Achtung, im folgenden Artikel geht es um Blut und Menstruation, sagen Sie nicht, ich hätte Sie nicht gewarnt.

Am 22. Januar begann meine letzte Menstruationsblutung. Sie hat bis heute nicht aufgehört und das ist ein bißchen ungewöhnlich. Zuerst war es nur lästig, dann ein bißchen „Nanu?“ und jetzt gegen Ende fand ich mich im Internet, Dr. Google befragend. Was man auf gar keinen Fall tun sollte, denn wenn man nur ein klitzekleines Bißchen hypochondrisch veranlagt ist, weiß man nach knapp fünf Minuten, dass ein grausamer Tod bevorsteht. Dies wiederum will man gar nicht so genau wissen, weswegen es sehr schwierig wird, einen Termin bei der Gynäkologin auszumachen.
Ich habe das dann aber doch geschafft, bekam einen Termin für Ende Februar. Schlagartig endeten die Blutungen und das kennt man ja: heilende Terminvergabe, geht auch bei Zahnschmerzen.
Nachdem der schöne Tag mit dem Babymädchen gestern allerdings mit sehr viel Blut und schwarzen Punkten vor den Augen endete, saß ich heute morgen bei der Gynäkologin und ließ sie „mal rasch nachsehen“. Brav entsprach ich dem Vorführeffekt und konnte keine Blutung vorweisen.
Ein Ultraschall zeigt dann aber jede Menge Gebärmutterschleimhaut, die noch „abregnen“ wird und dies hoffentlich nicht schwallartig tut. Grund dafür ist eine Zyste. Es ist nämlich so, dass mein Körper nun im Alter der Fehlfunktionen ist. Das ist der Beginn der Menopause! Meine Euphorie bei dem Gedanken „Hurra! Ich hab das jetzt bald hinter mir!“ wurde aber umgehend gedämpft, denn der Spaß kann noch gut und gerne zehn Jahre gehen.
Diese Zyste ist entstanden, weil ein Ei nicht gesprungen ist. Die Gebärmutterschleimhaut ist gewachsen und gewachsen, das Ei auch und jetzt soll das alles irgendwie verschwinden. Bis zum 27.Februar habe ich Zeit, dann muss ich sowieso zur Krebsvorsorge wieder hin. Sollte meine Gebärmutter bis dahin nicht wieder hübsch aussehen, kommen Hormone, schlimmstenfalls eine Operation ins Spiel. das möchte ich lieber nicht.
Im Grunde genommen ist das nun kein so schrecklicher Befund, trotzdem lähmt er mich völlig. Vor drei Jahren hatte ich schon einmal solch eine Zyste. die brachte mich zwei Wochen ins Krankenhaus, weil sie platzte und in die Bauchhöhle blutete. Ich bewege mich nun also sehr behutsam, damit das Ding nur irgendwie zusammenschrumpelt und eben nicht dramatisch platzt.
Ein bißchen Sorgen bereitet mit auch mein hb-Wert, der an der alleruntersten Grenze herumdümpelt und mir damit bleierne Müdigkeit, Kreislaufprobleme und Druckkopfschmerz beschert. Es ist ein Elend.

Ich erwähne es oben bereits: wegen mir könnte diese Menopausensache sehr viel schneller kommen. Der Kinderwunsch ist abgehakt, mein Frau-Sein definiere ich nicht über meinen Zyklus und auf Krämpfe und den monatlichen Kampf gegen den Eisenmangel verzichte ich freudig lächelnd.
Also. Her mit den Hitzewallungen, her mit Stimmungsschwankungen, auf in einen neuen Lebensabschnitt.

24 Kommentare zu “Angst lähmt. Frauengedöhns.”

  1. Armelle sagt:

    Ich hatte vor Jahren genau das selbe Problem. Es hat nach der Geburt meiner zweiten Tochter angefangen und ich habe das Problem Jahre lang mit mir geschleppt. Von Monat zu Monat wurde es immer problematischer und ich traute mich nicht mehr aus dem Haus vor Angst nicht rechtzeitig eine Toilette auffindbar zu machen. Ich habe mich dann für eine Gebärmutterentfernung (Eierstöcke habe ich noch) entschieden. Ich muss sagen dass diese Entscheidung mit 36 mir nicht leicht gefallen ist, aber ich kann es nur jedem empfehlen der mit dem Kinderwunsch abgeschlossen hat. Ich habe wieder viel mehr Lebensqualität!

  2. Claudia sagt:

    …dann steigense mal ein ins Boot….meine Frauenärztin sagte mal, ich sei ein zystischer Typ…..
    seit drei Zyklen habe ich unschöne Unterleibsschmerzen.Die Frauenärztin untersuchte mich morgens um acht mit eiskaltem Gel und kaltem „In-Ultraschall“ sehr lange und sehr genau…..
    Und fand-ein nicht gesprungenes Ei, eine Zyste, Myome in der Gebärmuttermuskulatur und eine sich stark senkende Gebärmutter.
    Aber nichts, wie sie fand, was auf Schmerzen hindeuten könnte….
    Wie bitte??????
    Ich warte also weiterhin auf den nächsten Termin im April, höre immer in mich hinein, nehme wahr, und verdränge.
    Kann nicht so wie ich will, was Sport angeht und so.
    Diese platzende Zyste hatte ich auch schon mal, zum Glück ohne Einblutung, war aber trotzdem sehr unangenehm….
    Im Raum steht im Moment bei mir die eventuelle Entfernung der Gebärmutter.
    Mir gehts wie Ihnen, ich bin 45, habe lange genug menstruiert, und echt keine Lust mehr. Die Stimmungsschwankungen machen sich schon ordentlich bemerkbar, und ich will hier gerne mal Butter bei die Fische (wie wir Alemannen so gerne sagen…..;-)))

    Also, Sie sind nicht allein!
    Dann warten wir halt, und warten und warten……

    Zystische Grüße von Claudia

  3. Antje sagt:

    Was ein Schrott :( das braucht echt kein Mensch!
    Gute Besserung und dass es bald eine gute Lösung dafür gibt :)

    Ich habe zum Glück seit ’98 eine Hormonspirale die alle 5 Jahre gewechselt wird und seit dem auch schon meine Tage (und die damals damit verbundenenen Nebenwirkungen – Wehrhaftigkeit Bauchweh, Kreuzweh, MegaschlechteLaune, Pickel, …) nicht mehr *tschakka*. Voraussichtlich mache ich das noch ein paar mal, denn sie bekommt mit gut und so lange das so bleibt … never change a Running system :D

  4. schwiegermutter inklusive sagt:

    Oh je, drücke die Daumen, dass die Zyste Karneval feiern geht oder zum Valentinstag zu ihrem Freund woanders hinzieht oder irgendwas in der Art, Hauptsache sie macht sich bis Ende Februar vom Acker..Lg, Anne

  5. Nina sagt:

    Ich habe auch keine Gebärmutter mehr. Der Weg dorthin war blöd, die OP easy (nach 3 Tagen sass ich schon wieder beim Lieblingsitaliener), seither kann ich gewissen Hygieneprodukten getrost die kalte Schulter bieten und habe genug Eisen. Wunderbar. Ich wünsche Ihnen ein baldiges Ende Ihrer Beschwerden. Hormone (hatte man erst versucht) fand ich übrigens ganz, ganz furchtbar.

  6. Nicole sagt:

    Hallo,
    ich bin durch Zufall hier gelandet.Da können wir uns ja die Hand reichen.
    Ich hoffe das deine Zyste von alleine verschwindet.
    LG
    Nicole

  7. pünktchen sagt:

    Da kann Ihnen bestimmt bald jede Mitleserin Tipps geben … Ich bin jetzt seit ca. 1 1/2 Jahren in den Wechseljahren. Durch eine größere Pause zwischendrin hatte ich auf Wechselmonate gehofft … Pustekuchen. Dafür ist man dann auch manchmal ganz schnell am OP-Tisch, wenn man morgens früh im Roten Meer aufwacht … Aber das passiert nicht oft ….
    Meine Kinder haben mir übrigens zu Weihnachten einen wunderschönen Fächer geschenkt , ein absolut unverzichtbares Must-Have für diese Zeit(en) …
    Alles Gute!

  8. Jutta sagt:

    Neee, das klingt wirklich fies.
    Ich drücke dann mal ganz fest die Daumen!!!
    Schöne Grüße
    Jutta

  9. Croco sagt:

    Einfach mal in den Arm nehme und ich wünsche Ihnen ein schnellstmögliches Verschwinden ohne all die anderen hier beschriebenen Nebenwirkungen.
    Ganz liene und mitfühlende Grüße

  10. caterina sagt:

    Zysten, Myome, d.h. Gebärmutterentfernung mit 50 (Eierstöcke blieben drin), „damit’s kein Krebserl wird“ (O-Ton Frauenärztin). Die OP weniger schlimm als eine schmerzhafte Regel. Der Wechsel kam dann sehr rasch. Wallungen gibt’s immer noch – dafür bzw. dagegen gibt’s, wie Pünktchen schrieb, wunderschöne Fächer und ein bisserl Extravaganz tut doch gut, oder? Und Stimmungsschwankungen oder sonst was sind bei mir nie aufgetaucht. ToiToiToi dass alles gut wird!

  11. Uschi sagt:

    Ach menno….ich hätte dich gerne damit hingenommen wo ich bereits bin…jenseits von jeglichem Monatsgedöns. Dass es bei dir immer so dramatisch sein muss! Ich drück‘ die Daumen für’s schrumpeln!

    LG Uschi

  12. Rona sagt:

    Ja, ja, da kann ich auch mit’schreiben‘.
    Was mir half, waren die Rezepte aus dem Buch: „alchemilla“.
    Dadurch fühlte ich mich nicht mehr den Ärzten ausgeliefert und kann eigenverantwortlich durch bestes wissen der Autorin etwas für mich tun!

  13. Martina sagt:

    Ich hatte das gleiche Problem, extrem starke Blutungen, mind. 5-6 Tage. Hab mich an diesen Tagen kaum noch irgendwo hin gewagt. Hatte durch den hohen Blutverlust extreme Kreislaufprobleme und ständig Eisenmangel. Irgendwann bin ich dann zu meinem Arzt und hab gesagt ich kann nicht mehr. Er hat mir verschiedenes vorgeschlagen und ich habe mich für die Entfernung der Schleimhäute in der Gebärmutter entschieden. Das ist ambulant in einer Tagesklinik gemacht worden. Schon 1 1/2 Stunden nach der OP konnte ich wieder nach Hause. Danach hatte ich keine Probleme mehr. Diese Art der OP kann ich nur empfehlen.
    LG Martina

  14. frau siebensachen sagt:

    (paar stimmungschwankungen gefällig? bitte schön: *werfrüber*)
    und vor allem gute besserung!

  15. Kirsten sagt:

    Ach ja. Ich war auch schon ganz enttäuscht, als ich mal las, wann das erst anfängt und wie lange sich das ziehen kann, dieses Menopausen-Ding. Wenn man mit Kinderwunsch durch ist, erscheint einem das wirklich ziemlich nutzlos, diese Jahre und Jahre.

  16. barbara sagt:

    Oh yeah, 6Wochen blutung am stück, ein dadurch total vermiester urlaub und alles durch etliche myome. Glücklicherweise hatte meine Gynäkologin ein paar wirksame Hormone im Angebot und ich nach ein wenig Anlaufzeit keine Probleme mehr. Ein Hoch auf die Gestagene!!! Ach ja, ich hitzewalle nicht, dafür könnte ich zeitweise die Südsee zufrieren lassen. Ist aber ganz normal, habe ich mir sagen lassen.
    Daumendrückende Grüße
    Barbara

  17. Frauke sagt:

    Guten Morgen,liebe Frau-äh-Mutti,
    ich wünsche Ihnen einfach nur, dass Sie durch die kommende Zeit einigermaßen gut durchkommen. Da hat jede Frau so ihre Erfahrungen. Ich habe „damals“ mindestens 20 weiße Baumwolltshörts besessen und immer mehrere mit mir herumgeschleppt, damit ich bei Bedarf „was trockenes“ an- bzw. unterziehen konnte. Damit kam ich gut über die Runden.

    Einen guten Tag wünscht Ihnen – Frau Nordlicht

  18. Bridd sagt:

    „aufwachen im Roten Meer“ *lacht Tränen*
    Hier heißt es weit weniger maritim: Schlachttag.

    Liebe Frau äh Mutti,

    ich schätze, bei 20 (50, 100, 1000) wechselhaftigen Frauen gibt es 20 (50, 100, 1000) verschiedene Verläufe.

    Für den Ihrigen wünsche ich Ihnen alles Gute (hier: immer wieder völlig unauffällige Zysten, die nur bei Routineuntersuchungen entdeckt werden…und bei den Anschlussuntersuchungen dann neue…) und behalten Sie Ihren Humor!

    Den benötigen Sie bei Stimmungsschwankungen dringend!
    (Ich habe keine Stimmungsschwankungen. Ich will töten! Oder sterben! Beides! Nichts! Lasst mich heulen. Geht mir aus dem Weg, sonst beiße ich jemandem den Kopf ab!!!)

    Viele Grüße und einen Eimet Eisen sendet

    Britta

  19. lihabiboun sagt:

    Meist stille. glucksende Mitleserin, greife ich nun doch „zur Feder“:
    Als etwas älteres Semester kann ich Ihnen 100% versichern: jede Frau ist anders und jeder Wechsel ist anders. Sie müssen auch gar nix kriegen! Sie können auch einfach nur gelassener werden!! Gibt es alles.
    Zur Zyste – Gelbkörperhormon funktioniert angelblich gut, davon schrumpfen die Dinger ein. Natürlich close observation nötig. Wünsch Ihnen was, verlieren Sie nicht Ihren gesunden Menschenverstand!

  20. antje sagt:

    Liebe Frau Mutti,
    hier: nix Hitzewallung, immer noch Frierküchlein, aber Stimmungsschwankungen, dass es kracht -aber wie . Und darunter leidet auch die gesamten Umgebung, je näher desto…. Schlauerweise immer kurz vor der – nicht mehr existenten und völlig nach dem Zufallsprinzip auftretenden – Blutung.

    Und die Gelassenheit? Kommt vielleicht dann mit 60 – in 9 Jahren.
    lG
    antje

  21. aprikaner sagt:

    was für ein Mist! Das braucht keiner und das scheint ein Club zu sein….seit ich 40 bin nehme ich derartigen Kram auch nur so mit *seufz*. Zu Gebärmutter raus kann ich mich aber leider noch nicht durchringen….
    ich drück die Daumen, das sich alles ohne OP löst!

    liebe Grüße
    Anja

  22. Gabi K sagt:

    Also nachdem Frau Gebärmutter mich gute zwei Jahre geärgert hat mit Blutungen bei denen ich mit Hygieneartikelwechsel nicht nachkam, Eisenmangel, Krämpfen usw usw usw, haben wir uns in aller Freundschaft getrennt. Nach drei Tagen war ich wieder zu Hause und ich habe es NIE bereut. Hitzewallungen habe ich inzwischen auch, aber das ist (für mich) nicht so tragisch. Den anderen Kram bin ich einfach los. Herrlich!!
    Wünsche Ihnen, dass Sie die für sich passende Entscheidung treffen können und sich dann wieder besser fühlen.

  23. Lamasus sagt:

    Hallo,

    das klingt nervig und tut mir echt leid. Ich bin mir zumindest heute (hoffentlich auch noch, wenns akut wird) sehr sicher: Wenn die Gute mir mal Ärger in dieser Art machen sollte, dann trennen sich unsere Wege. Ich kenne so viele Frauen, die diese schlimmen Blutungen hinter sich haben und hinterher nur froh waren, dass sie es das hinter sich hatten.

    Grüße, Lamasus

  24. Lily sagt:

    Ich find den Ausdruck Menopause sehr bedrohlich… Pause suggeriert, dass es irgendwann wieder anfängt. Die Hitzewellen waren etwas ärgerlich, aber erträglich (außer nachts). Stimmungsschwankungen waren im PMS-Zustand schlimmer. Was ich nicht wollte, war ein Menopausenbaby, deshalb hab ich recht zu Anfang eine Zyste zum Anlass genommen, die Eileiter abbinden zu lassen. Insgesamt hat es ungefähr fünf Jahre gedauert, mal mehr, mal weniger warme Episoden, die aber insgesamt erträglich waren. Werde ich jetzt emotional, bedeutet das, dass ich eiskalt wütend werde. Weniger Tränen, mehr Zorn- alles in allem nicht schlecht. Das wird schon, Frau-äh-Mutti.