Alles hat ein Ende
6. März 2006
auch das schmollende Sitzen in der Ecke.
Das Gefühl, nie mehr Lachen zu können, lässt sich in etwa so konsequent erleiden, wie den Vorsatz „nie wieder esse ich Schokolade“ durchzuhalten ist. Ich bin nicht geschaffen für selbstgestrickte Depressionen, mir fehlt mein Augenzwinkern und das/mein Lustig-Machen über mein Leben.
Die Familie ist noch immer nicht gesund. Der beste Vater meiner Kinder schleppt entzündete Mandeln durch die Gegend, der Große eifert ihm eventuell nach. Der Kleine und die Mittlere husten ab und zu und sprechen lustig durch die Nase. Genau zwischen gesund und krank. Dort hänge ich übrigens auch seit drei Wochen, aber zum krank werden ist keine Zeit und Mütter werden nicht krank. Sie leiden still und jammern nicht. Und manchmal lügen sie auch :-)
Vom Renovirus sind wir auch noch nicht genesen. Der Große wohnt zwar bereits im neuen Zimmer, doch leider besitzt er noch keine funktionierende Zimmertür. Und ein Bücherregal fehlt. Er liebt das neue Zimmer trotzdem.
Der Kleine darf nicht in das Zimmer mit der Schlafkoje ziehen, denn in der Koje blüht der Schimmel. Dafür zieht er in das Zimmer der Mittleren. Diese wiederum wohnt demnächst im Arbeitszimmer. Computer, Papierkram und vielleicht auch meine Nähmaschine wandern in das ehemalige Großen-Zimmer, welches dann sozusagen statt Schlafkoje einen begehbaren Aktenschrank bekommt. Und falls wir jemals den Renovirus auskuriert haben, werde ich mit Fotos dokumentieren. Bis dahin müssen rotorangelilapinkgelb-gestreifte Wände in coole Burg-Optik getaucht werden und das strahlende Blau mit den interessanten Flecken soll einem milden Lindgrün weichen. Und die Schlafzimmerschränke will ich auch lackieren. Und überhaupt hat der Tag zu wenig Stunden, der Körper zu wenig Abwehrstoffe und der Frühling zuviel Schnee.
Meine Gedanken schweifen ab. Gerne würde ich in einem netten Café sitzen, meine Nase in die Sonne strecken und mit ihr ein nettes Schwätzchen über besondere Kinder halten. Wenn sie verspricht, dass sie keine blutigen Zähne neben meinen Kaffee legt, hätte ich sie gerne mit am Tisch sitzen und sie müsste mal eben beweisen, dass Schwätzen und Stricken gleichzeitig geht. (ich hab´einen Schal gestrickt, sie letzten Tage. Fluchend , schief und schepp und wehe jemand sprach mich an! Und wie krieg ich das Ding von den Nadeln und was ist überhaupt mir mir los? STRICKEN, ICH!)
Fein wäre das.
Danke für Aufmunterungen hier, in der Sonne und per mail, ich bin wieder hier. Meistens :-)
6. März 2006 um 23:01
Na GOTTSEIDANK :)
Mach das so schnell nicht wieder, ich kriege ja keinen ganzen Socken fertig, ohne zwischendurch hierher zu kommen! :D
Und ratschen und gleichzeitig stricken geht ja priiiiiima! Sooo gerne hätte ich ein Headset für mein (neues) Telefon, aber es gibt keins dafür… sonst könnte ich sogar bei meinen ab und zu stattfindenden Vormittags-Telefonaten mit meiner Freundin die Nadeln schwingen… aber mit Schiefkopf-weil-Hörer-einklemmen-muss geht das leider nicht…
Naja, man kann nicht alles haben.
Aber ich habe jetzt einen Grund für meine Kurztelefonate preisgegeben ;) :D
LG anabel
7. März 2006 um 09:46
Plumps, ja manchmal fällt man in ein Loch, aber an so einem Schal kann man sich doch prima wieder herausziehen. Apropos, natürlich sind Strickblogs uncool :D , aber wie wär's denn mit einem Foto, am besten mit Hals?
Erleichterte Grüße
Astrid
7. März 2006 um 09:49
Welches Café, wo, wann – jetzt gleich? Machen wir irgendwann, garantiert :D
Und wenn dein Reno-Gen bei euch nichts mehr zu tun findet, dann kommste halt zu mir Kinderzimmer neu gestalten…
Schön, dass du wieder da bist, dasMiest
7. März 2006 um 19:58
Ich glaub, Du musst eine Telefonkette starten wegen des Cafés! Ich lass den Zahn auch Zuhause! :D
Bestell schon mal `nen Kamillentee zum Gurgeln und einen riesen Pott voll Schokoladeneis – das kühlt und bringt die Endorphine in Wallung!
Schön, dass Du wieder da bist!!! Bleib es auch, ja?
Tanja
10. März 2006 um 14:27
wenn Du 4 Tage später immer noch in der Sonne sitzen willst … ich geh mit. Darf ich Locarno vorschlagen ? Oder Lugano ? Oder „egal, Hauptsache Sonne“ ?
Herr Ober … ich hätte gerne zwei Cappus … aber mit Milch, nicht mit Sahne …