Herbst
21. September 2008
Ein Herbstspaziergang ins Ried zu „unserem“ Nussbaum.
Und ein kurzer Abstecher in den Wingert, Dornfelder- und Silvanertrauben.
An der verwilderten Obstwiese konnten wir auch nicht vorbeigehen.
(die Schleuder braucht man, wenn man Nüsse ernten will)
Auf der Terrasse dann im Sonnenschein das allerleckerste Herbstessen: Zwiebelkuchen
Dazu gibt es ein Getränk aus dem Kanister. „Federweißer“ = neuer Wein.
(höllisches Getränk, da bizzelig-süß und mit hinterlistigem „WOW-ALKOHOL“-Effekt)
Auch in Rot, dann heisst er aber „Roter Rauscher“.
Nach diesem erquickenden Mittagsmahl waren wir gestärkt, um auf der Leiter herum zu turnen und den Apfelbaum abzuernten.
Hinterher gab es ein Stündchen Schlaf im Gras, denn schließlich ist soviel Ernten anstrengend. Jetzt glühen die Wangen und der Energietank ist beinahe wieder aufgefüllt. Herbst ist schön, doch, ja.
Große Trauer
21. September 2008
in der Grünen Villa!
Die Kindelein beklagen das Dahinscheiden von Muri, dessen Ableben heute, beim Wochenend-Schneckenkiste-Hausputz, bemerkt wurde.
Das jüngste Kind hob das Schneckenhaus hoch und ein schleimiges Etwas blieb liegen. Der Geruch ist unbeschreiblich. Und die Trauer der Kinder groß.
Erfreulicherweise gibt es eine klitzekleine Babyschnecke, die über den Verlust hinwegtrösten kann. Ca. zweitausend Schneckeneier wurden ausgehoben, ein paar davon besonders vorsichtig, damit sie morgen auf die Reise gehen können.
Derzeit schwanger: Flecki
Um den Schneckenschleimverwesungsgeruch aus der Nase zu bekommen, werde ich mich jetzt den Katzenklos widmen, bevor ich verfaulte Äpfel im Garten zusammenklaube.
Ja doch. Ihnen auch einen schönen Sonntag.
Sind so Tage …
19. September 2008
Ganz die Mama.
18. September 2008
Der Apfel fällt nicht weit vom Apfelbaum. Logo.
Und somit ist es nicht verwunderlich, dass das Töchterlein die Kunst des steten Hinterfragens und Zweifelns ebenso zelebriert wie die Mutter.
Es mag Glück im Unglück sein, dass ich ihr mit großer Lässigkeit durch ihre verworrenen Gedankengänge folgen kann. Die Ratschläge, die ich ihr gebe, sollte ich mir eigentlich aufschreiben und sie mir bei passender Gelegenheit vorlesen.
Das Mädchen ist im Schulstress. Hausaufgaben-Überprüfungen, Zehn-Stunden-Tests, Vokabeltests, Abfragen, Klassenarbeiten, Hausaufgaben. In der Freizeit dann Chor und Leichathletik und alles mit beinahe verbissenem Ehrgeiz. Und obendrein in den Klauen der Pubertät und mindestens quer zum Strom schwimmend.
Es ist schon irre, was ein knapp elfjähriges Mädchen bewältigt.
Wahre Worte
16. September 2008
(…)
„Ja, du bist eine Hexe, bis in deine Stiefel“, sagte sie, „Du bist traurig und dahinter beobachtest du dich dabei, wie du traurig bist und denkst: Oh, ich Arme. Und dahinter bist du zornig, weil ich nicht versuche, dich zu trösten. Zu den dritten Gedanken spreche ich, denn ich möchte mit dem Mädchen reden, das nur mit einer Bratpfanne bewaffnet gegen die Feenkönigin antrat, nicht mit dem Kind, das vor Selbstmitleid zerfließt.“
(…)
Terry Pratchet
„Ein Hut voller Sterne“
(nicht ganz so, aber sehr ähnlich)
(irgendwie Reflektionsgeheddere)