Offenes Singen im Advent

9. Dezember 2007

und die Familie marschiert geschlossen in der Oppenheimer Katharinenkirche ein.
Nein, Kirchgänger sind wir nicht, doch die beiden größeren hinreissenden Bestien singen seit einigen Jahren im Kinderchor und trugen somit maßgeblich zur Programmgestaltung bei.

Es ist ein wundervolles Gefühl auf einer harten Kirchenbank zu sitzen und alten Kirchenliedern, die von glockenklaren Kinderstimmen vorgetragen werden, zu lauschen. Nein, Frau … äh … Mutti ist nicht ironisch. Das ist ganz ernst gemeint. So manches Tränchen der Rührung wollte sich über meine Wange stehlen, wenn die beiden großen Kinder „Maria durch ein Dornwald ging“ sangen und das allseits bekannte „Gloria“ jubelten. Manchmal war ich in Versuchung aufzustehen und der anwesenden Gemeinde zu verkünden, dass diese beiden hübschen, talentierten Kinder rechts außen die meinen sind.
Höhepunkt des Programmes war die Adventskantate „Machet die Tore weit“ von Christian Ludwig Boxberg, die Frau … äh … Muttis Mutterbrust so anschwellen ließ, dass sie sich zu inbrünstigem Mitsingen bei „Tochter Zion“ mitreissen ließ.

Die besinnliche Stimmung wurde auf der Heimfahrt vom jüngsten Kind gnadenlos terminiert. Mit tiefer, definitiv richtiger-Ton-abstinenten Stimme gröhlte er das Gloria und schuf damit Fußballstadion-Atmosphäre (Frau … äh … Mutti schwenkte ihren Schal im Takt). Mich freut´s trotzdem und die besinnliche Stimmung kriegen der beste Vater meiner Kinder und sein treusorgendes Weib mit Wein bei Kerzenschein auf dem Sofa auch gleich wieder hin. Stolz sind wir sowieso.

Ein Kommentar zu “Offenes Singen im Advent”

  1. jette sagt:

    „Hach!“ sag ich da nur.

    (Mein Kind singt in letzter Zeit meine Liedchen. Mit allen Schnörkeln. Das ist auch sehr rührend.)