Schon über drei Wochen dotzelt der Ringelfranz nun schon in der Grünen Villa herum, hat nach und nach alle Zimmer, die Halle und sicher auch den Gewölbekeller erobert und einige höchst interessierte Blicke durch die großen Scheiben des Wintergärtchens nach draußen geworfen.

Heute war er sehr erstaunt, denn die großen Türen nach draußen standen offen.

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Gestammeltes.

1. November 2011

– dieses Jahr wird es keine Novemberrezepte geben. Erstens habe ich keine Zeit dafür, zweitens habe ich keine Zeit dafür und drittens fiel mir letztes Jahr auf, dass der November nur halb so schlimm wie der Februar ist. Deswegen wird es wohl Februarrezepte geben.

– mein wunderschönes Nähzimmer gehört mir derzeit nur noch halb, da der Tausch mit dem Zimmer des großen Sohnes in vollem Gange ist. Sein Bett steht schon dort, wo Sofa und Stickmaschine standen. Der nächste Schritt ist, in seinem Zimmer zu streichen. Die Wände dort leuchten nämlich ziemlich orange und das ist mir zu grell. Ich hoffe, dass wir bis Ende der Woche fertig mit der Umzieherei sind. Und dass er seinen Geburtstag in seinem neuen Zimmer genießen wird.

– Dem Franz geht´s hervorragend, keine Sorge. Martin auch. Beide liegen nebeneinander auf dem Korbsofa im Wintergärtchen und fressen einträchtig, nachdem sie sich geeinigt haben, wem welche Futterschüssel gehört. Franz wächst und gedeiht und Martin sieht bestimmt nur so dick aus, weil er erstens Winterfell hat und zweitens jede Katze neben der dürren, roten Ratte dick aussieht.

Franz mag es ausgesprochen gern, wenn er rumgeschleppt wird und das ist auch gut so, weil ihn jeder ausgesprochen gerne rumschleppen möchte. Hier zum Beispiel seine Patentante, die Freitagsfreundin.

(demnächste werde ich dann wieder jammern, wo der Katerfratz Mist macht und weshalb wir ihn trotzdem nicht mehr hergeben wollen)

– ich blogge nur, um nicht Farben anmischen zu müssen.

– ich blogge nur, um nicht weiteren Kram in Kisten zu packen, die kurzfristig in der Halle zwischengelagert werden.

– ich blogge nur, damit mir der Abschied von meinem hübschen Nähzimmer nicht so schwer fällt. Her gebe ich es übrigens, weil der große Knabe demnächst 16 wird und einfach zu groß für seine Höhle geworden ist. Und weil das Nähzimmer quasi einen eigenen Eingang hat und ich mir einbilde, dass ich als coolste Mutter der Welt gelten werde, wenn ich meinem 16jährigen Sohn sozusagen freie Fahrt gewähre. (Huah! Welcher Teufel hat mich da geritten?) Und ausserdem ist es irgendwie gerechter, wenn eines der größeren Zimmer des Hauses nicht als Näh- und Arbeitszimmer verplempert wird, wenn der ganze Kram doch auch irgendwie in ein viel kleineres Zimmer passen kann. Bis auf das ausklappbare Sofa natürlich und das ist schade für alle meine künftigen Übernachtungsgäste, die müssen dann mit einer Matratze auf dem Boden vorlieb nehmen. Und die Übernachtungsgäste beim Großen haben jetzt vollen Komfort. Zwei Drittel meiner Stoffvorräte kriege ich gut unter, das letzte Drittel muss ich rasch noch für den Weihnachtsmarkt vernähen. Falls ich den Knopf finde, mit dessen Hilfe man dem Tag zusätzliche Stunde abtrotzen kann.

– ich blogge nur, um dem Großen nicht beim Kisten schleppen helfen zu müssen.

– na gut. Schluss für heute. (mein Nähzimmer! Schluchz!)

Fransen am Mund

28. Oktober 2011

Kennen Sie diesen Ausdruck? Oder wird der nur hier regional verwendet? Er bedeutet jedenfalls, dass man jede Menge geredet, erklärt, gesagt hat, oft ohne dass es ankommt oder man verstanden wird.

 

Als die Kindelein sehr klein waren und den größten Teil des Tages auf meinem Arm verbrachten, hatte ich abends Fransen am Mund, weil ich jede Tätigkeit im Haushalt säuselnd kommentierte: „Schau mal, jetzt schwinge ich *huiiii* den Staublappen, weil hier sieht´s ja aus wie bei Familie R aus N, was hast du dir nur für ein Zuhause ausgesucht … laberlabersäusel.“ Oder ich tröstete ein untröstliches Baby, sang Schlaflieder und erfand Dutzende von Koseworte für die allerhübschestenklügstenniedlichstensüßestenschlauesten Kinder.

Ich war abends sehr müde. Und wollte nie wieder irgendwas sagen.

 

Kurze Zeit später beantwortete ich Fragen. Viele Fragen. Sehr viele Fragen. Warum wird es dunkel? Wie funktioniert eine Waschmaschine? Warum haben Igel Stacheln? Warum können Menschen nicht fliegen? Warum sind die Dinosuarier ausgestorben? Wieso muss ich ins Bett? Wann fängt Sandmännchen an? Warum verliere ich immerimmerimmer bei „Tempo, kleine Schnecke!“??? Und ich las Bücher vor oder erzählte Geschichten zu den Wimmelbildern. Und sprach die ersten Verbote aus: Nicht die Füße auf den Tisch, nicht die Wurst/den Käse vom Brot essen, nicht dem Baby den Finger ins Auge pieken. Ich tröstete wortreich bei kleineren und größeren Verletzungen oder bei den unzähligen HustenSchnupfenFieberWindpockenMagen/Darm-Krankheiten.

Ich war abends sehr müde. Und wollte nie wieder irgendwas sagen.

 

Gefühlte Wochen nur später las ich gemeinsam mit den Leseanfängern hochinteressante Texte: lu, li, la. Tu, ti, ta. Und immer schön zusammenziehen, nicht l-u, sondern lu, du kannst das. Motivierendes Sprechen ist nicht weit weg vom Babygesäusele. Ich ermutige, Kästchen um Kästchen mit Übungszahlen zu füllen und fragte Fakten zum Igel im Winter ab. Oder die Hauptstädte der Bundesländer. Ich schlichtete Streit zwischen Geschwistern oder zwischen Besuchskindern und der eigenen Brut. Erklärte die Welt, so weit mir das möglich war und beantwortete Fragen, deren Antwort ich oft mal suchen musste.

Ich war abends sehr müde. Und wollte nie wieder irgendwas sagen.

 

Etwa zwei Tage später fragte ich Englisch-, Französisch-, Lateinvokabeln, binomische Formeln und die chemische Formel der Photosynthese ab. Sagte etwa viertausend mal am Tag im Winter „Mach die Tür zu!“ und im Sommer „Lass die Tür auf!“. Ich lehrte den Spruch, den schon meine Oma mir auf den Weg gab „Geh nie mit leeren Händen!“ und erwähnte jeden Tag, mehr oder minder beiläufig, dass ein aufgeräumtes, gelüftetes Zimmer durchaus für einen aufgeräumten, gelüfteten Kopf sorgt. Ich erklärte, wie die elektrischen Großgeräte im Haus funktionieren und fordere ständig, dass das theoretische Wissen in die Praxis umgesetzt wird. Ich diskutiere über Weltwirtschaft und tue so, als wüsste ich genau, welcher Minister in welchem Amt tätig ist und ob er seinen Job gut macht. Ich berate in Stylingfragen und sage manchmal dann doch lieber nix.

Ich bin abends sehr müde. Und will nie wieder irgendwas sagen.

 

Das ist möglicherweise der Grund, warum ich so gerne blogge. Finger bewegen klappt nämlich immer noch gut.

 

 

 

Noch nicht nebeneinander, aber dafür in einem Raum, kaum vierzig Zentimeter voneinander entfernt. Das wird .

Und noch ein paar Bildchen zum „Hach!“ und „Ach!“ seufzen. Denn dieser Ringelfranz hat eindeutig zu viel rosa, um nicht dauernd angeschmachtet zu werden. Nach dem Klick!

 

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26. Oktober 2011

Zum Vierzigsten des besten Vaters meiner Kinder gab´s von den Kindelein eine Einladung zum Spiel:

Schon gut, dass wir nichts wegwerfen können :)

Das hier etwas umgebaute Spiel „Tempo, kleine Schnecke!“ ist übrigens eines der allerallerlangweiligsten Spiele. Trotzdem habe ich es mit den Kindern etwa dreiundzwanzigmillionenmal gespielt, bevorzugt im Morgengrauen, insbesondere mit der knapp zweijährigen Tochter damals ein sehr großes Vergnügen. Verlieren fand sie nämlich ausgesprochen gemein und deshalb lernten die Schnecken sogar fliegen.

Der Sieger bei der heutigen Partie, zum Glück und beinahe ohne Schummeln das Geburtstagskind persönlich, bekam folgenden Preis:

(die Geocacher unter uns haben hier einen entscheidenden Vorteil)

Das Spiel wurde entlegot und wieder weggeräumt. Für meinen Geburtstag planen die Kindelein kichernd ein noch cooleres Ding, irgendwas, was ich mir schon immer gewünscht habe. Hoffentlich muss ich nicht erst eine Partie „Obstgarten“ gewinnen, bevor ich auspacken darf. Und ich fürchte, Bruce Willis ist zu alt, um aus meiner Torte zu springen.