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29. Oktober 2009
Ich glaub, ich hab gerade ein Stück Fisch gegessen, das nicht mehr so ganz taufrisch war.
Schmeckte irgendwie komisch und ich hab´s schnell geschluckt, um es loszuwerden. (statt es auszuspucken, ich wohlerzogenes Wesen) Mein Magen macht jetzt ganz komische Sachen (gurgeln und grummeln), ausserdem steigt eine gewisse Übelkeit hoch. Ob jetzt aus Hysterie oder weil der Fisch vielleicht wirklich zu tot war, das bleibt abzuwarten.
(ich hab auch so ein „nie wieder esse ich Fisch“-Gefühl. Das ist schlecht.)
oooch.
29. Oktober 2009
Frau Jette sitzt wieder im Zug nach Berlin. (geht immer viel zu schnell rum, die Zeit)
Ich schlurfe durch´s leere Wohnzimmer, räume die Kaffeetasse und den Zuckerstreuer vom Küchentisch und bevor ich richtig wehmütig werden kann, ist das erste Kind von der Schule zurück. Aber heute abend, wenn alle Kindelein im Bett sind, da bin ich dann nochmal ein bißchen traurig.
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Abschiede sind ganz blöd und ich bin da auch immer sehr verkrampft und hölzern. Wünsche mir einerseits, dass es nun bitte einfach nur vorbei sein soll (also diese Abschiedsszene, nicht, dass der Besuch jetzt endlich abhauen soll) und andererseits fallen mir immer mindestens drei Sachen ein, die ich noch ganz dringend erzählen wollte. Während der Zug bereits einfährt.
Nächstes Frühjahr dann wieder bei Ihnen, werte Frau Jette. (und grüßen Sie das Kind. Und ich würde so gerne den Blick des Kindes sehen.)
Touristenprogramm
27. Oktober 2009
in der Grünen Villa:
Rieger´sche Klassiker sticken, den Gast ermutigen, ebenfalls handarbeitlich aktiv zu werden, Taschentücher anreichen, weil die Touristen ausse Stadt vertragen das raue Rheinklima nicht, lokale Spezialitäten zubereiten und anreichen.
Zwischendurch auch ganz uneigennützig ganz viel Spaß haben.
Morgen dann DIE große Wanderung. Da entlang, wo wir im Mai vom Traktor gezogen worden.
(falls Frau Jette nicht zu leidend ist.)
wuselig.
26. Oktober 2009
Der erste Schultag nach den Herbstferien. Erste Schultage sind meistens doof, jedenfalls dann wenn es nicht richtige erste Schultage sind, sondern nur solche, die das Ende eines süßen Lotterlebens sind.
Einzig das jüngste Kind sprach heute morgen: „Ich freue mich auf Frau Klassenlehrerin!“
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Philadelphiatorte, Käsekuchen, Pumpkin-Pecan-Date-Bars stehen auf dem Tresen und im Kühlschrank, vierfaches Lasagnerezept ist gewünscht und wird demnächst zubereitet. Und heute nachmittag gibt´s noch die gewünschte Schwarzwälder Kirschtorte. Der beste Vater meiner Kinder hat sein holdes Weib altersmäßig für einen Monat eingeholt.
(und ich bemühe mich, ihn gewichtsmäßig einzuholen. Fällt ja auch nicht schwer, bei all den Leckereien hier in der Grünen Villa)
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Ausgerechnet heute abend findet dann auch die konstituierende Sitzung des Schulelternbeirates statt. Passt ja wieder ganz hervorragend.
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kurzes Wetterbloggen: windig. Warmer Wind. Wie ein Föhn, der auf „kühl“ gestellt ist. Zwischendurch Sonne.
Dieser Herbstmalt nicht annähernd so bunt wie der letztjährige.
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So. Käse reiben, Möhren reiben. Hände vorfreudig reiben, denn in anderthalb Stunden steh ich auf Gleis 1 und warte.
Eine Stunde
25. Oktober 2009
braucht es, um aus dem verrumpelten Nähzimmer, in dem riesige Staubratten gegen Stoff- und Fadenreste kämpfen, in dessen Ecken sich angefangene Projekte stapeln und dessen Mobiliar komplett unter Stoffballen und Schnickeldi verschwunden ist, – – –
(Frau … äh … Mutti schnappt nach diesem Satzanfang kurz nach Luft)
– – – ein hübsches Gästezimmer zu machen, in dem sich der allerliebste Besuch aus Berlin hoffentlich vier Tage ganz arg wohl fühlen wird.
(ich freu mich, ich freu mich!)