Wissen Sie, Frau … äh … Mutti,
19. August 2009
sprach der Orthopäde in der Uniklinik, „ein MRT so kurz nach einer OP ist nicht aussagekräftig.“
Die (heute erneut gemachten) Röntgenbilder zeigen eine deformierte Patella, aber das wisse ich ja. Ich müsse mir keine Sorgen um den Riss im Meniskus machen, der sei halt da und so eine Zyste, die könne bedenklich sein,aber nicht zwangsläufig. Krankengymnastik solle ich machen und eben Schmerzmittel einnehmen, bis zu 4 Gramm Paracetamol seien in Ordnung, gerne auch in Kombination mit Novalgin. Und in sechs Monaten könne ich dann noch mal in der Kniesprechstunde vorstellig werden.
MRT-Bilder seien sowieso wegen ihrer geringen Auflösung nicht allzu aussagekräftig. In die mitgebrachte CD hat er nicht geschaut; den Oberarzt, mit dem er Rücksprache hielt, habe ich nicht gesehen.
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Das ist der Stand der Dinge.
Mein Knie schmerzt und ich bin beinahe froh darüber, denn sonst müsste ich mich fragen, ob ich ein pienziges Etwas oder gar ein Hypochonder bin. Oder den Aufenthalt in Behandlungszimmern so toll finde.
Schrecklich finde ich, dass ich mein Sebstbewusstsein und meine Schlagfertigkeit an der Türklinke zum Behandlungszimmer abgebe und mir erst viel später die wirklich guten Fragen einfallen. Fragen wie:
Warum wird ein MRT angeordnet, wenn es doch nicht aussagekräftig ist, so kurz nach der OP?
Wieso würde mich ein Arzt derselben Klinik direkt einweisen und auf den OP-Tisch legen, während ein anderer Arzt dieser Klinik Schonung und Krankengymnastik verordnet?
Warum konnte der heutige Arzt nicht den Bericht des letzten Arztes lesen?
Wenn der Radiologe behauptet, den Riss im Meniskus könne man bei einer Spiegelung nicht sehen, darf ich mich dann fragen, für wen die MRT-Bilder überhaupt gemacht wurden?
Und wenn der heutige Arzt behauptet „doch, doch, kann man sehr wohl sehen, bei einer Spiegelung“, warum wurde ich nicht darüber informiert, dass es den Riss weiterhin gibt, bzw. warum wurde da nix gemacht?
Wem und was soll ich denn glauben?
Da guckste in die Röhre, Frau … äh … Mutti
18. August 2009
Kurz nach drei lag ich in der Röhre, krampfhaft um Ruhe und Unbeweglichkeit bemüht.
Eine Stunde später durfte ich meine Knie-Innerein auf dem Computer-Bildschirm bewundern.
Zum Vergleich gab´s die Bilder vom April dazu.
Ich sag´s Ihnen: das ist alles ganz großer Bockmist.
Der Innenmeniskus ist hübsch quer gespalten, der Riss ist länger als damals im April. Dafür ist die Zyste noch oder doch schon wieder an Ort und Stelle.
„Wundert mich nicht, dass Sie Beschwerden haben“, sprach der Arzt.
Beschwerden habe ich. Und Beschwerden auch. Was haben die da nur Ende Mai im Knie gemacht?
Morgen früh: Uniklinik
Hoch die Tasse IX
18. August 2009
Das Wandertässchen sorgt für helle Aufregung im Küchenschrank und ruiniert eine Diät.
Beginnen wir den Tag
18. August 2009
doch einfach mal mit einem motzig-trotzigen Kind, das weder Hunger noch Durst hat, eigentlich „NIX!“ hat und beim Laufen beinahe auf die eigene vorgeschobene Unterlippe tritt.
Müsste mir ja „NIX!“ ausmachen, denn das Kind ist alt genug, um seine Bedürfnisse zu erkennen, zu äußern und/oder zu befriedigen. Obendrein kann ich mich gut erinnern, dass ich es früher ebenfalls nicht leiden konnte, wenn man mich mit „Was ist denn los? Ist alles in Ordnung? Hast du was?“ nervte. Es war ja nur so allgemeiner Weltschmerz.
Trotzdem kann ich nicht aus meiner (Mutter)Haut und belästige das Töchterlein mit Fragen. Biete vier verschiedene Marmeladen als Frühstücksbrotbelag, Milch, Wasser und Orangensaft gegen das nicht anstehende Verdursten.
Noch ist die Pubertät nicht weit genug fortgeschritten (denn dass sie zu wohlerzogen sei, um nicht verbal zuzuhauen – dieser Illusion gebe ich mich nicht hin) um mir zu sagen: Lass mich einfach in Ruhe.
Beinahe schade, weil dann hätte ich ja einen Grund, weswegen sie ruhig und brummig ist. „Die Pubertät halt“, könnte ich seufzen und mich anderen Dingen zuwenden. So werde ich bis heute abend, wenn ich sie wiedersehe, darüber nachdenken, was ihr am Morgen den Salat verhagelt hat.
Mütter haben´s aber auch nicht leicht.
Cassis
17. August 2009
heisst die Farbe des Tages.
Sie befindet sich einwirkend zum größten Teil in Frau … äh … Muttis Haupthaar, aber leider auch verteilt auf Ohren, Nacken und Schultern. Ausserdem auf den hellen Fliesen und der Holzabschlussleiste (= Lamperie) zwischen Fliesen und Wand.
Hoffentlich ist die Farbe wenigstens schön, damit sich die kleckerige Sache vorher lohnt.
(für die persönliche Chemie-Statistik: Movida, Tönung, Farbton „Cassis“, viel zu flüssig und nicht gut in der Handhabung)
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Ihre Anmerkungen zum Thema Blogroll haben mir zu Denken gegeben. Danke für die Anstöße.
Es gibt nun wieder so eine Art Blogroll, die aber noch nicht so ist, wie ich mir das vorstelle. Lesen Sie bitte gerne auch die Gedanken der Fau Ami zum Thema.
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Gestern war Besuchstag bei den Jungs im Zeltlager und ich konnte mich davon überzeugen, dass es meinen Söhnen gut geht. Der Jüngste schwächelt gegen abend wohl stets etwas und verlangt elterliche Zuwendung, doch das große Kind vermisst nichts. Ausser seinem Bett, denn er schläft am Hang.
Der Platz ist wunderbar gelegen, am Waldrand. Die Lagerglocke wurde bereits einmal entführt, irritierenderweise von den mitgereisten Trappern, die ja eigentlich zur eigenen Mannschaft gehören und deshalb wegen Hochverrats angeklagt wurden. Nun ja, ich muss das nicht verstehen, mir reicht es, dass ich dort viel Freude gespürt und gesehen habe. Und Testosteron gerochen habe :-)
Noch viermal schlafen, dann hab ich sie wieder, meine Jungs.
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Die letzte Ferienwoche hat begonnen. Töchterlein fährt jeden Morgen zu den Proben der Kinderoper und ich habe somit eine leise Einstimmung auf die kommende Woche, wenn die Vormittage wieder ganz und gar mir gehören. Seltsamerweise sehne ich diese Vormittage nicht so herbei, wie letztes Jahr. Wegen mir dürften die Ferien noch zwei Wochen länger sein. Aber mich fragt ja keiner.
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Kaffee leer, Haare ausspülen.