Novemberrezept Nummer 13
13. November 2009
In einem Buch sah ich kleine Sterne aus Tüll, die mit getrockneten Orangenscheiben, Zimtstangen und Anissternen gefüllt waren. Allerliebst!
Will ich haben. Muss ich nachmachen!
Im Nähzimmer entstand dann mangels Tüll ein Organzastern.

naja, etwas Stern-ähnliches. Dieses Organzazeug ist nämlich flitschigflutschig, lässt sich ungern so zuschneiden, wie man es gerne hätte und beim Nähen muss man sehr abenteuerliche Fadenspannungen wählen.
Der zweite Stern hat einen Zacken weniger und ist deutlich gelungener.

Und der Duft? Den kann ich Ihnen nicht rüberschicken, aber ich kann Ihnen versichern: mein Wohnzimmer duftet. Da ich noch viele Meter dieses Glänzestoffes in vielen Farben habe … wird Weihnachten bunt. Und duftend. (der Versuch mit Stickgarn per Hand zu arbeiten steht noch aus.)
Frau Knie
12. November 2009
ist immerhin nicht schwanger. Sieht man auf dem Ultraschallbild.
Ansonsten sieht man eigentlich nicht viel. Da könnte eine Narbenwucherung sein. Oder eine Entzündung. Oder ein Ödem. Könnte.
Weiß man erst, wenn … na was wohl … die MRT-Bilder vorliegen.
(neverending story)
Novemberrezept Nummer 12
12. November 2009
Aus alt mach neu. Oder aus neu mach hübscher. Oder folge den Lemmingen und male überall Pünktchen drauf.
Mir jedenfalls zaubert´s ein Lächeln der Vorfreude ins Gesicht, denn ich habe die uralten, schon angelaufenen, goldenen Christbaumkugeln meiner Oma, die zweierlei grünen Kügelchen aus dem blaugelben Möbelhaus und die roten Kugeln aus dem örtlichen Hier-gibt´s-einfach-alles-Laden gepimpt.

Mit weißem Lackstift habe ich Pünktchen darauf gemalt und jetzt warten sie im alten Gurkenglas oben auf dem Schrank, bis ich sie in zwei Wochen oder so zu Dekozwecken in der Wohnung verteile. Zusammen mit vielen weiteren gepunkteten Kugeln in vielen Farben. Weihnachten wird bunt.

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11. November 2009
Und ich sag ja immer, Frau … äh … Mutti, sag ich immer, steh nicht auf. Das bringt nix, du tust dir nur weh. Sag ich immer.
Heute morgen habe ich wieder nicht auf mich gehört und bin aufgestanden. Aus dem Bett raus, gar nicht mal so schwungvoll, weil ich war ja noch müde.
„Blubb“, sagte das Knie. Und verweigerte eine volle Beugung.
„fluchfluchfluch„, sagte Frau … äh … Mutti. Streckte das Bein und beugte erneut. Diesmal ging´s.
Im Laufe des Tages sprach das Knie noch zweimal „blubb“ und dann noch einmal „knirsch!“, jeweils bei so aussergewöhnlichen Belastungen wie: quere mit laufendem Staubsauger das Wohnzimmer. Oder erhebe dich von der Klobrille. Oder nehme ein Päckchen unten an der Haustür entgegen.
Heute abend spricht es nicht mehr. Dafür ist es dick und blau. Da, wo innendrin was zusammen genäht wurde, vor über zwei Monaten.
(schmerzen tut es nicht mehr und nicht weniger)
((nur wenn ich es beuge oder genau auf die Beule drücke, dann höre ich allerdings die Englein singen))
Morgen früh sitze ich dann dort, wo ich so schnell nicht mehr hinwollte. Mit kalten, feuchten Händchen und einer guten Portion Angst.