Es ist an der Zeit
13. November 2007
für einige Halbsätze in schlechter Grammatik mit Sternchen garniert:
*sich geschmeichelt fühlt*
*gebauchpinselt sei*
*grins*
Sie da draußen, die Sie mir solch nette Sachen kommentiert haben … sie begehen ja, streng genommen, den gleichen Fehler, wie die besorgte Mutter. Denn auch Sie wissen nicht, wie ich letztlich mit meinen Kindern umgehe. Vielleicht hat sie ja gar recht, die besorgte Mutter?
Die allerliebste Freundin kann es bestätigen, dass die hinreissenden Bestien nicht immer nach dem besten pädagogischen Richtlinien erzogen werden:
„HALT. DIE. KLAPPE. Nur fünf Minuten.“, zum Beispiel.
Beliebt ist auch: „Ich hänge dich am kleinen Zeh aus dem Fenster.“
Oder: „Ich setze dich an einer Autobahnraststätte aus. Im Ausland. Weit weg.“
Oder, fröhlich ein Liedchen anstimmend: „Oh diese Kinder! Verflucht sei ihr Erfinder“ (Ritter Rost passt eben immer)
Gerne formuliere ich auch Erpressungen:
„Wenn du dein Bett nicht abziehst, werde ich einen nassen Kater hineinwerfen.“
„Wenn du deinen Teller nicht abräumst, wirst du morgen früh davon frühstücken“
„Wenn du nicht duschen willst, muss ich nicht mehr waschen, weil dann brauchst du ja keine sauberen Klamotten mehr. Stinkt eh alles gleich.“
Und trotzdem: Danke.
Und keine Sorge um die hinreissenden Bestien, die allerliebste Freundin arbeitet beim Jugendamt und hat ein Auge auf sie. (diese Tatsache macht die Drohung mit dem Jugendamt bei den Kindern hinfällig, weil die freuen sich dann, dass Ulla wieder zu Besuch kommt.)
13. November 2007 um 13:15
Bei uns heißt es dann immer: Hätten wir uns doch lieber einen Hund gekauft!
Das nimmt hier natürlich keiner ernst, bis auf meine Mutter….
Liebe Grüße,
Doris
13. November 2007 um 13:53
*kicher* Na, dann bin ich ja beruhigt, daß Sie keine Über-Super-Trouper-dieKindeleindürfen alles-Mama sind…..
Und so ungefähr hab ich mir das schon vorgestellt…. aber das mit dem kleinen Zeh muß ich mir merken… und statt dem nassen Kater könnte ich es mal mit nassem Hund versuchen, das müffelt noch besser *lach* mal gucken, ob DAS wenigstens wirkt :D :D :D
13. November 2007 um 14:35
Ich mag solche Sätze!!!
(Aber nur beim eigenen Kind – auf der Arbeit reagiert man da empfindlicher.)
13. November 2007 um 16:00
Na, mit dem 'am kleinen Zeh aufhängen', kann ich mir stecken. Mittlerweile ist Sohnemann schon einen Kopf größer als ich und ich hätte wohl mit der tatsächlichen Umsetzung so meine Probleme ;)
Aber das Androhen, dass ich nie nix mehr koche, das funktioniert immer noch. :D
Liebe Grüße
Sabine
13. November 2007 um 17:40
Immer noch kopfschüttelnd, dass sich fremde Leute ungefragt, anderer Wohl annehmen und dann noch dazu drohen?! Ich lese sehr gerne bei der Rabenmutter, bin wohl auch bei einer aufgewachsen :)
13. November 2007 um 19:04
LOL,
die „Erpressung“ wegen des Duschens ist gut. Darf ich die Kopieren? *gg*
Lachende Grüße
MIchaela
13. November 2007 um 19:35
Dann nehmen Sie doch auch noch: „Wenn Du Dich zum pinkeln nicht hinsetzt, werde ich das Klo mit Deinem Lieblingskuscheltier (alternativ Pullover, etc) putzen…!“
Ich habs mal angedroht. Aber gemacht noch nie…
(… weeeer müsste es dann in die Maschine stopfen??)
LG
anabel
Antwort von Frau … äh … Mutti:
"Wenn du dich zum Pinkeln nicht hinsetzt, pinkele ich ab sofort auch im Stehen. Und putze NIE WIEDER das Klo."
13. November 2007 um 20:08
Alternativ such ich auch lange Nägel, um die Kinder an die Wand zu nageln. Welcher Mutter geht es nicht hin und wieder so?
Mein Mann und mein Sohn sind beides „sitzpinkler“. Wenn Sohnemann meint, er muss stehen (erkennt man an den Tropfen auf der Klobrille) reicht (noch) die Androhung, dass er das Klo putzen muss. Das mag er nämlich ganz und gar nicht
13. November 2007 um 20:49
*grins*
nun… da fehlt aber noch „ich zieh dir die Ohren lang und knote sie über dem Kopf zusammen“ (das ist Mein Favorit. Absolut!!)
Das mit dem nassen Kater ist aber auch gut, werde ich übernehmen (wenn erlaubt) allerdings ist das bei uns dann der „kleine“ Hund ;)
viele Grüße!
13. November 2007 um 21:08
Himmel sei dank: Du bist keine Dinkelkeksvollblutmutter. Die Angst davor, mich nach der Geburt in „so eine“ zu verwandeln hat mich bisher davon abgehalten, mich näher mit der Familienplanung zu befassen.
Sollte ich mich also irgendwann gegen Hund und für Kind entscheiden, bist du nicht unschuldig :D
13. November 2007 um 21:45
Och, so Briefchen sind doch gar nx. Irgendeine gestörte Tussi, die uns mal Sonntags morgens beobachtete, wie trotzender, vor Wut schreiender und ausser-sich-tobender Sohn an Papas Hand hing(zum Abtransport!), als wir frühstücken gehen wollten, hatte nichts besseres zu tun, als das Jugendamt anzurufen, was dann auch anzurufen. Was dann auch BLITZSCHNELL 14 Tage später mit Kinderarzt vor der Tür stand. Der Kinderarzt war der Doc von Sohnemann nach der Geburt im Krankenhaus-der Jugendamtstyp kannte meinen Onkel und auch noch den Stiefvater, selbst im JA tätig und überhaupt traf er eine friedlich beisammen sitzende Kinderschar am Küchentisch vor, die Nüsse knackte, und komischerweise KEINE blauen Flecken und ausgedrückte Kippenwunden am Körper hatte.
Schockierende zwar, aber jetzt, mit Abstand, weiss ich auch, wer wirklich dahintersteckte, nämlich unsere liebe Nachbarin UNTER UNS, die uns hasst wie die Pest, weil wir ihr vorzugsweise am Wochenende morgens ca 7h30 auf der Nase herumtanzen, die am Abend VOR dem JA-Besuch meinen werten Gatten kontrollierte, der eine Tüte mit SCHEISSE in den Müll entsorgte, und zwar in einer grossen Tüte, die er hunderfach durch seine Hausmeistertätigkeiten in einem gewissen Geschäft auf der Königsallee ansammelt; diese Tüte fand er wieder auf seiner Ladefläche wenige Minuten später, traf die Dame dann auch ZUFÄLLIG im Treppenhaus und watschte sie mit dem Spruch „Ist es schon soweit, dass Du den Müll durchwühlst in Deiner Freizeit? Geh in Deine Hütte und entspann Dich einfach!“
Diese liebenswürdige Nachbarin(wohnhaft im EG) muss mit der Dame, die uns 14 Tage zuvor beim Trotzanfall auf der Strasse vor der Haustür (nach unserem Friedensgespräch! Dem sie neugierig beiwohnte, die aufmerksame Beobachterin) mit Infos versorgt haben, denn das JA hatte unsere Namen.
Schöne Geschichte? Ja, ich mag sie, unsere lieben Mitmenschen. Ja, ich verstehe die erhöhte Alarmbereitschaft und finde auch, dass das JA besser einmal zuviel, als einmal zuwenig kontrolliert.
Aber diese Instanzen sollten wirklich nicht für eigene Zwecke missbraucht werden- die sollten sich um die Familien kümmern, die es wirklich nötig haben.
Hach, Frau Mutti, ist das Leben nicht schön. Was hab ich an jenem Abend exzessiv gestrickt ;)
Solidarische Grüsse, Eva
13. November 2007 um 23:20
Ganz ehrlich? Ich hab mit meinen eigenen Kindern genug um die Ohren, als das ich mich auch noch um anderer Leute Kinder (oder den dort angewandten Erziehungsmethoden) kuemmern wollen wuerde. Aber lesen, lesen tue ich doch schon gerne von Leuten, die dazu wohl Zeit und auch Lust zu haben :D Also bitte immer schoen weiter auf dem Laufenden halten, liebste Pia, ueber DIE Schwachmaten, die sich offensichtlich liebendst (und natuerlich anonym) in Deinem Blog tummeln ;)
15. November 2007 um 19:32
Ganz ernsthaft, ich gehe lieber einmal zuviel aus dem warmen Büro als einmal zu wenig. Und die allermeisten Familien verstehen das gut. Vielleicht bis auf die, die es tatsächlich betrifft. Tatsächlich sind es erstaunlich oft missgünstige Nachbarn, die das Jugendamt anrufen und sich nicht zu erkennen geben. Aber eben nicht immer… .
Aber eins ist sicher, wenn jemand kein Jugendamt braucht, dann frau…äh..mutti.
Und die hinreißende Bestie von meinem Ex-Chef wurde mit den Worten in die Schranken gewiesen:“Wenn du jetzt nicht hörst, musst du ohne Schuhe ins Bett!“ Worauf sie sich immer vor Lachen kringelte, von wegen Pädagoge…
ps für die Anmerkung oben wünsche ich mir mal wieder einen lecker Käsekuchen. :D