einen Goldesel.

„Mama, ich brauche acht Euro Kopiergeld!“
(ich habe Anfang des Schuljahres 150,- Euro für Hefte und Stifte ausgegeben, warum KOPIERgeld?)

„Bitte geben Sie Ihrem Kind in den nächsten Tagen 15 Euro abgezählt in einem Umschlag mit …“)
(Weihnachtsmärchen: acht Euro, Lektüre „Das Vamperl“: sieben Euro)

Bitte überweisen Sie Frau … äh … Mutti einen beliebigen Betrag, denn Schule macht pleite.

(ich gehöre ja zu den IMMER-NOCH-Umrechnern und finde 16,-Mark für Kopiergeld heftig. Und dreissig Mark im Umschlag auch)

*****

„Mama!“, sagt das dritte Kind, das gerade nach der siebten Stunde heimgekommen ist, „Ich brauche sieben Euro Kopiergeld.“
(siehe oben.)

15 Kommentare zu “Ich wünsche mir, ich hätte gern …”

  1. zaraffel sagt:

    und das ganze dann noch x2,3 oder 4 gerechnet dann könnte man glatt über Kinderarbeit nochmal nachdenken :(

  2. Frau Haase sagt:

    Sollten Sie irgendwann Ihren Goldesel haben und der sollte dann auch noch Nachwuchs bekommen, würde ich Ihnen gerne ein Jungtier abnehmen – kostet doch bloß Geld, das Vieh! :D

  3. Steffi sagt:

    Unsere Große geht morgen ins Kloster. Die Klasse läuft dahin. Essen und Trinken müssen die Kinder selbst mitbringen. Trotzdem kostet es 5 Euro. Und warum? „Ja weil die Nonnen mit uns spielen?“ – Das fand ich auch heftig…

  4. Schlafhut sagt:

    Meine Güte, wieviel Seiten sollen denn die Romane haben???
    Da kann ja noch was auf mich zukommen…
    LG Schlafhut

  5. Jeanie sagt:

    Au weia, DAS kenne ich zur Genüge und ich reg mich jedes Jahr noch mehr drüber auf!

    Ich hab (zusätzlich zu den „normalen“ Schulsachen natürlich) dieses Jahr seit September bereits 128 Euro hinlegen müssen für Arbeitshefte, Ausflüge Kopiergeld (die Große 10 Euro und die Mittlere 12 Euro!!), Theaterbesuche usw… Dazu kommt dann noch im Sommer Schullandheim (dieses Jahr zum Glück nur der Kleine, die Mädels fahren heuer nicht), Klassenlektüre (x 3 natürlich) und und und…. Schulgeld für den Kleinen demnächst die erste Rate 100 Euro…

    Ich finde es ja gut, daß Eltern mit kleinen Kinder durch Erzeihungsgeld etc. unterstützt werden – aber was machen dann Eltern von SCHULkindern???? Das ist ein Faß ohne Boden und wir dürfen immer nur zahlen, zahlen, zahlen.. Woher wir das nehmen sollen fragt keiner!

    Alos. wenn jemand einen Goldesel hat der grade Junge bekommt: HIER ist ein dankbarer Abnehmer ;-)))

    Und ich finde es höchst wunderbarst zu lesen, daß ich nicht die Einzige bin, die diesen doofen Euro immer noch in DM umrechnet ;-))) :D

  6. Alexandra sagt:

    Wir mussten im August für 190 EURO Bücher für die Berufsschule kaufen für unseren jüngeren Sohn, beim Älteren waren es nur für 150 EURO Bücher! Da die Beiden ihre Ausbildungsvergütungen erst am 30. August bekamen und die Bücher zum Ausbildungsbeginn am 01.08. bereits dasein mussten, durfen wir Eltern löhnen. Ende August hatten unsere Söhne dann vergessen, dass wir die Bücher bezahlt hatten!

  7. EvilEnte sagt:

    das fragt man sich nicht nur zu schulzeiten. Ich zahle zb pro semester rund 750€ Semestergebühren und natürlich Studiengebühren. Arbeitszettel bekommen wir allerdings per PDF oder Worddatei zugesendet. Von Fachbüchern für pro stück zwischen 35-40€ und mehr will ich gar nicht anfangen. Da war ich am anfang des Semesters doch baff erstaunt, als ein Dozent uns ( ein stolzes 3 Teilnehmer Seminar :D) einen Packen Kopien überreichte und auch zu jeder Sitzung etliches mitbringt. Sonst sind Dozenten sehr Sparsam mit Kopien. Und mal ehrlich Studiengebühren sind eh eine Untat… wenn man sich so anguckt wofür die ausgegeben werden. Ich sage nur Gebäudepircing. (ich such bei zeiten mal nach nem bild) Kopien (und für Hausarbeiten und referate etc braucht man massig) zahlt der (chronisch) arme Student extra 5cent pro blatt. Wissen ist macht… und die muss man teuer erkaufen.

  8. Frau Suppenklar sagt:

    Gerade fange ich innerlich an zu würgen…
    Das alles fängt ja im KiGa schon an: Mal zwei Euro da, Fünf Euro dort, Essengeld, Betreuungsgeld etc.
    Ich hab vor anderthalb Jahren für meine jetzt dreijährige Tochter eine Ausbildungsversicherung und eine Rentenversicherung gemacht, damit sie nicht irgendwann verhungert.
    Da fragt man sich ernsthaft, wo das alles enden soll… :(
    Ihr macht mir echt angst…

  9. ris sagt:

    das vamperl ist total süss. Wenigstens dafür lohnt es sich ;)

  10. Uta sagt:

    :-) Liebe Frau Mutti,
    und man soll ja nicht meinen man könnte evtl, aufatmen, weil die angekündigte Lektüre schon vorhanden von der Großen. Neeeein, es gibt eine neue Ausgabe von Krabbat und dann würden Seitenangaben nicht mehr übereinstimmen. Also haben wir nun einen *alten* und einen *neuen* Krabbat und da er auch so passend grad ins Kino kam, ging die Klasse da natürlich auch in den Film .
    Kopiergeld muss ich Gottseidank nur noch einmal zahlen, da alle Kinder nun auf einer Schule und die Regel da heißt : Pro Familie. Find ich für mich grad praktisch, wenn ich auch weiß, dass andere für verschiedene Schulen für jedes Kind zahlen müssen.
    Ich rechne auch noch in DM um, wobei meine Kinder dann immer Augen rollen….
    Hoffnungslos altmodisch die Mutter.
    Lieben Gruß und ich wünsch mir auch …
    Uta

  11. Sylvia sagt:

    Oh ja, den Goldesel nehme ich auch gerne ! Von Jahr zu Jahr wird es teurer.

    Krabbat ? Liebe Uta, das scheint gerade der Renner zu sein (ich weiß, Kinofilm und Geburtstag), ist ja auch eine nette Schullektüre, aber trotzdem…. kaufen kaufen, kaufen.

  12. turkish mom sagt:

    Mein Sohn geht auf ein Privatschule. Da zahlen wir schon eine Menge Schulgeld. Uniform muss auch sein und Einheitskleidung fuer den Sportunterricht. Gekauft werden muss das alles natuerlich im schuleigenen Geschaeft gekauft werden. Ist ja in Ordnung – wir haben naemlich keine andere Wahl.

    ABER, wenn dann jeden Monat ein Zettel im Ranzen ist, wo nach 5 Euro fuer Kopien, 3 Euro fuer dieses und 1 Euro fuer jenes verlangt werden dann geht mir auch die Hutschnur hoch.

    Von den ganzen Bakesales um Geld fuer die Schule zu sammeln rede ich gar nicht. Ach ja und 3x im Jahr ist Dress as you like Day, da duerfen die Kinder dann ohne Uniform in die Schule und muessen dafuer dann bezahlen.

  13. Lemmie sagt:

    Ich erinnere mich noch sehr gut an jeden Schulbeginn. Aber das sind noch Peanuts. Wenn dann die Schulschikurse zu zahlen sind, oder bei berufsbildenden höheren Schulen die nötigen Werkzeuge oder die für die Ausbildung unbedingt erforderlichen Auslandsreisen …
    Wie schön, dass für mich diese Zeit vorüber ist.
    Lieben Gruß
    Lemmie

  14. hostmam sagt:

    Ich hab´s inzwischen aufgegeben mich darüber zu ärgern – dachte ich…
    Bis die Lehrerin unseres Jüngsten uns mitteilte, dass das eingesammelte Geld bitte in einem leeren Filmdöschen abzugeben sei…
    Wo soll ich DAS denn in Zeiten der digitalen Fotografie herbekommen?

    Allerdings habe ich es noch nicht aufgegeben Quittungen für das Geld einzufordern – schließlich kann ich das (genauso wie Schulmaterial und Fahrtkosten zur Schule) zumindest als Ausbildungskosten absetzen …
    DAS scheint aber die meisten Schulen zu überfordern

  15. Greymalkin sagt:

    Wer Schulkinder hat, kann mit Fug und Recht von sich behaupten: Man gönnt sich ja sonst nichts. Meine Karriere als Mutter schulpflichtiger Kinder begann vor 17 Jahren und dauert im besten Fall nochmal 7 Jahre an. Vom ersten Schultag an wurden meine Kinder mit Kopien geflutet, die dann zerknüllt und zerrissen (denn keines meiner Kinder hat die Mentalität eines verwaltungsangestellten) sich zu dem übrigen Mulm am Bodensatz des Schulranzens gesellten. Statt die teuren Schulbücher zu benutzen, kopieren die Damen und Herren Lehrer gerne aus eigenen Quellen und lassen die Eltern dafür löhnen. Wenn Schulmitteilungen ausgehändigt werden, so erhalten wir diese pro Kind, nicht pro Familie. Auch im Zeitalter der elektronischen Post kriegen wir alles doppelt und dreifach ausgedruckt und ausgehändigt.

    Die Materialliste als die Jüngste in die erste Klasse kam las sich wie eine Bedarfsliste für die Kunstakademie. Da durfte es natürlich nicht der 2,99 € Malkasten vom Aldi sein, es musste der teure Pelikankasten her. Bei den Wachsmalstiften war es genauso (die nie benutzt wurden). Außer Malkasten und Wachsmalstiften mussten aber auch noch HOlzbuntstifte und Fasermaler angeschafft werden. Leider hat sich mein Kind nicht als kleiner da Vinci erwiesen, so dass sich die Anschaffungen wenigstens gelohnt hätten.

    Eine weitere Tochter benötigt für ein Fach (Deutsch) 4 verschiedene Hefte, die sie alle der Reihe nach mal zu Hause, mal in der Schule vergisst und von denen mindestens zwei am Ende des Schuljahres noch nicht mal zur Hälfte beschrieben sind.
    Als mein Bruder eingeschult wurde, benutzte er noch eine Schiefertafel. Ich frage mich, wie er lesen und schreiben gelernt hat.
    Sollten Lehrer unter den verehrten Leser dieser von mir hoch geschätzten Seite sein: Bitte bedenkt, dass es nicht nur Ein-Kind-Familien gibt und das die Goldesel sich besonders in den kinderreicheren Familien rar machen, bevor die Einkaufslisten geschrieben werden.