Kehrseiten.

28. Januar 2016

Ich habe mein Gewerbe abgemeldet, denn im Nähzimmer stehen keine Nähmaschinen mehr auf dem Tisch. Dafür stehen dort drei Laptops, mit deren Hilfe Deutsch gelernt wird. Das klappt übrigens prima, denn die Bereitschaft sich gegenseitig zu helfen ist groß und die Motivation zu lernen bei den meisten noch viel größer.

Ich bin ein bißchen traurig, weil es mit dem Nähen nicht mehr hinhaut (und vielleicht wird mir auch das Geld fehlen), aber gleichzeitig bin ich glücklich, dass das mit den Rechnern so unkompliziert läuft. Und ich bin sehr dankbar, dass mir Menschen aus dem Internet ihre alten Laptops für mein kleines „Internetcafé“ überlassen wollen. Das ist so großartig!

Mittlerweile erzähle ich übrigens nur noch Ihnen so hemmungslos von meinen Aktivitäten, denn manche Reaktion von Menschen in meinem Leben ist eher … verhalten. Ein betretenes „ach. Interessant.“ samt raschem Themawechsel verunsichert mich, nachzufragen traue ich mich aber nicht. Ich habe Angst, dass ich Menschen, die mir sympathisch sind verliere, weil sie das nicht gutheißen (aus welcher Motivation auch immer) was ich tue. Und so meide ich das Thema Flüchtlinge, erzähle nicht, dass es mich jedesmal eine große Überwindung kostet, meine Tür für gänzlich fremde Menschen zu öffnen, sie in meine Lieblingsräume (Küche und Nähzimmer) zu lassen. Wie schwer es ist, einen Kontakt über Sprachbarrieren hinweg zu knüpfen und zu halten, die Balance zwischen Freundlichkeit und Distanz zu wahren und nicht selbstgefällig oder gar gönnerhaft zu wirken/werden. Aber dass mich dieses unbestimmte „ich will aber irgendetwas tun“ immer weiter antreibt. Die Menschen bei Twitter haben da eine häufig genutzte Phrase: „Es ist kompliziert.“ Und ja, das ist es.

Kompliziert ist es übrigens auch, über die nicht so schönen Flüchtingsgeschichten zu erzählen. Als nämlich der 33jährige, der seine Familie seit vier Jahren nicht mehr gesehen hat, der seit sechs Monaten ohne Anhörung und somit bisher ohne Asylantragstellung hier lebt, durch Beschäftigungsverbot zur Untätigkeit verurteilt, seinem Frust Luft macht. So laut und derb, dass der 20jährige Dolmetscher schamrot die Küche verlässt und „Ich möchte an dieser Stelle nicht weiter übersetzen“ sagt. Diese Momente gibt es auch. Dann wird es mir mulmig, denn wie genau kenne ich denn meine Sprachschüler? Vielleicht lästern und lachen sie ja über mich, wenn sie sich in ihrer Muttersprache, derer ich nicht mächtig bin, unterhalten? Aber vielleicht denken sie das ja auch, wenn sie mit uns essen und wir uns viel zu schnell auf Deutsch unterhalten und laut lachen.

Ich habe neulich „Dann musst du deinen Pass nehmen und gehen“ zu meinem Sprachschüler nach seinem Ausraster gesagt, als er behauptete, in Deutschland gäbe es keine Rechte. Habe ihm versucht zu erklären, dass er in sehr vielen Ländern nicht willkommen ist, sogar im Gefängnis landen wird. Und dass er hier in Deutschland vor allem eines braucht: Geduld. Und dass er die Zeit des Wartens nutzen soll, um Deutsch zu lernen. Er hat sich beruhigt und verständig genickt. Und seine Hausaufgaben erneut nicht gemacht.

Freundlichkeit und Distanz, immer wieder ein Thema. Genauso wie das klare Vermitteln: ich bin eine Frau und habe hier _trotzdem_ das Sagen, nimm mich ernst, ich weiß hier mehr als du, das musst du aushalten lernen. (Ich versuche mir vorzustellen, wie schwer es für _mich_ wäre, wenn ich plötzlich in einem Land lebte, in dem ich keine Rechte mehr hätte. Das hilft mir geduldig zu bleiben, wenn zu viel Testosteron in der Luft schwebt.)

Dass mich Manches frustet und Vieles beschäftigt … kann ich zum Glück im Blog lassen (und natürlich bei der Familie). Danke.

Nachtrag weil es so gut passt: lesen Sie bitte, was Anna aka Berlinmittemom gebloggt hat: Wir sind nicht mehr dieselben – Brief an eine Freundin.

Neulich im Café

26. Januar 2016

„Sie sucht sich jetzt ihre Leistungskurse aus“, erfuhr ich. Außerdem erfuhr ich, dass dies wirklich schwer sei, da die Interessen breit gefächert seien und das Talent in allen Fächern gleich hoch. Ich nickte verständig, denn bei der Tochter war das genauso: gut in allem, interessiert an allen Fächern.

„Physik würde sie gerne nehmen, aber nachdem sie die Bilder im Jahrbuch gesehen hat … Hahaha! Das sind ja alles Freaks. Wie die aussehen,in diesen Kurs will sie dann eher nicht! Chemie nähme sie auch gerne, aber das ist ja was für Jungs, sie nimmt jetzt Bio.“, prasselte es auf mich ein und ich versuchte gute Miene zum bösen Spiel zu machen. Kein Ort für Diskussionen, die Bekanntschaft nicht nahe genug, um freundlich zu argumentieren.

Fassungslos macht mich, dass mir dies von einer Frau meines Alters erzählt wurde. Eine Frau, die, würde man sie fragen, sich ganz sicher als selbstbewusst und unbedingt Gleichberechtigung einfordernd beschreiben würde, als aufgeklärt, fortschrittlich und emanzipiert. Warum ist sie nicht in der Lage, ihrer Tochter den Rücken zu stärken,damit diese sich einen Kurs wählt, der sie interessiert? Was nutzt die ganze „Wir wollen Mädchen in MINT-Fächern“- Förderung der Schulen, wenn seitens der Mütter (Eltern) dieses merkwürdige Denken herrscht, dass es Fächer für Jungen und Mädchen gibt?

Wenn ich erzählte, dass die Tochter sich Deutsch, Mathematik und Physik als Leistungskurse ausgesucht hat, hörte ich sehr oft: „Ui. Das ist aber schwer.“

Ja, vermutlich. Vermutlich ist eine Fremdsprache aber genauso schwer. Oder Sport. Oder Kunst. Das ist dann wohl eine Talent- oder Interessenfrage.

Ich gerate regelmäßig mit einer Freundin aneinander, die mir erklärt, das Maschinenbaustudium sei eines der schwersten. Für jemanden, der sich vielleicht eher mit Pädagogik oder Medizin auseinandersetzt wahrscheinlich. Vermute ich. Die Tochter erwägt Maschinenbau zu studieren, dann kann ich vielleicht fundierter gegenargumentieren.

Ja, das sind zweierlei Dinge. Einmal die Jungen/Mädchenfächersache und die leichte/schwere Fächersache. Beide machen mich gleichermaßen wütend, weil beide die Kinder beeinflussen, weil beide völlig unnötig sind.

Es ist mir völlig schnuppe, ob jemand sein Mädchen als rosa Wölkchen in Tüll und Spitze hüllt und den kleinen Jungen in tristes Grau, denn irgendwann entwickeln Kinder sowieso ihren eigenen Geschmack und kleiden sich wie sie wollen. Aber ich kann es nicht aushalten, wenn in „typisch Mädchen“ und „so sind halt Jungs“ unterschieden wird, wenn Kindern durch diese Unterscheidung von klein auf der Zugang zu umfassender Bildung erschwert wird.

Anekdote am Rande: als die Tochter in die weiterführende Schule wechselte, war die zweite Fremdsprache ab Klassenstufe sechs noch keine Regel, sie kam erst in Klassenstufe sieben dazu. Für besonders sprachbegabte Kinder gab es aber die sogenannte F+-Klasse, in der Französisch als zweite Fremdsprache ab der sechsten Klasse dazukam. Dass die Tochter sich eher naturwissenschaftlich orientieren würde zeichnete sich damals übrigens noch nicht ab. Eine Klasse mit knapp dreißig Schülern kam zusammen. Schülerinnen, um es ganz genau zu nehmen. Die zwei Jungen, die sich ebenfalls für die F+-Klasse interessiert hatten, sprangen ob der bedrohlichen Mädchenmasse lieber wieder ab. Ein Blick ins Jahrbuch zeigte, dass auch die F+-Klassen der älteren Jahrgänge nahezu ausschließlich von Mädchen belegt waren.

Für unsere Tochter war das eine ziemlich coole Sache, in einer koedukativen Schule eine reine Mädchenklasse zu besuchen, doch ich finde es bezeichnend:  Fremdsprache=Mädchending

Zweimal waren wir übrigens zum Elterngespräch, weil auch manche Lehrer in naturwissenschaftlichen Fächern durchaus die Meinung vertreten, Mädchen seien in diesen Fächern weniger leistungsfähig.

Und noch eine Ergänzung zum obigen Absatz was ich nicht aushalten kann – der Satz „Mich konnte man mit Mathe auch jagen, es würde mich nicht wundern, wenn sie Mathe auch nicht mag.“ Über ein Kleinkind, das noch nicht mal weiß, was Mathe ist, lässt mich schwer schlucken und rüttelt sehr an meinem Grundsatz „Nicht in die Erziehung anderer Mütter einmischen“. Aber hier schreibe ich das jetzt halt mal nieder, vermutlich würde ich sonst platzen. (WiekannmanvonsichaufdaseigeneKindschließenundihmkeineeigenenInteressenzugestehenundschonbeinhahefestlegenwasesmögendarfundüberhaupt?) :)

Ach ja. Es könnte alles so viel leichter sein.

Ständig zeigt man mir auf Instagram tollstes, selbstgebackenes Brot, bloggt Rezepte und schwärmt von „nie wieder muss ich zum Bäcker gehen“. Das geht jetzt seit ungefähr drei Jahren so und genauso lange nehme ich mir vor, diese „selbst Brot back“ -Sache jetzt endlich anzugehen.

In dieser Phase steckte ich vor ein paar Jahren schon einmal, doch über den Kauf eines damals gehypten Brotbackbuches ging es nicht hinaus. Der beste Vater meiner Kinder buk weiterhin sein zwar köstliches, aber in der Wiederholung dann leider langweiliges Dinkelbrot und ich las weiterhin Blogartikel und nahm mir vor: „wenn ich mal Zeit habe, dann.“

Vor Weihnachten war ich mit den Freundinnen zum traditionellen Vorweihnachts-letzte Geschenke finden-Einkaufsbummel unterwegs. Dieser Bummel führt uns auch stets in die Buchhandlung und die dortige Koch- und Backbuchabteilung ist wirklich sehr groß. Wir verbrachten sehr viel Zeit beim Blättern und Schwärmen und Schwelgen und ich erzählte den Freundinnen von dem Brotbackbuch, das mit großen Vorsätzen gekauft wurde und mit dem ich irgendwie nicht warm wurde. „Nehmen Sie das!“, fiel mir eine Frau ins Wort und drückte mir ein eingeschweißtes Brotbackbuch in die Hand, „Ich habe jedes Rezept daraus nachgebacken und besonders das Walnußbrot liebe ich sehr.“ Ich bedankte mich und hielt das Buch in der Hand, während ich in meinen Einkaufskorb die Biographie von Astrid Lindgren legte. Die Geschichte „Vom Inder, der auf dem Fahrrad bis nach Schweden fuhr“ und die obligatorischen Kalender für die Kindelein, die Küche und das Nähzimmer obendrauf. An der Kasse hielt ich es immer noch in der Hand und dann legte ich es einfach zum Bezahlen dazu. „Oh! Sie kaufen es ja wirklich!“, sprach mich die Frau erneut an und ich fragte sie, wohin ich eventuelle Beschwerden zu schicken habe.

Im Zug auf dem Heimweg packte ich das Buch aus und blätterte es gemeinsam mit den Freundinnen durch. Und beschloss augenblicklich, dass dies mein Brotbackbuch ist, das Buch, mit dessen Hilfe ich nun endlich in diese hohe Kunst einsteige.

Es dauerte bis Mitte Januar, bis ich tatsächlich startete. Ich habe zwar im Moment so wenig Zeit wie schon lange nicht mehr, aber egal. Brot backen lernen, jetzt!

Ich setzte einen (Weizen)Sauerteig an und vergaß prompt ihn zu füttern. Als er mir wieder einfiel, konnte ich ihn nur reumütig dem Kompost zuführen. Den zweiten Sauerteig setzte ich letzte Woche an. Um das Füttern nicht zu vergessen, beschriftete ich die Schiefertafel in der Küche und stellte mir den Handywecker. Und hatte nach ein paar Tagen eine Schüssel in der Hand, in der es blasig schwappte und sehr sauer roch. Ich hatte (und habe) keine Ahnung, ob das alles seine Richtigkeit hatte, doch wer nicht wagt und blablabla … ich löste die vorgegebene Menge Sauerteig in Wasser auf, gab Mehl und Salz dazu, rührte, knetete, zupfte, ließ den Teig ruhen, zupfte erneut und ließ wieder ruhen, zupfte und packte den Teig, der so gar nicht wie der im Backbuch gezeigte aussah in ein eigens gekauftes Gärkörbchen, ließ den Teig kuschelig neben dem Ofen gehen und kippte das schwabbelige Etwas schließlich auf ein Blech. Bei sehr hoher Temperatur buk in meinem Ofen, über einer Schüssel Wassser, etwas ausgesprochen Wohlduftendes heran und schon nach kurzer Zeit hielt ich mein erstes, wunderbar riechendes und nach Klopfprobe perfekt hohlklingendes Brot in Händen. An der Optik lässt sich allerdings noch arbeiten, denn das Brot war flach wie eine Flunder.

Nach dem Anschnitt bekam ich eine Vorstellung davon, was es bedeutet, wenn in den Blogs irgendwas von „porig“ steht. Mein Brot hat nämlich Mischporen, oben große Löcher, unten eher kompakt. Aber es schmeckt! Und es ist passiert: ich will davon mehr, ich will das besser können.

Danke für eine weitere Horizonterweiterung, liebes Internet! Und falls die Frau, die mir dieses Bortbackbuch empfahl hier zufällig mitliest: vielen Dank! Ich habe das Backbuch* mit Freude gelesen und gedenke, alle Rezepte nachzubacken! Auch das Walnussbrot.

 

*****

*freiwilliger Werbelink

Endspurt

20. Januar 2016

Vor etwa einem halben Jahr frotzelte ich mit der ehemaligen Freitagsfreundin, dass wir wohl den gesamten Januar zusammen verreisen müssen. Um vor den Launen unserer Töchter zu fliehen, die beide im Abilernstress mit sämtlichen emotionalen Ausbrüchen sein würden.

Die Tochter hat sich bereits während der Herbstferien einen Lernplan erstellt. Täglich Deutsch, Physik, Mathe, manchmal sitzt sie drei, vier Stunden am Schreibtisch. Und hält diesen Lernplan gewissenhaft und vermutlich auch ein bißchen stur durch. Mit ihren Physik-Buddies traf sie sich am Montag, scheinbar versicherten sie sich gegenseitig, dass sie nichts können. Die Tochter jedenfalls kam sehr erleichert von diesem Treffen zurück. Heute hatte sie einen winzigen Einbruch. Keine Lust mehr auf´s Lernen, sie will es jetzt hinter sich haben. Deutsch lief gut, am Freitag schreibt sie Physik, ihr Sorgenfach. Der Physiklehrer hat die Themen nicht eingegrenzt, der ganze Stoff der Oberstufe muss parat sein, samt der Versuche. Nächste Woche Freitag folgt dann Mathe. Beim Kurstreffen verriet der Kursleiter, die Mathearbeit sei nicht schwer, das beruhigte sie.

Wegfahren möchte ich nicht, aber ich bin wirklich, wirklich froh, wenn diese latente Anspannung im Haus wieder abklingt.

(Im März dann noch die mündliche Prüfung, doch laut Tochter „zählt die nicht“.)

 

Hurra!

19. Januar 2016

Die Tochter hat es geschafft! Nach etlichen Seiten Text in Englisch zu schwierigen Fragen wie „Wenn eine Situation in deinem Leben nicht gut gelaufen ist, wie hättest du dich anders verhalten können?“ oder „Welche schwierige Situation hast du gut gemeistert und wie?“, nach einem Seminar und sehr viel Bibbern, Bangen und sehr vielen Twitterdaumen, kam gestern die erlösende Nachricht: sie darf ihr FSJ in Afrika machen! Gestern abend dachten wir noch, dass sie in Johannesburg eingesetzt wird, seit heute morgen wissen wir aber, dass sie in Kapstadt arbeiten wird.

Uff.

Wir Eltern schwanken zwischen großer Begeisterung, weil sich der Traum der Tochter tatsächlich erfüllt und mittelgroßer Sorge, weil wir unser kleines Mädchen alleine in die weite Welt ziehen lassen. Doch das ist wohl irgendwann so: sie packen ihr Zeug und brechen auf. UNd manchmal ganz weit weg. Was mich ganz ungemein tröstet ist die Tatsache, dass sie ihren Freiwilligendienst bei einer Organisation ableistet, die schon seit vielen Jahren vor Ort tätig ist: weltwärts. Behüteter käme mein kleines Mädchen wohl kaum nach Afrika.

(und genauso Hurra! Ich weiß, dass ich nächstes Jahr im Februar nicht in den Schnee fahren werde, sondern in den Spätsommer fliege.)

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Vielen, vielen Dank für die vielen Tipps, freundlichen Worte und konkrete Hilfsangebote für meine Sprachkurse und -schüler, die mich über verschiedene Kanäle erreichen. Ich melde mich, bin nur gerade etwas knapp an Zeit.

Danke auch für den bescheuertsten Kommentar, der jemals hier als Antwort eintrudelte und den ich nicht freigeschaltet habe, weil ich dem keine Plattform bieten möchte. Fremdenfeindliche oder mich, meine Familie und unsere Lebensweise betreffende Kommentare werden nicht freigeschaltet, da können Sie sich die Finger blutig tippen. Und nein, ich bin so voller Glück und Freude, Sie treffen mich nicht. Ätsch.

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Wenig Grund zum Hurra! rufen bietet das Schulbuch des Jüngsten, „Anlagenmechanik. Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik. Grundwissen. Lernfelder 1-4.“ aus dem Westermann Verlag. Der beste Vater meiner Kinder hat heute abend zusammen mit dem Jüngsten für dessen anstehende Arbeit gelernt, mit Hilfe dieses Buches. Unglücklicherweise wimmelt es in diesem Buch von Fehlern und Erklärungsmangeln und -mängeln.

Beispiel: Die Festigkeitsklasse einer Schraube wird in N/mm² angegeben, d.h. die Belastbarkeit einer Schraube hängt von ihrer Größe ab. Was leider nicht erklärt wird, ist: wie stark darf eine bestimmte Schraubengröße belastet werden? Eine Rechnung dazu findet man ohne weitere Erklärung oder Hinweis auf Zusammenhang in einer Beispielaufgabe.

Beispiel:

mist

Die Erklärungen haben nichts mit den angegebenen Werten zu tun, denn eine M16 Schraube hat nun mal keinen Nenndurchmesser von 12 mm sondern eben von 16 mm. (wie der Name ja schon vermuten lässt)

Auch wie sich die Nennlänge von 90mm aus der Zahl 65 ableiten lässt, wird nicht erklärt.

Es ist ein Elend. Lernen fällt da schwer, wenn sogar die Gefahr besteht, Falsches zu lernen. Wie kann es sein, dass ein solches Buch vom Verlag durchgewunken wird? Und muss es jetzt tatsächlich so laufen, dass wir gemeinsam mit dem Jüngsten bis zum Ausbildungsende recherchieren müssen, damit er keinen Mist lernt? Weia.