Fellpflege
11. April 2006
Eine Frage an alle langhaarigen, Wallemähne habenden Menschen da draußen:
Was tut Ihr, damit sich die Zotteln gescheit durchkämmen lassen?
Frau … äh … Mutti verzweifelt. Man stelle sich ihre Haarpflege folgendermaßen (Version A, B, C) vor:
Version A: Frau … äh … Mutti springt unter die Dusche, wässert fünf Minuten die Mähne, bis die ersten Wassertropfen endlich die Kopfhaut netzen, schüttet sich zwei händevoll Schampo auf den Schädel, schrubbelt, rubbelt, massiert und knetet wild drauf los, spült zwanzig Minuten aus bis das Wasser endlich nicht mehr schaumig ist, wirft eine halbe Packung Spülung hinterher, spült weitere zwanzig Minuten, drückt zwei Liter Wasser aus den Strähnen, wirft das Handtuch über, drückt ohne zu rubbeln an den Haaren herum, greift zur Bürste, streicht diese durchs Haar, unterdrückt Schmerzensschreie, zerrt an den verflixten Knoten, entwirrt die Haare, damit die Bürste wieder frei ist, bürstet, reisst, schnauft, schimpft, flucht und schwört sich, dass diese Sch***haare bald abkommen.
Version B: Frau … äh … Mutti säuselt dem besten Vater ihrer Kinder „lass uns duschen gehen!“ ins Ohr, wässert fünf Minuten die Mähne, während der beste Vater ihrer Kinder geduldig auf dem Podest in der Dusche sitzt und zusieht, reicht dem besten Vater ihrer Kinder das Schampo und lässt ihn machen. Der beste Vater ihrer Kinder knetet und massiert und schrubbelt und rubbelt, seufzt bisweilen und in Anbetracht seiner eigenen, fehlenden Haartracht, versonnen auf und hat sichtlich Spaß an der Sache. (ja, es gibt auch jugendfreien Spaß zu zweit unter der Dusche). Ausspülen, irgendwelche Kur- und Pflegemittelchen, wieder spülen, vorsichtig ausdrücken, abtupfen und zehn Minuten später mit (Wut- und Ungeduld-)Tränen die Bürste durch das Gestrüpp zerren.
Version C unterscheidet sich nur darin von A und B, dass Frau … äh … Mutti in der Wanne schmort. Auch hier gäbe es dann Version A und B, das Ergebnis bleibt aber: heulen, fluchen, Haare ab (haben wollen).
Was also ist das Geheimnis? Rückt es heraus, Ihr Langhaarigen. Ich kann nicht glauben, dass täglich tausende von Menschen schluchzend vorm Spiegel stehen und sich mit Bürsten Haarsträhnen aus dem Schädel reissen.
Mit ungekämmten, nassen Haaren auf dem Sofa sitzend und der Antworten harrend, die da kommen mögen,
Ihre Frau … äh … Mutti, kurzhaarig durchaus attraktiv – eigentlich
(Darlin‘, give me a head with hair,
long beautyful hair,
shining, gleaming, steaming, flaxen, waxen.
Give me down to there hair,
shoulder length or longer,
here baby, there momma,
ev’rywhere daddy, daddy.
Hair, hair, hair, hair, hair,hair, hair, hair.)
11. April 2006 um 20:29
huhu
au ja solltest du für dieses echt leidige problem ne lösung haben dann las es mich bitte wissen ! mir graut es schon vor morgen früh *seufz*….haare waschen….
lg von einer leidensgenossin …( anke )
11. April 2006 um 20:54
Tipp von ebenfalls langhaariger mit leichten Locken: Nicht rubbeln, Haare wenn nass auswringen, Handtuchturban drüber, 10 Minuten später das Haasr einfach mit dem Handuch ausstreichen. Funktioniert! perfekt!… außer Du hast irgendwelches Lockengedöns, dann weiß ich auch keinen Rat.
11. April 2006 um 21:16
1. Nicht rubbeln, nicht kneten, nicht wringen, so gehst du auch nicht mit einem guten Mohair-Pulli um, oder? Und so weich sollen die Haare ja auch irgendwann mal werden, gell? ;)
Wenn die Haare (irgendwann endlich mal) nass sind, nicht ganz so viel Shampoo nehmen, SANFT einmassieren und sanft wieder ausspülen. Das gleiche mit der Spülung – denk immer an einen Wollpulli!
2. Das Wasser aus den Haaren streichen (so als ob du einen Pferdeschwanz machen willst), Handtuchturban drüber und dann erstmal dich selbst in Ruhe abtrocknen.
3. Turban runter, mit einem grobzinkigen Kamm, am besten einem Lockenkamm durch die Haare. Das geht wirklich gut und tut kaum weh, die Bürste kannst du ab sofort gaaaaanz weit wegstellen. :)
Dann solltest du eigentlich mit den Haaren fertig sein, gekämmt und ohne Ziepen und Zotteln!
Selten föhnen und wenn, dann nur so kühl wie möglich und optimales Shampoo/Spülung nehmen, Fructis z.B. klebt fürchterlich, Nivea hilft mir auch nicht wirklich, nur mit Dove komm ich im Moment zurecht.
Noch Fragen?
Viele Grüße,
Janka
11. April 2006 um 21:43
Ich kann mich Janka voll und ganz anschließen.
Bürsten? Nasses Haar niemals, nur den grobzinkigen Kamm, (den man sich damals mit der ersten Dauerwelle zugelegt hat :D ), so gut wie lufttrocknen lassen, bevor man überhaupt mit kämmen anfängt.
Waschen: nur die Kopfhaut, nie das Haar, das bekommt auch so genug ab.
Und beim kämmen: immer von den Spitzen zum Ansatz, hat mir mal ein laaaaaangmähniger, gutaussehender junger Mann verraten, seitdem klappts… :ok: )
LG anabel
11. April 2006 um 21:53
Nass kämme ich die Haare auch nur mit einem Lockenkamm. Trocken kämme ich mit einer speziellen Lockenbrüste. Das ist eine Kombi aus harten und weichen Borsten, da ziept nix mehr.
LG
Daniela
11. April 2006 um 22:40
Als vermutlich einziges männliches Wesen, was zu dieser Frage hier jemals Stellung nehmen wird (weil: „der hat zu allem was zu sagen“ *g*):
Ich nutze eine plastikgerippige Haarbürste mit groben Plastiknübbeln und föne im Winter die ewig entweder zu kurzen oder zu langen Haupt-Haare zügig und mit einem angeblichen Reisefön.
Reisefön deshalb, weil er klein ist, tierischen Lärm macht und 1200 Watt Strom in sich aufsaugt. Ich hatte ihn noch nie auf Reisen mit. Der ist zu laut für Campingplätze, man wird gesteinigt, wenn man ihn morgens um 9 Uhr benutzt.
Vor einigen Tagen habe ich den Fön von Schatz benutzen müssen. Ein hochwertiges Frisörmodell. Meine Haare klebten, ziepten, wurden verbannt und meine Schreie hallten durch die Wohnung. (Das ganze Haus kennt inzwischen nahezu mein komplettes Repertoire an Flüchen)(Wie gut, daß ICH dort nicht wohne *g*)
Ich denke, es liegt am Fön. Ein simples Plastikmodell mit möglichst viel Lärmentwicklung und starker Fönbrise zerfetzt mit der Wirkung eines Starfighter-Nachbrenners auch den hartnäckigsten Knoten.
Meine Tochter, versehen mit langen dauerknotenden Haaren, schwört übrigens auf trockenbürsten, wenn die Haare trocken sind und eine dicke breite Bürste der Marke „Pharmadies“, natürlich erhältlich ausschließlich für schweineteures Geld in Apotheken.
Soviel aus dem CeKaDoschen Haushalt geplaudert. Sozusagen von Mann zu Mutti :))
12. April 2006 um 00:02
Moin Pia, als Mähneträgerin mit Locken und Mähnentochter, taillenlang, erzähle ich Dir gerne, was wir uns in die Haare schmieren *g*.
Kennst Du diese grünen Fructis-Kugeln? Wir nehmen die Variante long and strong. (Shampoo allerdings nicht von Fructis, da hab ich gerade ein Farbshampoo von Guhl, sonst kam ich mit Nivea am besten hin) Wird nach der Wasch&Spül-Prozedur ins nasse Haar geknetet und danach kämmt es sich bei uns völlig ohne Ziepen.
Am besten schon vorm Waschen die Haare kämmen und beim Waschen nicht wüst hin und her wuseln sondern immer schön ausstreichen. Dann bilden sich erst gar nicht so viele Kletten.
Die nassen Haare nur kurz ausdrücken und in Handtuchturban packen. Nicht sofort auskämmen sondern etwas warten.
Dazu einen gaanz breitzinkigen Kamm (Lockenkamm) bei nassen Haaren. Die Bürste nehme ich nur bei trockenen Haaren.
Geföhnt wird bei mir nur der Pony wg. 'styling' *g*, bei Tochter föhne ich gar nicht.
Wenn Du alle Tipps hier ausprobiert hast, erzählst Du uns dann auch, ob was davon geholfen hat?
LG Petra
12. April 2006 um 06:26
JAJAJA! SO ist das!
Version A kenne ich aus dem FF (ich bevorzuge diese, selbstwaschend bin ich schneller und somit wenigstens nach ca. 30 Minuten fertig mit Dusche PLUS Haarewaschen und trocknen! *grmpf*)
Leider keine Tipps von mir, denn u.a. genau aus diesem Grund habe ich heute nachmittag einen Termin beim *flüsteran* Friseur … *flüsteraus*
Mal sehen ob ich mein „Vorhaben“ in letzter Instanz tatsächlich umsetzte … *schiefgrins*
Liebe Grüße,
die Schweschder
12. April 2006 um 08:48
tja…. also .. als erstes nehme ich keine Bürste um meine Zotteln zu entzotteln sondern einen ganz breitgezinkten Kamm. Zweitens verteile ich nach der Haarwäsche son Zeugs in meine Haare, welches eine Spülung ist, die im Haar verbleibt und sich eben dieses dadurch leichter kämmen läßt. Und drittens muß ich zugehben, nicht mal ansatzweise so dicke Haare zu haben wie Sie Frau…äh…Mutti aber dennoch sind sie lang, länger und ziemlich lang, meine Haare
Geholfen hab ich wohl nicht wirklich und wenn der Wunsch nach kürzeren Haaren so groß ist, vielleicht sollten Sie dann doch mal drüber nachdenken, den auch umzusetzen – allerdings ist dazu wohl ein Besuch von einem Fachmann namens Friseur nötig, der Sie, liebe Frau…äh…Mutti, dann leider auch wieder einmal auf Ihre ach so dicken vielen Haare ansprechen wird und … blablabla …
Es tut mir außerordentlich leid, nicht wirklich helfen zu können *schneuz*… aber ich denke, Sie sind nicht allein mit diesem haarigem Problem
Ach so … zur Umfrage *lächel*… ich tendiere zu B,A und C und zwar in der Reihenfolge je nach Zeit, Laune und Wochentag :D
ernstgemeinte liebe Grüße
Bini. (die sich jetzt nicht wirklich ein Grinsen verkneifen kann :D )
12. April 2006 um 09:02
Sehr verehrte Frau Mutti,
stell' dir vor, selbst Spaghetti(nein ich schreibe nicht Spagetti)-Locken können verknoten.
Laut meines Friseurs ist das Problem das in sich selbst gedrehte Haar und man kann genau gar nichts dagegen machen. Hat man oder nicht. Die Haare haben deswegen übrigens nicht unbedingt Locken *gg*.
Man kann es sich aber wenigstens ein bisserl erleichtern.
Kannst du dich noch an die Kämme erinnern, die damals verkauft wurden, als der Afrolook so beliebt war. Die eher wirkten wie Mistgabeln als Kämme. Ich verwenden so einen, schon immer.
Nääää, ich trage natürlich 2006 keinen Afro mehr *lach*
Die Haare kalt ausspülen, kalt fönen.
Ob Spülung und welche ist mehr oder weniger egal, die beruhigt nur dein Gewissen *gg*
LG
Steffi
12. April 2006 um 10:13
Ich habe ebenfalls langes, naturkrauses Haar und habe gerade heute morgen die Haare gewaschen. Ohne Probleme!
Ich kämme schon vor dem Waschen die Haare mit einem grobzinkigen Kamm durch. Mit dem Shampoo bearbeite ich vor allem die Kopfhaut, den entstandenen Schaum streife ich dann über die restlichen Haare. Beim Ausspülen nicht rubbeln sondern das Spülwasser vom Haaransatz Richtung Spitzen abstreifen. Dann drücke ich die Haare mit einem Handtuch vorsichtig aus, ohne zu rubbeln. Anschließend habe ich mich heute morgen mit einem Handtuchturban erst mal zu Frühstück gesetzt, danach die schon angetrochneten Haare mit einem grobzinkigen Kamm durchgekämmt. Das geht dann ohne Geziepe. Und zum Schluss über Kopf trockengefönt, dabei mit den Händen die Locken geknetet. Wenn ich Zeit habe, lasse ich sie auch lufttrocknen. Ab und zu bekommen meine Haare auch eine Spülung oder eine Lotion, die in den Haaren bleibt. Noch ein Tipp: Von l'Oreal gibt es ein Shampoo + Spülung speziell für längeres Haar.
Viel Erfolg wünscht Hannelore aus Stuttgart
12. April 2006 um 13:09
… verrate doch dann mal, welche Tipps Du so ausprobiert hast …
… ich war dann irgendwann mal beim der coiffeuse, erst kam ich „fast kurz“ zurück, mittlerweile sind sie kurz, ziepen und zotteln nicht mehr, wachsen nur schnell nach. Da freut sich die coiffeuse … Aber hier ist's ja auch warm – naja, im Moment nur wärmer – und bei dem Wasserdruck war 30 Minuten nur spülen noch beeilt …
Und wieviele Leute mit Schnittlauchhaaren beneiden Dich, vielleicht kann auch das manchmal ein bisschen helfen???
Joyeuses paques
12. April 2006 um 18:54
Übrigens – ich habs getan … :-)
Antwort von Frau … äh … Mutti:
die Locken, die schönen, ach was, die WUNDERSCHÖNEN Naturlocken … Schweschder, wie kannsch nur?
Und wie soll ich es dem besten Vater meiner Kinder beibringen?
9. Juni 2006 um 09:48
Hallöchen,
ich hab da einen Supertipp für Dich – funktioniert bei meinen Locken und bei den fusseligen lockigen Haaren meiner Tochter bestens: von Paul Mitchell gibt es ein „Taming Spray“. Das kann man in trockenem und nassem Zustand benutzen – einfach aufsprühen, paar Sekunden einziehen lassen und schon kann man ohne Ziepen kämmen oder bürsten.
Liebe Grüße
Alexandra