Luxus:

10. Mai 2010

die Frisörin, die in die Grüne Villa zum Haareschneiden kommt.

Und damit es sich richtig lohnt, kam Oma Eis dazu und ließ ebenfalls schneiden. Jetzt schwebt mir so eine Art Frisörabend vor, so wie diese Plastikdosenabende: „Und heute im Angebot ein halblanger Bob in kupferrot, tragbar bei der Arbeit, während der Freizeit oder auch mal ganz verführerisch aufgesteckt. Aus der letzten Kollektion im Ausverkauf ein fescher Kurzhaarschnitt, wahlweise mit oder ohne Koteletten. Dazu eine wunderbare Haarspülung und dieses Schampo.“ Ein paar Frauen sitzen zusammen, trinken Sekt oder Kaffee oder beides, schwatzen und lachen und reihum werden die Haare geschnitten. Könnte lustig sein.

Mein Kopf jedenfalls sieht jetzt wieder ordentlich aus und ich habe gelernt, dass Haare ausdünnen des Teufels ist. „Renn weg, wenn die Frisörin mit diesem Messerchen oder dieser Schere kommt“, empfahl man mir. Denn das Ausdünnen der Haare  bewirkt zwar, dass die neue Frisur ganz hübsch ist, aber nach drei, vier Wochen komische Zipfel vom Kopf abstehen. Verzichtet man auf´s Ausdünnen und schneidet einfach nur ordentlich, kann es auch mal ein halbes Jahr ohne Frisör gehen.

„Das ist der Unterschied zwischen positiver und negativer Kundenbindung“, wurde mir erklärt. Und das klingt ungemein einleuchtend.

Nicht vermisst habe ich Gespräche über diverse Königshäuser. Oder einige erstaunte Ausrufe wegen meiner dicken Haare. Danke Karen.

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9. Mai 2010

Ich weiß, ich weiß.

Muttertag ist jeden Tag. Und obendrein ist das ja auch so ein gemachter Feiertag, verpflichtend und gezwungen. Blumenhändler und Pralinenbastler reiben sich die Hände.

Na und?

Ich mache Tag für Tag einen guten, anstrengenden Job. Kann ich mich doch mal feiern lassen?

Alles Liebe zum Muttertag, liebe Mütter!

Samstag vormittag

8. Mai 2010

und zwei der vier anwesenden Menschen schlafen noch. Ob das Töchterlein noch schläft weiß ich nicht, sie hält sich derzeit ein paar Straßen weiter auf, bei der allerbesten Freundin.

Da heute laut Spiegel online der einzige nahezu regenfreie Tag sein soll (erst ab Donnerstag wieder besser, juchhuu!), werden wir uns dem explodierenden Garten widmen. Der viele Regen muss ausgesprochen toll für die Landwirtschaft sein, denn man kann beim wachsen und wuchern zusehen. (nur eben leider nicht hemmend eingreifen, da man ca. knöchelhoch im Schlamm versinkt)

Lieber Besuch: packe den Kindern olle Klamotten ein!

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Da das selbstgemachte Eis scheinbar verdunstet (immer wenn ich mal Lust auf ein Bällchen habe, ist die Dose schon wieder leer) und ich kommenden Freitag ein paar Kinder glücklich machen will, muss ich also heute mit einem ausgeklügelten Eis-mach-Verfahren beginnen.

Auftretende Probleme:

Wohin mit dem vielen Eiweiß? So viel Baisser kann kein Mensch essen und auf Eiweißomelette fährt hier auch niemand ab.

Die Eisschüssel muss erst komplett auftauen, bevor sie gespült und wieder eingefroren werden kann.

Die Eisschüssel muss 24h frieren, bevor sie wieder einsatzfähig ist

Sämtliche Plastikdosen, die sich ideal mit Eis befüllen ließen, sind mit Gemüsesuppe befüllt. (blöde Biokiste)

Die meisten Eismassen werden vor dem Einfrieren erhitzt und müssen erst auskühlen.

Lösungsansatz: Gemüsesuppe zum Frühstück, Mittagessen, Nachmittagskaffee und Abendessen. Zuerst Vanilleeis, weil das wird nicht erhitzt. Dann Karameleis, weil die Masse muss über Nacht auskühlen. Und vorher Zucker kaufen, weil irgendwie ist der auch dauernd aus.

Tipp: Eismaschinen sind nicht wahnsinnig teuer, aber die Folgekosten! Neue Tupperdosen, neue Klamotten, weil die alten plötzlich und überraschend zu klein werden, kiloweise Zucker, eine Kuh, wegen des erhöhten Milch-, Sahne- und Butterbedarfs und ein Dutzend Hühner, die Eier ohne Eiweiß legen. Der Rest ist ein Klacks.

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Anderthalb Stunden auf der Bürgerversammlung gestern abend ließen uns spontan verarmen. Knapp 7000,- Euro kostet uns der Spaß „Straßensanierung“: Im Paket sind dann außer einem neuen Straßenbelag und neugepflasterten Gehwegen auch neue Kanäle. Strom- und Gasleitungen werden ersetzt und wenn wirklich klug gebaut wird, liegen dann auch Leerrohre für das neue Internet unter dem Asphalt. Optische und echte Schwellen sollen Raser ausbremsen und garantiert wird dann alles ganz toll, da bei uns in der Straße. Dafür zahlt man dann gerne ein paar Euro mehr :/

Es hätte auch noch teurer werden können, wenn die Gemeinde nicht wie üblich nur 40% der Kosten übernommen hätte. Sie übernimmt aber 60%, weil es sich um eine wichtige Verbindungsstraße handelt. Etwa elf Euro pro Quadratmeter Grundstück müssen die Anwohner stemmen und auch das hätte uns noch teuerer kommen können, gäbe es nicht diese Linie „bis 45 Meter“ von der Grundstücksgrenze. Unser Garten ist nämlich hundert Meter „lang“.

Einige Finanzierungsansätze wurden vorgestellt, doch die Zinsen des einen Modells sind höher als die, die Griechenland zahlen muss. Wir erwägen nun, einfach eine griechische Insel zu kaufen. Da ist ja auch das Wetter besser.

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Dieses Wochenende kann ich mich nicht mehr vor dem Putzen drücken, die Wunde am Finger darf wieder „an Wasser gewöhnt werden“, so die Aussage des Arztes gestern. Und das Klammerpflaster darf morgen ab.

(beinahe schade, weil Putzverzicht ist nicht allzu schwer)

Auf geht´s.

Hoch die Tasse XXVI

8. Mai 2010

Das Tässchen unterstützt beim Backen eines Kuchens und wäre beinahe mit eher winterlichem Getränk befüllt worden. Am Arbeitsplatz konnte es mangels ausreichendem Kaffeepulver nicht befüllt werden:)

Diesmal fand die Tassenübergabe übrigens nicht per Post statt, sondern ganz persönlich bei der wunderbaren „Nähen in den Mai„-Aktion.

Da.

FF, fünftens

7. Mai 2010

Freitags Fisch!

Von der Terrasse runter in die alte Wanne geschaut:

Seitenschwimmender Kugelfisch an erwachender Seerose und Birkenblatt.

(viel mehr Fische bei Frau Rieger)