und alles miteinander teilen.
Auch Schnupfenvirenbakterien. Logisch.

Und während Töchterlein mit Sack und Pack und fünf Paar Schuhen das Haus verlassen hat, die beiden Jungs mit ihren beiden Cousins und dem Opa um die Häuser ziehen, liegt der beste Vater meiner Kinder schnupfend und mittagschlafend darnieder. Frau … äh … Mutti thront inmitten von Teetassen und Taschentuchbergen auf dem Sofa. Unter der roten Decke, mit pinkfarbenen Socken an den Füßen und mit Blick auf VOX, wo bereits der zweite Flugzeugkatastrophenfilm läuft.

Ich bin knapp 25 Jahre zu alt, um diese Filme wirklich spannend zu finden. Ausserdem fehlt mir mein Opa im Auszieh-Fuß-hochleg-ausklapp-Dingsbums-Sessel neben mir und der Eukalyptusgeruch von den grün eingewickelten Bonbons, die er sich hinten in der Backe zergehen ließ. Seine Bonbons hielten immer viel länger als meine, aber das war nicht schlimm, weil sie schmeckten fürchterlich. Trotzdem hätte ich jetzt gerne eines davon. Wegen der Erinnerung und gegen den Husten. Und weil ich schon jetzt keine Schokoeier mehr sehen kann.

Oh. Werbepause um.

2 Kommentare zu “In guten und schlechten Zeiten”

  1. Astrid sagt:

    Mein Opa hatte auch immer Klümpchen in der Tasche. Da klebte die Folie dann immer so ein bisschen.

    LG Astrid

  2. Eva sagt:

    Liebe Pia, an meinen Opa erinnern mich die Gerüche von Pullmoll und bestimmter Zigaretten ohne Filter (komm gerade nicht auf den Namen) … ob das unsere Kinder auch mal von uns sagen werden?
    LG und gute Besserung wünscht Dir Eva