immer irgendwie anders
1. November 2008
Mangels Einkaufsmöglichkeiten wegen kreuzdämlichem Feiertag (Samstags ein Feiertag, so blöhöd!), ist die Planung von gestern natürlich hinfällig.
Statt Teppich zu legen (der ja nun noch im Geschäft liegt), habe ich wenigstens meine Verlosungsschuld eingelöst :-)
Montag morgen geht es dann zur Post, ein Päckchen mit zwei Jeans, in die der Große ungefähr viermal reinpasst müssen auch wieder weg.
Der Inhalt des Nähzimmers ist in Kisten verpackt, ebenso der größte Teil des Tochtergerümpels. Eine Kommode aus Tochters Zimmer ist in der Küche zwischengeparkt und verströmt wenig Charme.
Heute abend sollten dann noch die Schlafzimmerschränke dran sein. Allerdings ist der beste Vater meiner Kinder seit drei Stunden mit den beiden größeren Kindern in der Kletterhalle und es ist im Bereich des Möglichen, dass er sich nachher nicht mehr bewegen kann. Und morgen auch nicht, weil längst aufgelöst-geglaubte Muskeln wiedererwacht sind.
Teppichkauf dann also Montag morgen, verlegen desselben hoffentlich noch am gleichen Abend. Und danach geht es eigentlich schnell. Am Längsten werde ich dafür brauchen, das ganze Schnickeldi aus dem Nähzimmer wieder hübsch zu verteilen. Töchterlein will den Hirsch behalten und ich bin untröstlich, aber auch einsichtig, denn vor der dramatisch-roten Wand sieht er einfach gut aus. Ich bin mir sicher, dass sich neues Schnickeldi für das neue Krusch-Zimmer findet.
So. Back to work. Paxe leeren.
Wochenende – die Planung
31. Oktober 2008
Heute fieberfrei und fröhlich, voller Tatendrang, Ideen und Lust zum Schaffen, deshalb:
Samstag morgen: mit dem Töchterlein einen Teppich kaufen, da Töchterlein ins Nähzimmer ziehen will, aus dem ich vor ein paar Wochen den ollen Teppich rausgeschmissen habe. Jetzt sind da nur weiße Fließen auf dem Boden, die kalt und fußunfreundlich sind.
Nachmittags: den zweiten Kissenbezug nähen und danach sämtlichen Nähzimmerkram in Kartons packen, während der beste Vater meiner Kinder mit seinen Kindelein in der Kletterkiste rumkraxelt.
Wenn noch Zeit ist, Töchterleins Kram ebenfalls in Kisten packen.
Abends: Möbel aus dem Nähzimmer raus, in die Halle und in Ecken, in denen gerade zufällig Platz ist, Teppich rein. (und die vermaledeite Lamperie wieder annageln)
Sonntag morgen: Tochtermöbel ins ehemalige Nähzimmer, Tochterkisten dazu, damit das Kind am Montag nach der Schule einräumen kann. Sie kommt erst Sonntag abend heim.
Den Inhalt der Elternschränke in Kisten räumen, die Unterbettschubladen ausräumen.
Sonntag mittag: das Elternbett abbauen, die fünf PAX-Schränke von der Wand ab- und auseinanderschrauben, zwei PAXe nach oben ins ehemalige Tochterzimmer schleppen. Dort wieder zusammen- und an die Wand schrauben. Das Bett hochschleifen, zusammenbauen und realisieren, dass 33 Zentimeter Durchgangsweg wirklich sehr wenig sind. Klamotten und Bettwäsche wieder einräumen.
Sonntag abend: das Sofa aus dem Nähzimmer und überhaupt die ganzen Nähzimmermöbel ins ehemalige Schlafzimmer schleppen, die drei verbliebenen PAXE zusmmenscheben, festschrauben, mit Krusch füllen.
Das Sofa aus- und beziehen, damit die allerliebste Freudin darauf schlafen kann.
Im Laufe der kommenden Woche: Den Schreibtisch samt Computer aus dem Wohnzimmer nach unten schaffen, ebenso die Wii. Nach unten, ins neue „hier macht die Familie was zusammen“-Zimmer. Denn sowie ich im Nähzimmer sitze, drängt sich die Familie ins Kämmerchen, hat der Umzug stattgefunden, haben wenigstens alle Platz. Mehr Platz zum Wii spielen gibt´s auch und der beste Vater meiner Kinder hat einen Rückzugsort für´s HomeOffice. Auch nicht zu verachten ist, dass dieser Raum im Sommer wunderbar kühl ist.
Die Regal werden mit Büchern und Spielen gefüllt und ich glaube, der ganze Stress lohnt sich sehr. (ich werde berichten)
Das Wohnzimmer oben wird übrigens demnächst auch Baustelle, denn ein Teil des Parketts wird rausgenommen und stattdessen wird gefliest, weil ein Ofen soll nicht auf Holz stehen. Und diese Glasplattenlösung finde ich schauderhaft.
Wenn der Ofen steht, muss das Sofa auf die andere Seite, die Schränke also auch und es fehlt noch ein Sessel.
Ob wir dann endlich mal fertig sind? Ich fürchte nein, denn dann wäre dringend der Flur zu renovieren und das Kinderbad bräuchte neue Tapeten und das Treppenhaus neue Farbe und dann kommt ja auch wieder der Frühling … und im Frühling habe ich so viele Ideen.
(ich liebe die Grüne Villa. Sehr, sehr.)
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uah! Morgen ist FEIERTAG! Wer denkt sich den SOWAS aus?
(Montag morgen Teppich kaufen, das Wochenende dann zum Ausräumen nutzen.)
Heute abend
31. Oktober 2008
schließt die Familie R. aus N. die Rollläden, stellt die Klingel ab und genießt einen wundersam friedlichen Abend, ganz ohne Grusel und Betteln.
Tut mir leid, liebe Kindelein da draußen, die ihr glaubt, an diesem Abend mal so richtig auf die Kacke hauen zu können.
Tut mir auch leid, liebe Mütter, die ihr eure Kindelein in putzige Skelett- oder sonstige Kostüme packt, voller Erleichterung, dass das teure Fastnachtskostüm von Kaufhof doch noch aufgetragen werden kann (ach, und wie niedlich, die Kleinen, die „Süßes sonst Saures“ lispeln)
Tut mir leid für alle Halloween-Fans unter den Lesern dieses Blogs, das einzig Gruselige am heutigen Tage wird der Inhalt meiner Nase sein, der sich nun, da der Virus den Bakterien den Platz überlässt, langsam sehr grün verfärbt. Vielleicht wird es auch gruselig, was das große Kind heute in der Schule erlebt. Doch das sollte reichen.
Meine Kindelein werden nicht durch die Straßen ziehen und versuchen, mit Gewalt eine fremde Tradition ins eigene Land zu zerren.
(Natürlich höhlen wir Kürbisse aus und schnitzen Gesichter rein. Aber nur mangels Zuckerrüben. Aber unsere gruselige Spinnwebdeko ist echt.)
Zehn Stunden
30. Oktober 2008
außer Bett gewesen.
Jetzt Kopfschmerzen, Wackelknie und Schüttelfrost.
„Und? Was haben Sie daraus gelernt, werte Frau … äh … Mutti?“
„Tja. Äh. Nichts? Dass ich an Selbstüberschätzung leide?“
Reumütig kriecht sie zurück unter das dickste Deckbett und hängt das Wochenende zum Genesen dran.
(drei Stunden im Nähzimmer gewesen, davon anderthalb Stunden in Gesellschaft von zwei pubertären Jungs, die Lust auf ein nettes Schwätzchen hatte. Sehr schön, das.)
Sehen wir das Ganze mal positiv:
29. Oktober 2008
– eine Grippeimpfung wird nicht mehr nötig sein
– das Fieber ist beinahe weg
– dieser kleine Mistkerl* in der Klasse des Großen ist Thema der pädagogischen Klassenkonferenz
Erschreckend ist, dass man seinem Kind sagt: „Weisste, wenn WIRKLICH was kaputt geht oder jemand verletzt wird, DANN wird sofort gehandelt.
Sorry, Bruchstücke. Ich werd´s demnächst bestimmt ausführlicher formulieren, jetzt brauchte ich nur Luft.
Frau Chili, es dauert noch ein paar Tage, denn der Kopf ist nicht frei für schöne Dinge. Tut mir wirklich leid.
*Synonym für den allerschrecklichsten Schimpfnamen der Ihnen einfällt, den Sie aber nie einem Kind geben würden. (den Sie nur denken, mit schlechtem Gewissen)