heute dann doch grün
10. Juni 2010
(und ein bißchen bunt)
Es ist viel zu leicht, im Jammertal zu versinken.
Ein bißchen schwerer ist es dann doch, sich zu überwinden und das Loch zu verlassen. Das allerverwildertste Beet habe ich gejätet und danach bin ich durch den Garten und habe mir die Ecken gesucht, die genau deshalb schön sind, weil sie nicht perfekt sind.
Bilder schauen?
Die Kräuter in den Kästen auf der Terrasse wachsen und gedeihen.

Neben dem Schuppen hinter der Feuerstelle steht der alte Stuhl vom Sperrmüll. Das dritte Jahr jetzt. Übernächste Woche ist wieder Sperrmüll, ich hoffe ihn dann gegen ein neues, tolles Fundstück austauschen zu können, denn er bricht beinahe zusammen.

Der Garten hat sehr viele Schattenstellen. Ich musste schnell Abschied nehmen von einem dieser tollen Bauerngärten voller Phlox, Sonnenblumen, Lupinen, Rittersporn und Malven, denn die gedeihen in meiner Wildnis nicht. (bis auf den türkische Mohn (click!), der beisst sich ganz tapfer durch)
Es gibt Schatten-Schönheiten, wie das kleine Glockenblümchen, das in den nächsten Tagen seinen Auftritt vor den gelbgrünen Blättern der Funkien hat.

Im Nachbargarten ist ein kleiner Teich. Die Bewohner kommen aber gerne zu Besuch.

Am Spielhäuschen der Tochter rankt die Clematis. Und das ist der einzige Grund, weswegen das Häuschen noch da steht, denn gespielt wird nicht mehr darin.

Ich liebe Fingerhut. Seit fünf Jahren versuche ich ihn zu überreden, sich doch in meinem Garten wohlzufühlen. Im Nachbargarten wird Fingerhut als Unkraut gejätet, so stark hat er sich dort ausgesät.
(click!)
Die Ecken in der Grünen Villa, die ich liebe und die für den ganzen Mist drumherum entschädigen … zeige ich ein anderes Mal.

10. Juni 2010 um 14:55
Ich sage nur: wow!
Grüne Ecken sind Balsam für die Seele!
Gruß
Tatina
10. Juni 2010 um 15:05
Oh schön – noch ein Schattengarten – auch unser ist unser großes Glück und immer, immer, immer das liebste Stück Erde was es gibt auf der Welt!!!
(Bis auf diese Tage wo alles, aber auch alles doof ist und man/Frau sich selber im Weg steht.)
10. Juni 2010 um 15:12
Ich fand ihn auch toll Ihren Garten, auch wenn ich mir eigentlich nicht so viel aus dem Grünkram mache – also zumindest nicht, wenn ich mich selbst drum kümmern muss ;-)
Ganz eigentlich hätt ich auch gern sio eine Bruchbude wie Sie! Und dann frag ich mich doch wieder, ob ich mich selbst aus dem Loch ziehen könnt, jedes Mal wieder, wenn alles über einen hereinbricht… wir werden sehen.
10. Juni 2010 um 15:49
Toller Garten!!!!!!
GENAU SO müssen Gärten aussehen.
Wilde Ecken denen man ansieht dass sie so geliebt werden wie sie sind, und ab und an mal ein ordentliches Plätzchen ;-)
…für die wilden Ecken in unserem Garten bin ich zuständig, die Ordnung übernimmt mein Gatte =)
10. Juni 2010 um 16:08
wow, sind das tolle Kräuter, wie bekommt man denn das hin? das werd ich ganz neidisch. wahrscheinlich doch des dicken Martins Zuneigung….kein Wunder klappt das bei mir nicht…;-)
10. Juni 2010 um 17:20
Ganz wunderschoen! Einen Schattengarten habe ich auch, und Fingerhut fuehlt sich gott-sei-dank in meiner Ecke sehr wohl, und saet sich auch selbst aus, und brauch vor dem doofen Reh keine Bange haben. Ich hab fest vor, den Fingerhut noch weiter in meiner ‚Natur‘ auszubreiten, sobald die Samen anfangen, ghets los.
Nur Rittersporn krieg ich einfach nicht dazu, sich bei mir wohlzufuehlen, und den vermisse ich.
10. Juni 2010 um 19:57
Liebe Frau Mutti,
wie wäre es denn, wenn Sie das Kinderspielhaus mit Leben füllen ?
Hühner !!!
In unserem Spielhaus leben fünf wundervolle Damen, die uns mit glücklichen Eiern verwöhnen.
Hühner sind wirklich pflegeleicht und es ist ein tolles Gefühl, der Hühnerknastindustrie den Stinkefinder zu zeigen ;o)))
Gruß
Christine
Bei Interesse könnte ich ein Bild per Handy schicken ;o))
10. Juni 2010 um 21:39
So, jetzt aber mal flott Kuchen backen oder Kekse kaufen, Freundin einladen, Kaffee kochen und genießen!!! So ein toller Garten und lieber Besuch, dann sind alle Jamertäler dieser Welt flott vergessen.
Liebe Grüße,
Christiane
leider ohne Garten, Gott sei Dank mit Freundin und Kaffee ;O)
10. Juni 2010 um 22:55
oh Hühner im Spielhaus wär doch was! Ich liebe Fingerhut auch. Waren Sie schon mal im Harz?
10. Juni 2010 um 23:53
Oh, welch schöner Streifzug durch ihren Garten.
Wunderschöne Bilder.
11. Juni 2010 um 08:09
oh man sind das schöne bilder
der garten hat so viel charme, farbe und man sieht richtig wieviel herz da mit drin steckt
toll… richtig toll
11. Juni 2010 um 08:18
und ich mag gerade diese wilden grünen Ecken … sensationell das Foto vom türkischen Mohn
ich freue mich schon auf die „schönen“ Bilder
11. Juni 2010 um 09:33
Wissen Sie,… manche Leute (ich! :]) träumen davon, einmal so eine grüne unperfekte Villa zu besitzen. Aber ich habe noch so viel Zeit, … zum träumen und planen. Seien Sie ruhig glücklich, mit ihrer Villa. Ich finde immer, das Neubauten oft so einen „Stress“ ausstrahlen. Den Stress, der beim Bauen mit eingeflossen ist, kriegt man nicht mehr raus. Finde ich…. :)
11. Juni 2010 um 11:39
…mag deinen blog so gern…schlicht und schön und deine art zu schreiben auch…leider kann ich diesen blog niemals nicht verlienken und verliere ihn darum regelmässig aus den augen : ( seufz… gibts ideen?
glg
crisl
p.s. und das kommentar senden geht irgendwie auch nicht…mennooooo
11. Juni 2010 um 11:57
Hallo Frau Mutti,
lese schon länger (heimlich) Ihren Blog und finde ihn einfach WUNDERBAR!
Zum Thema „alte Hütte“: auch wir wohnen in einem alten (immer wieder renovierten) Haus und es ist schon so wie Sie sagen: ein Fass (fast) ohne Boden. ABER: diese Häuser haben eine „Seele“, haben Charakter und strahlen einfach eine bestimmt Art von Gemütlichkeit aus. Ich finde Ihr Haus und Ihren Garten von den Bildern her einfach nur bezaubernd und man merkt, da steckt viel Liebe drin und es wird dort wirklich gelebt.
Neubauten sind heutzutage oft so steril und es sieht aus wie im Möbelhaus.
Viele Grüße aus Bayern und kommen Sie bitte schnell wieder aus Ihrem Jammertal – das haben Sie garnicht nötig.
Alles Gute
Eva