehende Wahlpflichtfach anbelangt. Er favorisiert nun doch Informatik. Würde aber trotzdem gerne kochen lernen. Ich denke, das lässt sich machen, kochen kann ich ihm wohl beibringen. Andersherum wäre es eher schwierig, denn mein Wissen in Informatik ist rudimentär.
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Bald sind Sommerferien. Und ich hab noch kein einziges Weihnachtsgeschenk.