Was tun SIE, wenn ihr Kind ein Mobbing-Opfer ist?

Oder, so Sie kein Kind haben, was WÜRDEN Sie tun?
Waren Sie selbst mal eines?

Sohn, zwölf Jahre alt, guter Schüler und ohne Interesse an Mode, aktueller Musik oder Fußball.

(weinend, Mutter und Sohn)

16 Kommentare zu “Frau … äh … Mutti fragt:”

  1. Sylvia sagt:

    Sorry, falsch einkopiert !

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    Kannst du den falschen Kommentar löschen, bitte *liebguckt* und *Lochbuddelt* ?

  2. Abraxa sagt:

    da ich selber jahrelang Mobbing-opfer war, und heute noch unter den Folgen leide ( beziehe alles sofort auf mich, habe kaum Selbstbewusstsein, rate ich, tun sie nichts was ihr Sohn nicht will. ansonsten holen Sie sichg (und ihrem Sohn) professionelle Hilfe.
    lassen Sie nicht den Klassenlehrer mit der kompletten Klasse reden, das macht es nur noch schlimmer….

  3. Srapleo sagt:

    Hier ein Link zur Polizei Wiesbaden, Jugendkoordination. Frau Kain macht sich sehr stark in Sachen Jugendkriminalität, Gewalt und Mobbing. Ich habe sie auf einem Vortrag erlebt und sie sagte, man kann sich _jederzeit_ an sie wenden.
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    Es ist dabei egal, ob das eigene Kind Täter oder Opfer ist. Ich fand die Frau sehr toll und kompetent. ich denke, hier kann man um Rat fragen, selbst wenn sie für Nierstein nicht zuständig sein sollte. Also: Aufhören zu weinen, die hat bestimmt super Tipps!!!!

    Evtl. gibt auch das Buch „Schlagfertig auf dem Schulhof“ Hilfestellung? (Ist von einem professionellen Schlagfertigkeitstrainer geschrieben).

  4. Lorelei sagt:

    Mir hat damals nur geholfen, mir (über Jahre hinweg, wohlgemerkt) eine arrogante Art zuzulegen und meine unterbelichteten Mitschüler mitleidig von oben herab zu belächeln.
    Nicht gerade ideal; wenigstens hat Ihr Sohn Eltern, die ihn ernst nehmen und mit denen er darüber reden kann.

    Was das Problembewusstsein und Strategien betrifft, habe ich das Gefühl, daß man in den angelsächsischen Ländern da schon wesentlich weiter ist als in Deutschland; eine Google-Suche nach „Bullying“ ist vielleicht aufschlussreich.

    Alles Gute!

  5. Ringelstruempfe sagt:

    Frau Mutti, ich fuehle mit Ihnen und mit dem grossen Sohn. Mobbing ist so gemein.

    Was wir als Eltern gemacht haben: Sofort mit den Lehrern reden. Die sind naemlich dafuer da, in solchen Situationen einzugreifen. Am Besten nicht nur mit einem, sondern mit zwei oder drei Lehrern sprechen. Dann hat man mehr Rueckhalt,

    Dem Kind immer immer wieder erklaeren, dass es nicht an der Situation Schuld ist.

    Den Mobbenden ein (mehr oder weniger) klares NEIN in Gesicht sagen und sie stehen lassen.

    Ein soziales Netz in der Schule aufbauen. Wer Freunde hat wird zwar trotzdem noch gemobbt, hat aber mehr Moeglichkeiten sicheren Kontakt mit anderen zu haben.

    Ein Big Brother, Big Sister Program in der Schule anregen. Oder falls das zu schwer ist, ein aelteres Kind, dass man kennt uns schaetzt ansprechen und es bitten, Ansprechpartner fuer das eigene Kind zu sein. (Ja, so eine Art: Wenn Du nicht aufhoert, dann hole ich meinen grossen Bruder!)

    Wenn alles nichts hilft, Klasse wechseln.

    Als ehemals betroffenes Kind weiss ich:

    Man braucht den Zuspruch und das Verstaendnis seiner Eltern.

    Mobbing tut weh. Man denkt, man selbst ist der einzide, dem das passiert. Es hilft zu sehen, dass auch andere betroffen sind.

    Freunde ausserhalb der Schule sind eine grosse Hilfe. Und gute Erfahrungen dort geben Kraft fuer den neuen Schultag.

    Waehrend meines Studiums habe ich gelernt:

    Mobbing ist ein normaler Teil des Grosswerdens. Es werden nicht nur Aussenseiter gemobbt, sondern auch Kinder, die Persoenlichkeitszuege haben, um die andere sie beineiden. Eingreifen hilft. Lehrergespreache sind wichtig.

    Ich wuensche Ihnen alles alles Gute. Und dem jungen Herren ganz viel Mut fuer den morgigen Schultag!

  6. anabel sagt:

    Ruhe bewahren. Herausfinden, was der Grund fürs Mobbing ist.
    Dem Sohn das Rückgrat stärken. Trösten, reden reden reden.
    Abwarten. Lehrer mit einbeziehen, nach einiger Zeit aber erst.
    Hoffen, dass es bald vorüber ist.

    ich fühle mit Ihnen, verehrte Frau… äh… Mutti!

    anabel

  7. Astrid sagt:

    Sowas haben wir auch hinter uns. Unsere Tochter konnte kaum noch schlafen,weinte viel und musste sich jeden Morgen übergeben. Ein Gespräch mit der Klassenlehrerin und dem Direktor halfen nichts, es wurde weiter gemobbt. Wir haben unsere Tochter dann 6 Wochen vor den Sommerferien vom Hausarzt krank schreiben lassen, und fürs nächts Halbjahr an einer anderen Schule angemeldet. Es hat ihr gut getan, sie war schnell wieder die alte und fühlte sich in der neuen Schule pudelwohl was sich auch auf ihre Noten ausgewirkt hat.
    Lieben Gruß Astrid

  8. Möwe sagt:

    Aus eigener Erfahrung weiß ich:

    Es aussitzen hilft definitiv nicht! Das einzige was wirklich hilft ist, den Mobbern Paroli zu bieten.

    Zugegeben, das ist leichter gesagt als getan. Aber auf Dauer die einzige Alternative zum Schulwechsel. :(

    Mitfühlende Grüße
    Möwe

  9. lab-maus sagt:

    Hallo, zum einen: ein Projekt von der Uni Würzburg zum Thema (Hier klicken)
    (bitte im Fall des Unerwünschtseins den Link wieder entfernen), zum anderen: Welche persönlichen Stärken hat denn des Sohnemann? Welcher Sport, welches Hobby machen ihm Spaß oder würden ihm Spaß machen? (um das positive Selbstbild zu stärken und eventuell den Freundeskreis zu erweitern)
    Mit den Eltern der „kleinen Fieslinge“ zu reden, ist meist sinnlos – ihre Kinder würden doch nie … oder das andere Kind ist schuld …
    Die lerntheoretische Lösung wäre das ungewünschte Verhalten konsequent zu ignorieren (Löschung) aber das ist echt anstrengend und von einem Steppke mit 12 Jahren nicht zu fordern.
    krasseste Konsequenz, wenn auch der Rückhalt in der Schule fehlt: Schulwechsel

    Sorry für den Telegrammstil – meine Mittagspause ist gleich vorbei.

    Und zum abreagieren ist Indiaca ganz gut geeignet – wahlweise auch Handtuch zusammenrollen und die Bettdecke damit ausklopfen.

    Kopf hoch und toi, toi, toi.
    Sowas fühlt sich an wie als Hobbit zum Schicksalsberg zu wandern.

  10. lab-maus sagt:

    Hallo, zum einen: ein Projekt von der Uni Würzburg zum Thema (Hier klicken)
    (bitte im Fall des Unerwünschtseins den Link wieder entfernen), zum anderen: Welche persönlichen Stärken hat denn des Sohnemann? Welcher Sport, welches Hobby machen ihm Spaß oder würden ihm Spaß machen? (um das positive Selbstbild zu stärken und eventuell den Freundeskreis zu erweitern)
    Mit den Eltern der „kleinen Fieslinge“ zu reden, ist meist sinnlos – ihre Kinder würden doch nie … oder das andere Kind ist schuld …
    Die lerntheoretische Lösung wäre das ungewünschte Verhalten konsequent zu ignorieren (Löschung) aber das ist echt anstrengend und von einem Steppke mit 12 Jahren nicht zu fordern.
    krasseste Konsequenz, wenn auch der Rückhalt in der Schule fehlt: Schulwechsel

    Sorry für den Telegrammstil – meine Mittagspause ist gleich vorbei.

    Und zum abreagieren ist Indiaca ganz gut geeignet – wahlweise auch Handtuch zusammenrollen und die Bettdecke damit ausklopfen.

    Kopf hoch und toi, toi, toi.
    Sowas fühlt sich an wie als Hobbit zum Schicksalsberg zu wandern.

  11. Frau Bergzwerg sagt:

    Geht das schon lange so? Oder erst seit dem neuen Schuljahr? Wenn ja, ist irgendwas vorgefallen?

    Ich würde Ihnen so gerne helfen, aber ich weiß nicht was da zu tun ist. :(

  12. kelef sagt:

    ach du sch…

    augen zu und durch einerseits, und paroli bieten andererseits. auch wenn es noch so bitter ist, so lernt man für das leben.

    ist ja oben schon angedacht worden: eigenen modestil kreieren, oder „ich hab' halt meine eigene meinung“ bzw. „aus dem bin ich schon raus“ oder „ICH muss ja nicht nachschauen, was die anderen anziehen, und meine eltern auch nicht, die fragen mich was ich will und das krieg ich dann“. bieten sie ihm was zum angeben können, was die anderen nicht haben: onkel in amerika, oder tante in neuseeland, muttern (vattern) kann was was die anderen nicht können. grundsätzlich gilt ja, dass menschen die mobben dies ausschliesslich aus minderwertigkeit(sgefühlen) tun. auf derlei plebs kann man ja eigentlich verzichten, aber schreibt sich natürlich einfacher als es ist.

    vielleicht kennen sie ein psychologisches fachmenschenwesen, das dem jungen mann erklären kann, warum menschen andere mobben? das würde vermutlich ihn quasi erhöhen und die anderen erniedrigen, quasi.

    und was geht mit einem hobby, das die anderen sich nicht leisten können (weniger wegen geld, mehr wegen rückenstärkung von zu hause, und die hat ihrer ja nu mit sicherheit).

    kampfsportarten sind auch eine gute methode, kinder aus solchen teifelskreisen rauszuholen: gerade in diesem alter, wenn die jungs wie die fohlen unkontrolliert vor sich hin wachsen, werden durch kampfsport die bewegungen koordiniert, die selbstsicherheit und das reaktionsvermögen gestärkt, etc. kleiner nebeneffekt: wenn die dann vom baum oder rad oder moped oder später motorrad fallen, verletzen sie sich nicht einmal annähernd so wie die anderen. sie können aus dem stand über höhere zäune springen und von höheren mauern runter. und man kann sich die wut aus dem leib prügeln ohne jemanden zu verletzen. und in einem guten verein sind die lehrer auch gute psychologen (wäre sonst zu gefährlich, in jeder beziehung). diese methode stammt übringes nicht von mir, sondern von jemand der in i*rael schwerst traumatisierte und daher entsprechend verhaltensgestörte und schwererziehbare kinder als sportlehrer und erzieher betreute. er meint, damit habe er immer die besten erfolge erzielt. natürlich nicht mit totschlagversionen, aber klassisches judo, karate oder manche tae kwan do – arten seien da sehr hilfreich.

    und auch ein liebreiches „ihr seid mir einfach zu primitiv“ oder so kann einen innerlich stärken. auch körpersprache verstehen (schulterzucken und abwenden, meine ich, oder einfach pfffft sagen, nicht stinkefinger) kann sehr befreiend wirken.

    und natürlich: zu hause darüber sprechen können. aber das wissen sie ja ohnedies.

  13. fraggle sagt:

    hallo, (meine mittagsruhe (schlaf des kindes) ist gleich vorbei, deshalb schreibe ich ihnen ganzganz schnell, etwaige fehler sind zu entschuldigen)

    Immer da sein, REDENREDENREDEN; kind stärken, mit Lehrer reden, vorher geklärt haben welchen möglichen Grund es gibt, kam es plötzlich, was ist vorgefallen….
    ist einer/eine der Täter oder ist es eine Tätergruppe? gibt es mehrere Opfer, kann man sich mit anderen zusammentun, Eltern /kids, Klassenpflegschaft? Vertrauenslehrer?
    gibt es ältere „Mentorenschüler“ an der Schule?

    sind der/die Täter auch handgreiflich? alles witklich alles gut dokumentieren, vor allen Dingen, wenn es zu Elterntreffen kommen sollte….erfahrungsgemäß schlagen die Wellen dort meistens sehr hoch.

    Lassen sie sich nicht auf kräftezehrende Diskussionen mit den Tätereltern ein, diese sind meist unumgänglich, aber leider zusätzlich sehrsehr kräftezehrend .

    wichtig für sie fürs gespräch mit lehrer: wie ist dieser? hört er/sie zu? kennt er/sie sich mit mobbing aus? ist er/sie ihnen vom Grunde her sympathisch…

    wenn nicht, DIREKT zum Direktor; wie ist dieser/diese drauf.
    Nehmen sie unter Umständen jemanden mit zu diesen Gesprächen.
    Wenn Direkor eher nicht reagiert, können sie zum Schulrat gehen und/oder Schule wechseln

    Direkthilfe für ihren Sohn; immer dasein, immer reden, viel reden, Freunde außerhalb dieser Mobbingszene suchen, evtl auch in der Klasse, die ihn dann dort vielleicht auch unterstützen können.
    In manchen Städten gibt es netzwerke, die sich damit auskennen und direkthilfe/Stärkun etc bieten könne; manchmal bei der Kommune, manchmal beim Jugendtreff/heim, manchmal über die Polizei, manchmal über freie Träger….

    Ich wünsche Ihrem Sohn, Ihnen und ihrer ganzen Familie vielviel Kraft, gute Nerven und alles Gute, so dass sich diese Phase schnell und glücklich beheben lässt, ohne weitere und länger bleibende Probleme.

    Kopf hoch und Kampf dem Mobbing!!

    viele liebe Grüße, temporeichend

    f.

  14. Christine sagt:

    Grad mal weinend nach Hause oder schon langer Kummer? Weil wenn grad mal weinend – gehört dazu. Wer nicht „mainstreamig“ daher kommt erfährt grad zu Beginn der Pubertät schmerzlich wie es ist nicht zur Peergroup zu gehören. Das sehe ich persönlich als einen Teil des Erwachsen werdens und der Ausformung der eigenen Persönlichkeit – wie weit will ich mich anpassen und wie viel an nicht dazu gehören halte ich aus.
    Wenn länger Kummer und immer wieder Opfer – unbedingt handeln. Gibt es an der Schule so was wie Streitschlichter oder Mediatoren? Wäre toll, weil dann die Kids vielleicht mit ein wenig Unterstützung selber eine Lösung finden können (hat in der Klasse des Mittleren Sohnes sehr gut geklappt und alle zusammen reifen lassen). Lehrer kontaktieren und Unterstützung holen. Und was vorher schon gesagt wurde – den Sohn stärken, ihn Erfolge in anderem Kontext als Schule geniessen lassen. Und natürlich – aber das machen sie ja eh – immer wieder mit ihm reden, ein Ohr für seine Probleme haben und nicht abwiegeln oder so…

    Tröstende Grüße und viel Erfolg. Das wird schon!

  15. eva sagt:

    Aktion meiner verehrten Frau Tante:
    Jüngster Sohn(von 3 Jungs) wurde gemobbt, Tante Imi lauerte den Pubis auf und schlug sie mit Kung Fu (Schwarzgurtträgerin, zisgster Dan) zusammen(also nicht so hart, aber immerhin waren sie völlig verdutzt), danach den einzigen Satz: „Lasst die Finger von meinem Sohn, ansonsten schlag ich nochmal zu- und das tut dann RICHTIG weh!“
    Das wars, danach war Ruhe.
    Ich würde auch meinen Mann hinschicken, der würde den Bürschchen auflauern und ans Schlawittchen nehmen.
    Aber ohne etwas davon meinem Kind zu erzählen.
    ;)
    Wenns nicht aufhört, diret zur Schulleitung, ich würde da nicht lange mit Spassen.
    LG Eva, die Angst vor den zukünftigen Schulzeiten hat…hm

  16. June sagt:

    Am wichtigsten ist das Verständnis der Eltern und die Unterstützung. Mir hat damals geholfen, dass mich die Horterzieherin gemeinsam mit meinen Eltern in eine Theatergruppe gesteckt hat. Stärkung des Selbstbewusstseins, neue Freunde und das Wissen, dass es etwas gibt was ich richtig gut kann haben dann geholfen, irgendwann zu merken, dass man besser ist als solche Idioten und es keinen Grund gibt Angst zu haben. Alles Gute!!!