früher war alles besser

31. August 2006

passend zu Frau … äh … Muttis Hadern mit dem Alter:

ach. Die gute, alte Zeit.

immer drei, muss so sein

31. August 2006

„Immer drei Dinge gehen kaputt!“, sagt der Volksmund oder eine alte Bauernregel oder alle behaupten es. Und es stimmt.

Es begann mit dem Luxusfernseher im Schlafzimmer, der irgendwann nur noch komisch roch, statt uns vom SexSchlafen abzuhalten.
Ihm folgte der Fernseher im Wohnzimme, ähnlich alt und gleiche Symptome. Gestank statt Bild.

Zwei Geräte. Frau … äh … Mutti lebte in ständiger Anspannung! Welches Gerät würde folgen, um die Legende wahr zu machen?

„Der Trockner wird nicht mehr heiss“, rief der beste Vater meiner Kinder heute morgen.

Zwischen Wäschekörben, die mit Wäsche in unterschiedlichen Trocknungsstadien gefüllt sind, sitzt Frau … äh … Mutti und schluchzt leise. Hätte es nicht so etwas Unwichtiges wie der Ventilator sein können?

Ende der Schonzeit

30. August 2006

dringend erwünscht.
Fußschonend auf dem Sofa zu sitzen ist in etwa so spannend wie Briefschach zu spielen.

Ich habe mich durch Blogs gelesen. Durch sehr viele Blogs. Einige, wenige, sind in meinen Bookmarks gelandet (und ich begann über Sinn und Zweck einer blogroll zu grübeln) und viele andere habe ich mit einer „äh – WOFÜR UND WARUM UND FÜR WEN“-ArroganzFaszination gelesen.
Durch ein paar Foren habe ich mich geklickt und festgestellt, dass die jungen Mütter von heute noch immer über Karottenflecken im Lätzchen verzweifeln. Die Kinder zahnen nach wie vor und schlafen deswegen nicht und noch immer schieben Mütter ihren kruppenden Kindern Zuckerkügelchen ins Mäulchen. Es wird gelästert und gestritten, geheuchelt und gelogen. Alles wie immer, für viele aber neu und spannend.
Mahjong habe ich gespielt und irgendwelche Kästchen abgeschossen, das Fernsehheft gelesen und mit viel mehr Freude „Schlimmes Ende“ von Philip Ardagh.

Morgen muss ich weiterschonen und ich kann Ihnen sagen: das ist echt anstrengend.

Hausaufgaben

30. August 2006

„Mir fällt da eigentlich nur EIN Satz ein“, seufzt die Mittlere.
Frau … äh … Mutti weiß noch drei Sätze mehr, die aber eigentlich nur schmückendes Beiwerk sind.

Das Thema: Schreibe was zum Thema Fahrradhelm*

Ich liebe Hausaufgaben. Ich schätze klar formulierte Hausaufgaben.
Ich sehne mich nach den Ferien.

*Der Helm
Der Helm ist sehr wichtig beim Fahrradfahren, denn wenn man ohne Helm hinfällt, kann man sich am Kopf schwer verletzen. Beim Rollern, Inlinern und Fahrradfahren soll man einen Helm tragen.
Wenn der Helm beschädigt oder kaputt ist, muss man unbedingt einen neuen kaufen. Es gibt sie in vielen Farben.

Ende.

Ach!

30. August 2006

seufzt Frau … äh … Omi und streicht sich mit zitternder Hand eine graue Strähne hinters welke Ohr, „wo ist sie nur hin, die Gesundheit. Und was waren das noch für Zeiten, als man noch nicht seine ganze Operationen einplanen musste.“

Das Thema Wetter wurde in diesem Blog in letzter Zeit ausreichend besprochen, wenden wir uns also des Bloggers zweitliebstem Thema zu: der Gesundheit.

Frau … äh … Mutti besuchte heute morgen den Hausarzt ihres Vertrauens, um sich erzählen zu lassen, warum das Auftreten mit der linken Ferse so gar nicht schmerzfrei ist. Der Hausarzt ihres Vertrauens bohrte den Zeigefinger zielsicher in die Ferse, Frau … äh … Mutti sagte: „Au!“ und der Arzt brabbelte lächelnd ein ellenlages Wort vor sich hin, in dem beunruhigenderweise ein „itis“ drin vor kam. Auf Nachfrage erfuhr Frau … äh … Mutti, dass ein Band in ihrer Ferse entzündet sei. Woher das kommt ist ungewiss, das ist an sich auch keine schlimme Sache, kann es aber werden, wenn man es ignoriert. Dann kann es zu irgendwelchen Verkalkungen führen und zu einem Fersensporn und zu speziellen Einlagen und Operation und *größtes Horrorszenario bitte hier einsetzen*. Ein bißchen Schonen, immer mal wieder die Schuhe wechseln, weil die Füße vom vielen barfuß laufen wohl keine Lust auf Schuhe haben und deshalb eben rummucken. Jawoll, Herr Doktor.
Desweiteren erwähnte Frau … äh … Mutti solch unangenehme Dinge wie Krampfadern und überzählige Milchdrüsen und wurde umgehend darüber aufgeklärt, dass es Stützstrümpfe mittlerweile in ganz schicken Farben gibt. Und dass eine OP in der Achselhöhle natürlich sehr unangenehm und das Risiko der Abszeßbildung wegen natürlichem Feuchtraums stark erhöht ist. Dennoch ist eine Entfernung der Milchdrüse anzuraten, wann hätten´Se denn Zeit? Die Krampfadern wurden bereits vor drei Jahren schon mal gezogen, sind aber in volle Pracht mit sämtlichen Beschwerden wieder da. „Die können nochmal gezogen werden“, sagt der Arzt und Frau … äh … Mutti erinnert sich mit Grausen und Grauen an ein blitzeblaues Bein, fiese Schmerzen und zehn Wochen Kompressionsstrumpf (und eingequetschte Zehen). Da die Ästhetik eher zweitrangig ist, wird nur operiert, wenn Schmerzen da sind. Die sind da, also … wann hätten´Se denn Zeit?

Huach, ich fühle mich alt. Ausserdem beginnt das hektische Halbjahr, in dem die Geburtstage aufeinander folgen, irgendwann Weihnachten ist, die Tage viel zu kurz, das Wetter (wusst ich doch, dass ich dieses Thema hier auch noch mal rein kriege) viel zu schlecht und die Stimmung nicht besser ist. Mindestens eine Woche schmeisst mich die Milchdrüsen (muuuh)-OP aus dem Rennen, ein paar Wochen bin ich danach bewegungseingeschränkt. Die Krampfadergeschichte dauert ähnlich lange. Beide OPs sollen in der kühleren Jahreszeit stattfinden, wegen natürlicher Feuchträume und wärmder Kompressionsstrümpfe. Kühlere Jahreszeit bedeutet automatisch aber auch Schnupfen, Husten, Heiserkeit bei allen Familienmitgliedern. Beide OPs gleichzeitig geht auch nicht, weil ich nach der Krampfader-OP erst mal die Unterarmgehhilfen brauche.

Mein Leben ist kompliziert und ich werde alt. Falten kriege ich auch und auf meiner linken Hand sind vier Altersflecken. Sollte ich Sie demnächst auf der Straße nicht mehr grüßen, liegt das an der altersbedingten, nachlassenden Gedächtnisleistung. Früher war alles besser.