noch mal zurück geschaut

25. Januar 2006

Wie weit gehen denn Eure Erinnerungen zurück? fragt Veety. Mal sehen …

Ich erinnere mich daran, dass der Frühling offiziell begann, wenn ich die dicken Strumpfhosen gegen die gelochmusterten Kniestrümpfe tauschen durfte. Ich sehe mich in der Küche stehen und die gelben Kniestrümpfe anziehen. Ich glaube, ich war fünf.

Ich erinnere mich an den zweiten Tag im Kindergarten, als ein Mädchen auf einen Plastiklaster trat, wegrutsche und mit dem Hinterkopf auf den Boden knallte. Das gab eine große Platzwunde. Da war ich drei.

Ich erinnere mich an den Kanarienvogel meiner Großmutter väterlicherseits, der immer Zucker fraß und deshalb wenig Federn hatte. Und ich habe den Geruch dieser Wohnung in der Nase: alte Menschen, Kuschen und schmuddelig. An Gesichter erinnere ich mich nicht, ich muss sechs Jahre alt gewesen sein.

Ich erinnere mich daran, wie mir ein Kindergartenfreund zeigte, wie man am Geschicktesten aus dem Kindergarten ausbüxt. Das habe ich mich aber nie getraut.

Danke für den Anstoss, Veety. Hat fast nur Spaß gemacht.

und lehnt sich weit hinaus:

Ja. Es ist kalt. Sehr kalt, saukalt, arschkalt.
Es herrscht eisige Kälte, klirrende Kälte, frostige Kälte.

Weil:

Es ist Winter.

Hätten wir 15°C plus, würden alle über die unnatürliche Hitze schimpfen.

Ich kann´s nicht mehr hören.

Merke:

24. Januar 2006

Es ist eine wirklich schlechte Idee, mal eben mit dem Spüllappen den Kaffeefleck an der Schranktür wegwischen zu wollen. Das führt nämlich dazu, dass der Fleck neben dem Kaffeefleck, der, der nach Tomate aussieht ebenfalls weggewischt wird. Und dieser hellgelbe, der braucht sogar einen Schwamm. (Hat da jemand gegen meinen Schrank geniest?)
Ruckzuck hat man die ganze Küchenfront geschrubbt, obwohl man dass doch erst beim obligatorischen Frühjahrsputz tun wollte. So was Blödes aber auch.

:-)

subbscht der Eiter.
Aber das jüngste Kind ist überaus fröhlich, da fieber- und schmerzfrei. Er hat sich einen Kumpel eingeladen und zerlegt mit diesem systematisch mein gepflegtes Eigenheim.
Heute abend gibt es wieder ein feines Löffelchen Antibiotikum für´s Öhrchen, ein Löffelchen „liebe-Bakterien-Suppe“ für den Darm und dreimal täglich wird das Ohr gespült. Mit dem Zeug, mit dem andere sich das Haar blondieren: Wasserstoffperoxid. Dann schäumt der Eiter aus dem Ohr und Frau … äh … Mutti muss sich sehr beherrschen, damit sie nicht in die untergehaltene Nierenschale kotzt.

Highlight heute: ein Kaffee im Mini-Wintergarten. Es wird Frühling … dann schmilzt der Schnee, die Vögel zwitschern und die MOE-Bakterien verziehen sich. Alles wird gut.

Wochenend und … ?

20. Januar 2006

Töchterlein ist mit seiner
Patentante im Schnee und kommt erst am Sonntag wieder.
Die beiden Jungs sollten für eine Nacht zu den Großeltern, damit die Eltern ein lasterhaftes Leben führen können.
Stattdessen läuteten wir das Wochenende mit der Suche nach einem Kinderarzt ein. Ein Kinderarzt, der mal eben einen Blick in das gelbtropfende Ohr des fiebernden jüngsten Kindes werfen mag. Wir lernten: tropfende Ohren am Freitag ab 17:00 Uhr sind problematisch, da die Arztpraxen bereits geschlossen sind und die Notdienstzentrale noch nicht offen ist.
Letztlich fand sich doch noch ein Kinderarzt, das jüngste Kind schluckt erneut Antibiotikum und es sieht nicht so aus, als würden der beste Vater meiner Kinder und ich ein lasterhaftes Wochenende im Bett verbringen.  Dafür aber, sehr zur Freude des großen Kindes, vermehrt gemeinsam auf dem Sofa, einen spannenden Film genießend. Kranke Kinder haben die Programmwahl und dürfen sogar auf dem Sofa essen. Ich tippe auf Star Wars mit Pommes.