Egal wie sehr Sie gelb mögen, egal wie gerne Sie Zitronengebäck essen, egal wie experimentierfreudig Sie sind, egal wie glücklich Sie das blaugelbe Möbelhaus sonst immer macht: kaufen Sie nie, ich betone extra nochmal NIE, im Futtershop die quietschgelben Lemonbiskvi*.

brrr. Verdirbt sogar den Spaß am Kaffee.

Ansonsten: drei Meter rote Seide, ein Restesack mit Schätzen, diverse Kisten für Kleinkram in Kinderregalen, eine Kommode für noch mehr Kleinkram im Kinderzimmer und zwei allerliebste Minimäuse in grau und braun. Kann es sein, dass die 40×40 cm Kissen (Granat) deutlich aufgeschlagen haben? Mir war so, als hätten die früher nicht 2,99 gekostet und hätten kein „tiefster Preis in der Region“-Schild gehabt.

Ausserdem behaupte ich, dass der Möbelschwede, seit sich immer mehr Frauen als Näherinnen outen, nicht nur die Stoffpreise, sondern auch die Bettwäschepreise mächtig angehoben hat. Der Restesack jedenfalls kostet jetzt 10,- statt neun Euro. Alles Banditen, die Schweden.

*wahrscheinlich schwedisch für: „Idioten, die einfach alles kaufen, nur weil´s aus dem blaugelben Möbelhaus kommt und eigentlich ein flüssiger Klostein in Fritierfett auf Hundekeks ist.

Die Blogroll schrumpft.

Ich lese eine handvoll Blogs von Menschen, die ich sehr mag, täglich. Auch mehrmals am Tag klicke ich da hin, denn es könnte ja sein, dass da wieder was passiert ist.

Eine weitere handvoll Blogs lese ich jeden zweiten/dritten Tag. Nicht weil ich die Menschen dahinter weniger mag, ich mag aber deren Schreibstil nicht so sehr. Er fesselt mich nicht oder die Thematik packt mich nicht (mehr).

Die nächste handvoll Blogs lese ich etwa einmal in der Woche . Meistens sind das Blogs, die ich in die Blogroll gepackt habe, weil ich mal zufällig dort gelandet bin, einen Artikel (oder zwei, drei) spannend fand und neugierig war, wie es weitergeht.

Eine weitere handvoll Blogs sind die Blogs, die ich halt so verlinke, weil ich das eben auch seit Jahren so tue. Ich blogge bei verschiedenen Anbietern immerhin schon seit seit Jahren und habe die Blogroll weitesgehend unreflektiert immer weitergeschleift.

Und dann gibt es noch die Blogs, die nur in der Blogroll stehen, weil ich ein Rezept oder ein Tutorial immer wieder brauche und das Gefühl habe, ich müsste zum Dank dafür verlinken.

Und zwei, drei Blogs, die  mir nur noch als Sprungbrett zu anderen Blogs dienen, in denen ich allerdings nur mit Gruseln lese und die ich nienienie verlinken würde, weil das zu schrecklich ist. (Ja, ich habe es getan. Ich habe es geschrieben. Tut ja angeblich keiner, so was. Puh. Das war schwer.)

Die Blogroll schrumpft und vielleicht verschwindet sie auch. Wenn ich mir im Klaren darüber bin, ob ich das will, was es mir bedeutet und ob ich es aushalten kann, dass mich dann alle Menschen hassen, bzw. von mir gehasst fühlen.

*****

ok. Ich hab´s getan. Und es ist ein komisches Gefühl. Blöd, was?

Naja.

Wer einen Link zu einem anderen Blog sucht, kann ja mal in der Liste derjenigen, die am virtuellen Kaffeeklatsch teilnehmen wollen, nachsehen. Diese Links bleiben garaniert noch lange stehen :-)

Irgendwie anders,

14. August 2009

aber ganz sicher meine Tochter.

Wir begannen die Stadtbummelitis mit einem ausgiebigen Frühstück (mit deLuxe O-Saft, frischgepresst), schwärmten danach ein paar glitzerige, völlig zweckfreie aber hübsche Dingelchen an, schnupperten auf dem Markt an Freilandrosen, ließen uns mit abgebrochenen Pompomdahlienköpfchen beschenken und versackten schließlich für zwei Stunden im Buchladen, den wir schwer bepackt und etliche Euro leichter wieder verließen. Hager und Mager sah uns genau zwanzig Minuten: zwei Minuten T-Shirt in der richtigen Größe suchen, im Vorbeiflug einen Dreierpack Unterhosen greifen und 18 Minuten der gelangweilt kaugummikauenden Verkäuferin zusehen, wie sie mit diesem Einscandingens kämpft.

Zum Abschluss gab´s ein Eis  (80 Cent die Kugel !!) und jetzt haben wir uns mit einem kühlen Getränk und unserer Bücherbeute auf´s Sofa fallen lassen. Stadtbummelitis erschöpft.

Die anstehende Anpassung der Wintergarderobe ist mir jetzt schon ein Graus  und  ich bin froh und glücklich, dass es Online-Shops gibt. Töchterlein auch.

Ob

14. August 2009

ich mich auf das Extrem-Stadtbummeling mit Töchterlein heute freuen soll oder ob ich mich eher davor fürchten soll, weiß ich noch nicht.

Tatsache ist, dass ich genaue Kleidungsvorschriften habe und sie unter der Dusche steht, um sauber und wohlduftend in ein sorgsam zurechtgelegtes Outfit springen zu können. Ich schreibe dies mit einem leicht amüsierten Schmunzeln, wohlwissend, dass mich „vorher duschen und was ziehe ich an, ich hab ja nix!“ an irgendwen (= attraktive Enddreissigerin mit einem Faible für selbstgenähte Röcke) erinnert und mich das Verhalten garantiert in einigen Wochen auf die Palme bringen wird. („Los, beeile dich. Du bist hübsch genug. Zieh halt IRGENDWAS an. Dein Schrank ist voll. Würdest du deine Wäsche zur Waschmaschine brigen, statt sie hinter dein Bett zu knäulen, läge sie gewaschen in deinem Schrank und du hättest eine MENGE zum Anziehen“ – alles schon mit dem großen Kind der Familie geübt.)

Stadtbummel … Schnickeldi-Lädchen stehen auf der Liste, doch die sind rar. Und die wenigen, die sich in der Altstadt befinden, wiegen ihre Ware in Gold auf. Der Buchladen steht ebenfalls auf der Liste, logisch. Auch der letzte Band der Elfendingsbums-Trilogie von Steve Augarde ist beinahe ausgelesen und die Ferien sind noch lange. Den Kleiderschweden schenken wir uns, behauptet das Kind. Ich behaupte etwas anderes, denn ich brauche ein einfaches T-Shirt zum Pimpen. Ich hab doch noch soviele Stickdateien, die ich ausprobieren will.

Ausserdem will das Kind schick essen gehen. Dies wiederum bereitet mir keine Sorgen, denn da wir uns nicht werden entscheiden können, ob türkisch, asiatisch oder italienisch, wird es mainzerisch sein: eine Brezel vom Ditsch.

So. Töchterlein ist geduscht und angekleidet, es geht dann wohl los. Wird bestimmt schön. Bestimmt.

Eigentlich

13. August 2009

bräuchte ich ja so ein Twitter-Dingens, denn manchmal muss ich einfach nur so Kleinigkeiten loswerden:

Zimmer des Jüngsten entrümpelt, gestrichen, geputzt. Bleibt die Frage, warum ein entrümpeltes Zimmer dringend weiteren Stauraum in Form von einer Kommode benötigt?