Sommer ist …
22. August 2011
voller Erleichterung festzustellen, dass das Grummeln im Bauch kein Hinweis auf eine drohende Magen- und Darmgrippe ist, sondern vielmehr das Ergebnis von zehn Pfirsichen direkt vom Baum weg gegessen ist.
Sommer ist aber auch, dass im Plantschbecken eine trübe Brühe schwappt, für deren Entsorgung sich niemand zuständig fühlt. Ich auch nicht.
Sommer ist die zweite Welle Walderdbeeren unter dem Holunder, reife Himbeeren, reife Birnen, reife Äpfel und leuchtendblau blühender Borretsch. Drückende Schwüle und nachts viel zu bewölkt für Sternschnuppen. Und eine leise Ahnung von Herbst morgens im Frühnebel.
Sommer ist das große Sonnensegel auf der Terrasse und der Wechsel von Schattenfleck zu Schattenfleck im Garten und allzu große Trägheit, wenn die Gedanken plötzlich das Thema Gartenarbeit streifen.
Sommer ist jede Menge selbstgemachtes Eis, am Liebsten Zitrone und Vanille.
Sommer ist schön. (und weil es dieses Jahr so wenige Tage sind, muss man diese um so mehr genießen)
Frage am Sonntag
21. August 2011
– wirklich, ehrlich ernst gemeint, weil ich überhaupt keine Ahnung habe:
Was ist das?
Drei Lagen Stoff so aufeinander genäht und mit Bändchen versehen,

dass der Kreis beim Zusammenfassen der Bändchen auffächert

und … tja. Dann eben so aussieht.

Was macht man damit? Croissants reinstecken? Eier? Fragezeichen?
Vielleicht wissen Sie es ja und lassen mich nicht unwissend hier zurück. Das mangels Namen hier nur etwas lieblos „Ding“ genannte Ding stammt aus dem Nachlass einer alten Dame, zusammen mit etlichen sehr Polyester verseuchten Deckchen und einer Menge großartiger(Kittel-)Schürzen, die ich aber nur dann tragen kann, wenn ich 30 kg abnehme und genauso viele Zentimeter schrumpfe.
Vorfreude!
19. August 2011
Das Rote, Plüschige kommt ins Grüne, Eckige.
Irgendwann Ende Oktober. Bis dahin bleibt es besser bei Frau majoRahn.
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Schon übernächstes Wochenende fahren die Freitagsfreundin, die Freundin, die nie Zeit hat und Frau … äh … Mutti nach Hamburg! Heute haben wir kurz geplant, welche touristischen Attraktionen wir auf gar keinen Fall verpassen dürfen. Ausserdem haben wir einen straffen Zeitplan erstellt, der Punkt für Punkt abgearbeitet werden muss. Solch ein Wochenende ist kurz in einer großen Stadt. Samstag nachmittag hätten wir vielleicht noch ein bißchen Zeit für ein Tässchen Kaffee/Gläschen Wasser. Haben Sie Empfehlungen und treffen wir Sie dann?
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Am Sonntag findet in Nierstein wieder das Kulturfest statt. Wenn Sie Zeit haben, dann schauen Sie mal rein. Tolle Musik, feines Essen und der Käsekuchen an der Kuchentheke ist von uns. (und ich bin die Frau, die am Spülmobil steht, statt mit Bierchen auf der Wiese zu liegen)
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Der wehe Rücken weht immer noch, doch der Arzt meines Vertrauens verschrieb hilfreiche Mittelchen und empfahl moderate Bewegung. Nichts Lebensbedrohliches und nichts ernsthaft kaputt. Und wäre ich mal gleich hingegangen, hätte ein guter Physiotherapeut an meinem Bein ziehen können, damit irgendwas im Rücken knackt und einrenkt. „So etwa“, sprach Dottore und zog. Das Einzige, was knackte, war meine Hüfte und die war nicht ausgerenkt. Ist sie jetzt, nach dem Ziehen, zum Glück auch nicht :)
Ich sehe also einer vollständigen Genesung entgegen und feiere dies, in dem ich TK-Pizza kredenze, denn kochen zählt garantiert nicht zu moderater Bewegung. (staubsaugen und Bad putzen hingegen schon)
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Ihnen ein schönes Wochenende, hier siehts derzeit nach gewittrigem Weltuntergang bei kuscheligen 30°C aus. Aber wir wollen ja nicht über´s Wetter meckern.
weh und ach.
17. August 2011
Heute morgen gab´s eine dicke Spritze in den Oberarm, damit fiese, mit FSME-Erregern beladene Zecken mich zwar beissen, aber nicht mehr krank machen können. Nicht schlimm, die Spritze.
Ein bißchen schlimm ist die Tatsache, dass meine linke Hand, bzw. mein linkes Handgelenk seit Wochen schmerzt. Mal mehr, mal weniger, mal heiß, mal rot, heute aber normal. Klar, es wurde ja auch dem Arzt gezeigt. Der sagte mir aber auch nichts Neues, denn dass das arme Gelenk möglicherweise immer mal überlastet ist, das weiß ich ja auch. Zuviel Stoff unter der Nähmaschine hin- und herschieben und die fiese Angewohnheit, sich immer mit dem Handrücken, statt der Handfläche abzustützen. Und die blöde Hypermobilität. Weiß ich, weiß ich. Hören wollte ich, glaube ich, einen Satz wie „Hier, diese Pille, mit etwas Flüssigkeit einnehmen und du hast nie wieder Schmerzen.“ Gibt´s ja leider nicht. Hmpf. Stattdessen eben der Rat, eine Bandage zu tragen, immer mal zu schonen. Mach ich wenn ich Zeit habe.
Richtig schlimm ist, dass ich gestern nachmittag etwas schusselig war und mit dem Fuß von der Bordsteinkante abrutschte. Ich landete zwar sauber und beinahe elegant mit geradem Fuß auf dem Boden, aber ein heftiger Ruck krachte mir in den Rücken. So links neben die Lendenwirbel, da wo diese hübschen lovehandles wachsen. Und genau dort schmerzt es seit zwei Stunden so arg, dass ich wie ein Fragezeichen zum Medikamentenschränkchen schlurfe und einwerfe, was erreichbar ist. Toll. Wenn ich mich halb schief lang hinlege, dann schmerzt gar nix. Deshalb tue ich das jetzt auch, weil von der Impfspritze tut mir eh der Arm ein bißchen weh, das Handgelenk wird auf Vorrat geschont und morgen ist alles wieder gut, denn so eine Zerrung kriegt mich nicht klein.
(Wie gut, dass der beste Vater meiner Kinder heute im Home Office arbeitet, die beiden größeren Kindelein zum Klettern fahren und der Jüngste etwas mit dem Patenonkel unternimmt. Ungeschickt, aber immer mit perfektem timing: Frau … äh … Mutti)
Kinderkram.
16. August 2011
„Wir haben heute einen Vokabeltest geschrieben“, sprach der Jüngste neulich beim Mittagessen, „und man konnte sich aussuschen, ob man die Note haben will.“
„UUUND? Was haste?“, fragte Frau … äh … Mutti, nur leicht angespannt, denn wir haben ja schon die gesamte Notenbreite durch.
„Eine zwei …“, erwiderte das Kind und Frau … äh … Mutti brach in ungehemmtes Freudengeheul aus, „… aber ich hab sie nicht gewollt.“
„…?!!“, fassungsloses Schweigen am Mittagstisch, auch bei den größeren Geschwistern.
Er habe sich eben gegen die zwei im Englischvokalbtest entschieden. Basta.
(nach einem kurzen Gespräch war er zu überzeugen, dass man eine zwei IMMER mitnehmen muss, für schlechte Zeiten halt.)
(der Lehrer hatte sie ihm bereits eingetragen, erfuhren wir einen Tag später.)
(dass ich noch nicht schlohweiß auf dem Kopf bin, das wundert mich doch sehr.)
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Der Große hat theoretisch als Oberstufenschuler auch nachmittags Unterricht. Praktisch sieht es derzeit so aus, dass er maximal fünf Stunden Unterricht am Tag, der Rest fällt aus. Er frohlockt, mir schwant Übles, denn der Stoff muss ja irgendwann aufgearbeitet werden.
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„Komm Tochter, wir bastlen dir mal einen facebook-account, damit du endlich mal technisch und zwischenmenschlich-kommunikativ up-to-date bist!“, quälte Frau … äh … Mutti das Töchterlein ein paar Wochen lang. So lange, bis sie endlich nachgab.
Jetzt hat sie einen account, viele, viele Freunde und ich muss mir überlegen, welche Benutzungsregelung ich einführe, denn Hausaufgaben mit gleichzeitigem chatten will mir nicht so recht gefallen. Selbsteingebrockte Suppe, die ich da auslöffeln muss.
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Der Große fährt mit dem besten Vater meiner Kinder am Wochenende nach Köln zur gamescom. Er freut sich sehr und hat noch nicht realisiert, dass er als noch 15jähriger wohl gar nicht die Spiele ausprobieren kann, die er schon seit einem Jahr spielt. Für das blaue Bändchen sehe ich also schwarz, trotz Elternbegleitung.
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Und nochmal der Große: Wo bekomme ich eine gescheite Jacke für den Knaben her? Wasserdicht muss sie sein, gerne eine 3in1-Jacke, der Preis spielt mittlerweile fast keine Rolle mehr :/ , denn es ist sehr schwer, etwas zu finden. Er ist knapp 1,90m und dünn. Jacken in XL schlackern an ihm herum und die Ärmel sind trotzdem zu kurz. (XXL-Jacken sind nur weiter, die Ärmellänge bleibt gleich) Gegen angehäkelte Ärmelverlängerungen in hübscher Kontrastfarbe wehrt er sich trotzig, aber vielleicht kennen Sie ja das Fachgeschäft für langarmige Menschen?!