Ach, ein Lädchen!
1. Februar 2007
Ach nein, es wird kein Lädchen.
Vor vielen Jahren, als die Kindelein noch klein und das Leben in der Grünen Villa noch ganz neu war und Frau … äh … Mutti grübelte, wie sie ihr Leben sinnvoll füllen könnte, gab es diese Idee: Ein Lädchen, unten in der Kelterhalle. Ein Second-Hand-Laden für Baby- und Kinderkleidung, mit einem Sofa in der Ecke, einer kleinen Kochecke und vielen Müttern, die sich dort treffen sollten, um mit ihren Babys anzugeben. Oder das vergnügliche Gesellschaftsspiel „Meine rechte Brust ist frei, ich wünsche mir Klein-Karla bei“ zu spielen. So schön stellte sich Frau … äh … Mutti ihr Lädchen vor, „Kinderkram“ hätte es heißen sollen.
Frau … äh … Mutti begann den Hallenboden grau und die Wände weiß zu streichen und die Rohre an der Decke wurden blau. Etliche Ballen Stoff wurden gekauft, um die Halle ein bißchen abzuteilen und wohnlicher zu machen. Ein Gewerbe wurde angemeldet, ein Konzept für Kommissionsware wurde ausgearbeitet und eine Hebamme hätte ab und zu mal eine Stillberatung gemacht.
Alles hätte so schön sein können, hätte Frau … äh … Mutti zwei Stellplätze für PKWs nachweisen können. Wenn ein Geschäft neu eröffnet, so verlangt es die hiesige Gemeinde, dann muss es Parkmöglichkeiten für die Kundschaft zur Verfügung stellen. Das Argument, dass meine Kundschaft garantiert mit Kinderwagen anrückt und diese mit in den Laden kommen und nicht mal den Gehweg blockieren, führte zu nichts.
Man bot Frau … äh … Mutti an, zwei Stellplätze zu mieten, für 60 DM im Monat. 60 DM müssen in einem Second-Hand-Lädchen erstmal verdient werden. Ausserdem befanden sich die von der Gemeinde angeboteten Stellplätze in 400 Meter Entfernung von der Grünen Villa. Luftlinie. Garantiert hätte die potentielle Kundschaft niemals dort geparkt.
Und so platzte die Seifenblase Kinderkram. Das Gewerbe wurde wieder abgemeldet, die Halle rümpelte zu und die Mütter trafen sich zum Angeben weiterhin abwechselnd in den verschiedenen Küchen und Wohnzimmern. Bis die Kinder groß genug waren, um sich nicht mehr leiden zu können.
Aber ich glaube, das Lädchen gäbe es immer noch.
1. Februar 2007 um 19:28
Sch***rottige deutsche Bürokratie sag ich da nur! :(
2. Februar 2007 um 09:17
Frau …äh…Mutti!
Das war MEINE Gechichte! :D
Hab sie dann aber doch verwirklicht .. allerdings nicht mit „Kinderkram“ sondernmit Kunstgewerbe der besonderen „Art“ … bei Überwindung der bürokratischen Hürden hab ich mir allerdings fast die Beine ausgerä(e?)nkt :(
.. das ist schon fast 5 Jahre her …. und letztes Jahr hab ich die letzte Krücke abgeworfen … bin wieder frei!
LG
Angela
2. Februar 2007 um 09:25
Frau …äh…Mutti!
Das war MEINE Gechichte! :D
Hab sie dann aber doch verwirklicht .. allerdings nicht mit „Kinderkram“ sondernmit Kunstgewerbe der besonderen „Art“ … bei Überwindung der bürokratischen Hürden hab ich mir allerdings fast die Beine ausgerä(e?)nkt :(
.. das ist schon fast 5 Jahre her …. und letztes Jahr hab ich die letzte Krücke abgeworfen … bin wieder frei!
LG
Angela
2. Februar 2007 um 09:54
Ach, Fau Mutti….
Guckn Sie, alle alle fanden meinen Tipp toll, und wären Wallfahrern gleich gen Taschenlädchen gepilgert.
Was mach ich nu` mit dem toll geplanten Küchlein in fulminanter Taschenform ?
Hach, ich backs vielleicht trotzdem.
Nur so.
Und mach ein Foto davon.
Zum schicken.
Toll wärs gewesen. Allemal.
Nun warte ich ungeduldig auf die Auflösung der kryptischen Ankündigung.
( weil ich ja soooo geduldig bin ;) )
Nicole
2. Februar 2007 um 11:22
kannste nicht einen verein gründen ? „rettet die beutelratte“ oder so was und dann ist die kelterhalle das vereinsheim und die brauchen doch keine parkplätze nachweisen …. oder etwa doch???
2. Februar 2007 um 12:22
Blöde Bestimmung. Eigentlich sollte man meinen, daß diese Gemeinde inzwischen darum bettelt, dir als „Prominenz“ ;) den Weg zu ebnen und einen roten Teppich zu Deiner Grünen Villa zu rollen :D
2. Februar 2007 um 13:13
Apropos Beutelratten. Wie fänden Sie denn den Namen:
Opossum *gg*
Mußte bei „Beutelratten“ gerade an Dame Edna denken. [Nur, falls die gute Dame einer kennen sollte…] ;)
8. Februar 2007 um 15:55
Da wollte nur jemand an den Parkplatzmieten verdienen – wetten dass?