Ich hätte da mal ein paar Fragen an Sie
12. Juni 2013
Sie meinen das nicht ernst, oder? Ich soll Gleiches mit Gleichem vergelten, Auge um Auge, Zahn um Zahn? Ich soll kriminelle Energien mobilisieren, terrorisieren und zurückschlagen?
Ich soll das tun, was ich gerade verurteilt habe?
Mal ehrlich. Würden Sie das tun?
Spinnen wir mal rum: Wir nerven die Nachbarn mit lauter Musik. Was werden die wohl tun? „Entschuldigung, Sie haben ja recht, wir waren echt zu laut!“ sagen und von Stund an nur noch die Musik hören, die wir alle mögen, aber am Liebsten in Zimmerlautstärke. Wahrscheinlicher werden sie noch ein Stückchen aufdrehen. Und wo ist das Ende der Fahnenstange?
Ich soll das Geschrei aufnehmen und es ihnen vorspielen? Wie würden SIE reagieren, nähme man sie auf, in Ton und Bild, ungefragt, nachspionierend? Sicherlich würden Sie nicht nachdenklich werden, sondern schlicht … sauer.
Stellen Sie sich mal vor, ich würde dort ein Fenster einschmeissen, weil ich vor lauter Wut und Hilflosigkeit keinen anderen Weg sähe. Und glauben Sie mir, ich spielte mit dem Gedanken … was wären die Konsequenzen? Ich hätte eine Straftat begannen, für die ich zahlen müsste. Und wegen der ich vor Scham im Boden versinken würde.
Es ist leicht, voller Wut sich Sachen auszumalen, „denen mal zu zeigen, wie Scheiße sie sich benehmen“. Vergessen Sie aber nicht, dass ich drei Kinder habe, denen ich ein Vorbild sein möchte. Was genau würden diese Kinder von mir lernen? Derzeit lernen sie, dass wenige Menschen viele unglücklich machen können. Willkommen im wirklichen Leben.
Es muss einen Weg geben, fern der „Rache“.
*****
Es ist völlig unangemessen Presse/Medien zu informieren. Sicherlich möchten wir nicht vorgeführt werden. Und dies auch niemanden anderen zumuten.
12. Juni 2013 um 10:57
★★★★★
5 Sterne für diesen Eintrag von mir.
12. Juni 2013 um 11:00
„Die Gedanken sind frei“!!!
Im Kopf kann man sich allen Rachegelüsten hingeben. Im „echten“ Leben würde ich das auch nicht tun. Da haben Sie vollkommen recht.
Ich wünsche Ihnen noch ein gutes Durchhaltevermögen.
Ganz liebe Grüße
Brigitte
12. Juni 2013 um 11:05
Ich kenn diese Gedanken auch, aber natürlich ist das Unfug. Wir hatten mal einen Mietnomaden in der Wohnung, da kommen einem schon ziemlich üble Ideen, was man alles so machen könnte. Ist aber eben auch alles am Rande der Legalität (oder schlichtweg illegal) und letztlich geht mir so eine Art ja auch völlig ab.
Aber aus der Hilflosigkeit heraus baut sich da doch gerne eine ungeahnte Aggressivität auf.
12. Juni 2013 um 11:10
tja, wirklich sehr schwierige Situation, und sich vorstellen und umsetzen sind 2 Paar Schuhe, aus ebene vorgenannten Gründen. Gute Nachbarn sind wirklich ein Geschenk, jedoch laute Party würde ich nun mal als harmlos umsetzbar ausprobieren, muss ja nicht geplant sein. Bleibt aber die Frage will ich meinen Gästen derlei Nachbarn zumuten? Ich wünsche Ihnen eine weise Entscheidung mit der Gewissheit dass Ihr kluger Verstand wie immer siegt.Frau Mutti eben.
12. Juni 2013 um 11:12
Mach Dir Luft im Blog…dann lache/weine/wundere dich ueber die (mehr oder auch manchmal weniger nuetzlichen) Kommentare…and just stay true to yourself…Karma…Karma is a great thing ;o)) x
12. Juni 2013 um 11:13
Liebe Frau Mutti,
oh ja, ich kenne diese Aussagen: „Tue es ihr doch gleich, dann weiß sie, wie das ist.“ Aber ich sträube mich gegen so ein Verhalten.
1. bin ich meinen Kindern dann absolut kein Vorbild bzw. gebe ihnen ausgerechnet das mit auf den Weg, was ich ja eigentlich verabscheue.
2. bin das dann nicht mehr ich. Wieso soll ich so werden wie andere, die sich vielleicht egoistisch, eben meiner Ansicht nach nicht korrekt verhalten? Macht das Sinn? Ich finde nicht. Mir ist der diplomatische Weg immer noch lieber. Auch wenn man mit diesem manchmal gegen Mauern rennt.
Alles Liebe,
Sonja
12. Juni 2013 um 11:14
PS: Kopfkino kenne ich allerdings auch sehr gut … und das sieht bei mir nicht ohne aus. ;0)
12. Juni 2013 um 11:21
Wir haben einen Nachbarshund, den ich in Gedanken schon *sehr* oft zu Hackfleisch verarbeitet habe- aber als tatsächlich mal jemand versucht hat ihn zu vergiften war ich ziemlich schockiert.
Es tut gut sich in Gedanken zu rächen, aber so eine Person, vor der man Angst haben muss, muss man deswegen ja nicht werden!
Ich wünsche Ihnen dass das alles bald ein Ende hat!
12. Juni 2013 um 11:39
★★★★★
Auch von mir 5 Sterne dafür.
Ich habe diese Gedanken auch ganz oft mit meinen Nachbarn, die mir auf dem Kopf herumtrampeln und das normal finden. Ich wünsche Ihnen und mir Kraft das durchzustehen, denn sich selbst so zu benehmen, wie das worüber man sich ärgert hilft nicht weiter.
Liebe Grüße, Carmen
12. Juni 2013 um 11:43
Ich kann sehr gut nachfühlen, was sie erleben. Man fühlt sich in seiner eigenen Haut nicht mehr wohl, ist macht- und hilflos.
Ich wünsche Ihnen, dass Sie in der Grünen Villa bleiben können. Dass sich alles zum Guten wendet.
Liebe Grüße!
12. Juni 2013 um 12:44
Vielen Dank für diese wahren Worte! Ich wünschte, gerade die Sache mit dem „Vorbild sein“ nähmen sich mehr Menschen zu Herzen.
Ich drücke die Daumen, daß sich in absehbarer Zeit etwas an ihrer Situation ändert.
LG
Tanja
12. Juni 2013 um 12:46
Ich finde solche Kommentare und Ratschläge einfach grässlich, weil ich auch oft denke, bald haben Sie keine Lust mehr in Ihrem Blog zu schreiben, liebe Pia. Ich glaube, wenn man sich ständig mit solchen Kommentaren auseinandersetzen muss, überlegt man sich, über was man noch berichtet. Dass man Rachegedanken hat, ist ganz natürlich, aber wenn sich hier Menschen zu Wort melden, die das als ernstgemeinte Ratschläge von sich geben, …“Gute Nacht Deutschland“
12. Juni 2013 um 12:49
Ich weiss ja nicht wie die Bauvorschriften in Deutschland sind, aber in São Paulo hat ein Bekannter einfach eine 2,5 Meter hohe Mauer zum Nachbargrundstück gezogen um Ruhe zu haben. Ist natürlich ein grosser finanzieller Aufwand. Leben die Nachbarn in einem Eigentumshaus oder gibt es einen Besitzer den man ansprechen könnte? Es ist schlimm, wenn man Gesindel als Nachbarn hat, die womöglich auch noch von Ihren Steuergeldern leben. Kopf hoch, nichts im Leben ist für ewig. Ich drücke Ihnen die Daumen!
12. Juni 2013 um 14:10
Naja, die meisten hat vermutlich die Wut gepackt, als sie ihren Bericht gelesen haben (und viele haben ja auch ähnliches erlebt, ist leider sehr verbreitet, das Thema) und nach 3 Jahren friedlicher Bemühungen finde ich z. B. mehr Öffentlichkeit (nicht durch Fernsehen, aber z. B. Einbeziehung der Stadt und des Ordnungsamts und VIELLEICHT auch der örtlichen Presse) gar nicht mal verkehrt. Das heißt ja nicht Stern TV und RTL 2.
12. Juni 2013 um 14:19
Ach Frau Mutti, wir haben hier auch solche Nachbarn, im Nebenhaus mit dem wir uns einer Wand teilen (nach dem Krieg wurde sowas gemacht) und daher erleben wir life und laut was in der Nachbarfamilie so abgeht. Und da kann man mal gar nix dagegen machen, das kann man nur aussitzen und hoffen das irgendwann ein Umzug stattfindet und man wieder in seinem eigenen Haus in Ruhe und Frieden wohnen kann. Kein Trost, ich weiß, aber ich fühle mit Ihnen….so aus der fast gleichen Situation heraus. Mit legalen Mitteln geht da nichts und mit illegalen will man nicht. Das Leben ist manchmal ein A…loch.
12. Juni 2013 um 17:45
Liebe Frau Mutti,
wenn ich den Eindruck gemacht haben sollte Rache oder Auge um Auge…sei die richtige Wahl so tut es mir leid. Mein Vorschlag die Medien einzuschalten richtete sich eher an die örtliche Presse. Sie oder andere vor die Kamera zu ziehen, wie im aller niveaulosestem TV, war damit nicht gemeint.
Ich bin nur so oft geschockt über die verschwindend geringen Möglichkeiten und die oft fehlende Ünterstützung unserer Rechtsmittel.
Alles Gute und bleiben Sie weiter Vorbild!
12. Juni 2013 um 18:12
Ich habe meinen Vorschlag durchaus ernst gemeint. Es ist das, was ich täte. Ich sehe keine kriminelle Energie darin, wenn ich, auf meinem eigenen Grundstück stehend, die Geräusche aus der Nachbarschaft aufnehme. Und nachspionieren muss man dazu wohl auch nicht. Das, und nur das, würde ich den Nachbarn vorspielen. Ohne Bild, von einer Kamera war in meinem Vorschlag nie die Rede. Sauer dürfen die Nachbarn darüber gerne werden. Ich sehe darin auch keine „Rache“. Nur eine Rückspiegelung dessen, was von nebenan kommt.
Nein, ich würde nicht mit lauter Musik, „meiner“ Musik, dagegenhalten. Und ich würde niemals ein Fenster einwerfen. Ich würde auch nicht selber anfangen, die Nachbarn zu beschimpfen und zu beleidigen.
Sie sprechen Ihre Kinder an. Dass diese jetzt lernten, dass wenige Menschen viele unglücklich machen können.
Wenns nur das wäre. Bedauerlicherweise lernen sie noch ein bißchen mehr. Sie lernen, sich hilflos, wehrlos und ausgeliefert zu fühlen. Sie lernen, sich im Stich gelassen zu fühlen, von den Eltern, der Polizei, dem Staat.
Sie lernen, der Klügere gibt nach. Solange, bis er der Dumme ist.
13. Juni 2013 um 06:07
Die Ratschläge die du mit diesem Eintrag kritisierst waren sicher gut gemeint, sei doch nicht so streng. Du musst sie ja nicht befolgen ;) Einfach still halten und abwarten wird aber auch nicht funktionieren. Es sollte „diesen Nachbarn“ schon ungemütlich werden im trauten Heim, denn warum sollten sie sonst etwas ändern. Ihr ( Du und die Nachbarn ) solltet ohne Ausnahme jedes mal die Polizei holen wenn es zu laut wird, die Kinder schlecht behandelt werden oder randaliert wird oder ihr angepöpelt werdet. Ich glaube ihr braucht da einen langen Atem aber anders wirst du diese Leute nicht weg bekommen.
13. Juni 2013 um 07:00
5 Sterne auch von mir…
ich grübel immer mal wiedermit Ihnen… Schwer.
Noch fällt mir der andere Weg nicht ein.
Ich denke auch eher, wie Manja…Ihr zieht euch zurück- “ die“ nicht. jedesmal anrufen, jeder- ob man sich das traut? Richtig wäre es.
Auch anonym beim Jugendamt- darf man, wenn man Sorge hat. Was sind wir für ein Staat, wenn die Familienhelferin an hrem Tisch sitzt und nichts mehr unternommen wird, wenn sie aufgibt.
Das Vorbild sein für die eigenen Kinder ist auch jetzt enorm: das Verhalten kommentieren, sich den Wert von Respekt bewusst machen.
Viel viel Kraft
13. Juni 2013 um 08:30
Sagen Sie Frau Mutti, ist das Haus in dem die Leute wohnen in Privatbesitz oder gehört es der Stadt/Gemeinde?
Ist sicher nicht umsetzbar, aber mir schwirrt der Gedanke im Kopf, dass wenn das Haus der Stadt/Gemeinde gehört, man es denen vielleicht als Nachbarschaftsgemeinschaft (wenn man sich einig ist) günstig abkaufen könnte und die Leute dann auf eigene Faust rausklagen könnte… auf Eigenbedarf oder so…
Ist nur ein Hirngespinst…
13. Juni 2013 um 11:07
Liebe Frau Mutti,
dies ist wahrscheinlich der dutzendste meiner Anläufe, Ihnen zu diesem Problem zu schreiben. Bereits bei Twitter bat ich Sie darum, die Gewalttaten gegen die Kinder anzuzeigen. Bitte rufen Sie beim Jugendamt an, wenn Sie Ohrfeigen beobachten. Bitte rufen Sie dort auch an, wenn die Kinder vernachlässigt, angeschrieen werden. Nennen Sie das Stichwort „Kindeswohlgefährdung“, dann MUSS das Jugendamt dort tätig werden. Schildern Sie ruhig, dass die Familienhelferin dort offensichtlich nicht ausreicht. Bitte haben Sie den Mut, den Ihre Nachbarn vielleicht nicht haben.
Sie bringen Ihren Kindern gerade bei, dass der Stärkere durchkommt, egal, ob er der Klügere ist oder nicht. Bringen Sie doch Ihren Kindern bei, dass man sich wehren kann und auch dass man helfen kann.
Danke für Ihre Aufmerksamkeit.
13. Juni 2013 um 11:18
Anke und alle anderen: Jugendamt und Ordnungsamt (= Polizei) sind seit drei Jahren informiert. Werden immer wieder gerufen, angemailt etc.
Kindswohlgefährdung ist ein äußerst dehnbarer Begriff und zwischen Schlägen und Schlagen wird unterschieden. Anschreien und beschimpfen sind keine akute Gefährdung.
Das Haus ist in Privatbesitz. Die Zwangsräumungsklagen verlaufen im Sand, weil es keinen Wohnersatz für eine siebenköpfige Familie gibt. Auf die Straße kann man sie natürlich nicht setzen.
Glauben Sie mir einfach: alle legalen Wege und Möglichkeiten sind gegangen und ausgeschöpft.
13. Juni 2013 um 11:07
(Mit dem dutzendsten Anlauf wollte ich sagen/schreiben, dass ich die vorherigen meist nicht gesendet hab.)
13. Juni 2013 um 11:11
Tja, so ist das mit den lieben Nachbarn. Auch hier gibt es Nachbarn, die anscheinend hörgeschäddigt sind. Gartenbeschallung in enormer Lautstärke, ohne dass jemand bei denen sich im Garten aufhält. Unserer Tochter ist da schon mal direkt hingegangen und hat darum gebeten die Musik leiser zu drehen, im Garten sei ja niemand und sie wolle diese Musik nicht hören. Gleich darauf knallte die Terrassentür zu und die Musik wurde auch leiser gedreht. Andere Nachbarn haben auch schon mehrfach die Polizei gerufen wenn es zu laut war. Inzwischen hat es sich ein wenig eingependelt und zumindest Abend werden die Ruhezeiten einigermaßen eingehalten. Heute hilft in der Regel klingeln und mit der Polizei drohen und es wird ruhiger. Alles nach dem Motto „steter Tropfen höhlt den Stein“. Vielleicht ist das ja die Methode der Wahl: bei extremer Beschallung und unangemessenem Verhalten die Polizei informieren. Sicher auch ganz wirkungsvoll wenn gleich mehrere Anrufe aus einer Straße dort eingehen. Sie sind ja nicht die einzigen, die sich von diesen „reizenden“ Nachbarn gestört fühlen.
Ich wünsche Ihnen die Nerven und die Geduld das alles durchzustehen.
13. Juni 2013 um 17:19
Das einzige was mir einfiele ist: bei jeder Ruhestörung, insbesondere nach 22 Uhr, die Polizei rufen. Wenn nötig mehrmals täglich. Und wenn sie euch beleidigen, jedesmal anzeigen. Das ist aber auch alles andere als ein schöner Zeitvertreib, aber vielleicht kommt so der Staatsapperat besser ins Rollen?
14. Juni 2013 um 09:01
Ist das Ganze denn nicht schon öffentlich geworden über diese Website?
Lg
Choci
14. Juni 2013 um 09:22
Klar ist es öffentlich, allerdings muss man sich doch ein bißchen Mühe geben, um herauszufinden, über wen ich da schreibe. Und letztlich könnte das Ganze sogar erfunden sein, weil ich um Aufmerksamkeit heische ;)
14. Juni 2013 um 16:14
Geld öffnet doch manchmal Wege… Wenn also die Nachbarn sich zusammentun und eine Summe X anbieten, die der Familie Y „gespendet“ wird, falls genannte Familie Y in eine neue Bleibe zieht??
14. Juni 2013 um 16:56
Sie sind einfach großartig, Frau Mutti.
Das wollte ich hier an dieser Stelle mal loswerden.
16. Juni 2013 um 03:57
Da bleiben nur zwei Dinge: Hoffnung und Wegzug. Das eine wird dünn mit der Zeit. Alles Einschalten von Behörden etc. funktioniert nur, wenn die was tun können und wenn es den Nachbarn nicht scheißegal ist, dass diese Stellen auf ihrer Türschwelle kampieren. Es gibt immer Menschen, denen man nicht mit irgendwelchen Beweisen für ihr unerträgliches Benehmen kommen muss (wie Aufzeichnungen), denn sie sind durchaus darüber informiert, es ist ihnen aber auch scheißegal.
Ich wünsche Ihnen göttliches Eingreifen, und dass bis dahin die Hoffnung durchhält.