12 von 12

12. Juli 2009

Hier und an anderen Stellen immer wieder gesehen, heute mitgemacht.

Ein grauer, kühler Tag. Die Kindelein verbarrikadieren die Zimmertür mit Legosteinen und bevor die Eltern womöglich mit schrecklichen Dingen wie Aufräumen oder gar Putzen beginnen, werden die Wanderschuhe geschnürt, die Regenjacken geschnappt und raus geht´s.

Regenspaziergänge sind eine ganz wunderbare Sache. Der Wind riecht frisch und kaum einer traut sich aus dem Haus, Zeit für Ruhe und Erholung.

Deswegen heißt der „Rote Hang“ übrigens „Roter Hang“:

Die offiziellen Wege sind meistens langweilig, deshalb kann man abkürzen. Einfach die Zeile entlang. Wenn man das schön vorsichtig tut, ohne die Reben zu beschädigen, schimpft darüber kein Winzer.

Am Rech, neben dem Wingert, wohnen Kaninchen. Wenn man es schafft, sich einigermaßen ruhig zu bewegen, kann man sie beobachten. Klappt natürlich gegen Abend besser.

Ob dieser Geselle eine Art Voodoozauber gegen traubenklauende Touristen ist, bleibt wohl ein Geheimnis.

Manchmal ändert sich das Bild. Statt schnurgerader Zeilen mit saftigem Gras dazwischen, plötzlich ein Flecken mit wilder Kamille und Mohn. Die blauen Farbakzente fehlen leider. Kornblumen wachsen hier nicht und die Wegwarte hielt die Blüten wegen des Regens geschlossen.

Ein Blick auf die“ Rehbacher Steig“ zwischen Nackenheim und Nierstein.

Beim Abstieg durch die „Rehbacher Steig“ kamen wir nicht so recht voran, dafür wurden wir aber satt. Die Mirabellen, die hier wild als Randbefestigung wachsen, sind reif.

Reif sind auch die Minipflaumen. Und kein Mensch pflückt sie! Später ziehen wir mit einem Korb nochmals los, jetzt kommt auch die Sonne heraus!

Die folgenden drei Bilder sollten von Menschen, die sich vor Cucarachas gruseln oder den Film Arachnophobia nicht sehen konnten, gemieden werden!

Den Rest des Beitrags lesen »

Heute

10. Juli 2009

ist das KaKoKo verschwunden, zurückgeblieben ist nur eine Art „wunde Stelle“. Da, wo der Schmerz saß, fühlt sich der Kopf wie abgeschürft an, innen drin. Wie ein frische Narbe, gespannt und so, als könne der Schmerz jederzeit wieder hervorbrechen.

Das wird er nicht, das tut er nie. Er sagt nur: „Ich komme wieder “ :-)

*****

Der letzte Schultag ist angebrochen. Das jüngste Kind ist erwartungsfroh mit seiner Zeugnismappe losgezogen. Ich weiß, welche Zensuren im Zeugnis stehen werden und freue mich einfach über die Freude des Kindes, überhaupt ein Zeugnis zu bekommen.

Die Mittlere hat ihr Zeugnis, wie bereits erwähnt, schon seit Wochen. Sie putzt heute mit ihrer Klasse den Klassensaal und lauscht danach dem Konzert des Schulchors.

Der Große schläft noch. Er muss erst zur dritten Stunde erscheinen, wird dann ebenfalls zum Konzert des Schulchores gehen und danach sein Zeugnis in Empfang nehmen. Ein gutes Zeugnis, wenn auch die Note in Mathe ihn gewaltig ärgern wird. Vielleicht reicht der Ärger ja als Motivation für´s nächste Jahr.

Heute abend gibt es, wie jedes Jahr zum Sommerferienbeginn, Pizza beim Italiener unseres Vertrauens am Marktplatz und danach … dafür klaue ich mir jetzt Frau Antonmanns Überschrift: Was ich so machen werde

Ich werde Frau Webschaf besuchen und mich an Vogelspinnen, Schlangen, Käfern und Schnecken erfreuen. Ausserdem werde ich kontrollieren, ob der Bauch wirklich so dick ist.

Ich werde das Geburtstagsgeschenk für die allerliebste Freundin fertig machen und ihr dann eine schlechte Nachricht mitteilen. Ich werde den Geburtstag meiner Schwiegermutter feiern, sehr entspannt hoffe ich. Denn mit dem Packen des ganzen Zelt-Gerümpels sollte ich dann fertig sein.

Ich werde mit meinen Kindern und deren Freunde zum Zelten fahren. Sonnenschein ist bereits bestellt. Damit ich“ auch einen Freund dabei habe“, wird die Mutter der allerliebsten Tochterfreundin einen Tag später nachkommen und darüber/darauf freue ich mich sehr! Der beste Vater meiner Kinder wird in dieser Zeit noch arbeiten und das Viehzeug daheim versorgen. Am Wochenende kommt er nach und startet dann auch in den verdienten Urlaub.

Ich werde  nach dem ersten Zelturlaub zwei Tage Zeit haben, um sämtliche Badehandtücher und pflegeleichten Klamotten zu waschen und zu genießen, in einem Bett zu schlafen. Und es toll zu finden, dass man nicht hundert Meter zur nächsten Toilette laufen muss.

Nach diesen zwei Tagen fahren wir zum nächsten Zeltplatz, um einer Familie nahe zu sein, die uns sehr schnell ans Herz gewachsen ist. Falls das Wetter mitspielt und wir lange genug bleiben, lerne ich vielleicht auch noch die Wellness Bloggerin aus dem Vorhof der Familienhölle kennen. Was mich sehr freuen würde.

Den Rest der Ferien verbringen wir in heimischen Gefilden. Die Cousins aus Rom reisen an und das bedeutet neben einem vollen Haus, auch ein leeres Haus, denn die Großeltern wollen viel mit den fünf Enkelkindern unternehmen. Das bedeutet für den besten Vater meiner Kinder und sein holdes Weib ein bißchen Qualitätszeit als Paar. Letztes Jahr waren wir sehr oft geocachend unterwegs, dieses Jahr werden wir uns dann eher mit Aquasport und extreme-Baggersee-swimming begnügen.

Das Winzerfest wird die Straßen von Nierstein mit sehr vielen Touristen und zerdepperten Weinflaschen füllen und die beiden älteren Kinder werden wahrscheinlich den Wunsch äußern, alleine losziehen zu dürfen. Wir werden wahrscheinlich einen Rundgang machen, uns durch Menschenmengen quetschen, um dann später auf der Terrasse ein Glas Wein zu trinken. Alleine und in Ruhe.

Besuch aus Kleinbloggersdorf wird den Garten besichtigen, in dem nichts mehr gearbeitet wird, weil … naja, das Knie halt. Ich freue mich mit Bauchkribbeln auf den Besuch.

Die beiden Jungs fahren für zwei Wochen ins Zeltlager, der beste Vater meiner Kinder geht wieder arbeiten und ich verbringe Frauentage mit der Tochter. Vielleicht. Wahrscheinlicher ist, dass Töchterlein mit Freundinnen unterwegs ist. Das ist nicht schlimm, ich werde viel Zeit im Nähzimmer verbringen. Und nach Feierabend geht´s zum Schwimmen. Ich werde sehr viel lesen, vielleicht ein bißchen im Garten buddeln und endlich die letzten Geheimnise meiner Kamera entschlüsseln. Vor allem aber wird es mir einfach nur gut gehen, ganz ohne Zeitdruck.

In der letzten Ferienwoche geht Töchterlein in die Kinderchorwoche zum Einüben der Kinderoper, die Jungs kommen zurück und ich habe in der Zwischenzeit hoffentlich neue MRT-Bilder und eine Diagnose, die besagt, dass alles gut wird und einfach nur Zeit braucht.

In den allerletzten Ferientagen werden Ranzen gepackt, neue Bücher eingebunden, die Stifte gespitzt, Füller mit neuen Patronen versorgt und es macht sich eine gewissen Vorfreude auf Schule und geregelten Ablauf breit. Aber erst in sechs Wochen.

In diesen sechs Wochen werde ich immer mal wieder am Rechner sein. Ich werde bei Ihnen reinschauen, vielleicht mal kommentieren. Ich werde sehr unregelmäßig mitteilsam sein :-) Ich werde hoffentlich immer Bescheid sagen können, wo das Wandertässchen gerade ist. Ab nächster Woche stelle ich die Kommentare auf „freischalten“ um, falls Sie sich wundern.

Und Ihnen wünsche ich eine gute Zeit, wir lesen uns.

Wenn

9. Juli 2009

ich so richtig gefrustet und traurig bin, dann zieht das häufig eine Menge nach sich. Mindestens eine schlaflose oder doch sehr unruhige Nacht. Und wenn´s dicke kommt, auch noch KaKoKo* am nächsten Tag.

KaKoKo ist schlimm, nur in absoluter Stille und Dämmerung auszuhalten.

Kommt zum Glück nur zwei, dreimal im  Jahr vor (weil ich so selten richtig gefrustet und traurig bin) und verschwindet dann ja auch wieder. Wird schon besser. Morgen.

*****

*KaKoKo ist KaffeeKotzKopfweh, Kopfweh, das so schlimm ist, dass nicht mal Kaffee geht. Nur Wasser und irgendwann irgendwelche sehr trockenen Kekse.

Hoch die Tasse IV

8. Juli 2009

Das Wandertässchen ist im wilden Süden, wurde weder mit Wasser, noch mit Wein oder gar Bier gefüllt, dafür aber mit ganz viel Espresso. Und sorgte dafür, dass gleich zwei Frauen eine Menge Spaß hatten.

Da.

ach Sch … impfwort.

8. Juli 2009

Nix ist gut.

„Ich sag´s Ihnen gleich“, sprach der Orthopäde, „das läuft auf eine weitere Athroskopie raus. Aber erst ab 15. August, vorher sind wir im Urlaub.“

„Ich auch, also Urlaub.“ erwiderte Frau … äh … Mutti.

Vielleicht ist der Meniskus erneut oder weiter eingerissen. Oder diese eine Sache da, die man auf den MRT-Bildern ahnt, wurde nicht behoben. Oder irgendwas mit einem Schleimbeutel. Oder ein freier Gelenkkörper?

Jetzt erstmal so schnell wie möglich ein neues MRT und halt weiterhin … gehen so gut es geht.

(den OP-Bericht habe ich nicht bekommen und der Orthopäde meinte, dass er ihn nun auch nicht mehr will. Entweder isser nun trotzig oder so ein OP-Bericht ist auch nicht so viel aussagekräftiger als der Bericht an den weiterbehandelnden Arzt. Schikane, vermute ich. Alles reine Schikane.)

(die Rubrik „Mutti goes fit“ kann ich eigentlich in die Tonne kloppen oder durch „Mutti tries not durchzudrehen“ ersetzen)