Was man nicht im Kopf hat,
3. Mai 2011
hat man in den Füßen.
Blöder Spruch. Musste ich mir früher oft anhören.
Leider ist er nur allzu wahr, denn da ich leider nicht in der Lage war, mir drei Dinge gleichzeitig zu merken, muss ich nochmal los, um die vom Großen verschmähten Klamotten zurück zu Hager&Mager zu schicken. Immerhin habe ich daran gedacht Tintenpatronen zu kaufen und ein Päckchen einzuwerfen.
Das passiert mir übrigens ständig, dass ich doppelt gehen muss, weil ich etwas vergessen habe. Das Einzige, was dagegen hilft, sind ausführliche Merkzettel, aber die verlege ich. Muss nicht ein Kind, um bei einer dieser Untersuchungen beim Kinderarzt (U7?U6?) bestehen zu können, mehrere Dinge in Folge erledigen können? Nun denn, ich würde dann wohl durchrasseln. :)
„Geh nie mit leeren Händen!“ ist auch so ein Spruch aus meiner Kindheit. Und obendrein ein Spruch, den ich meiner Familie genauso gerne um die Ohren haue, wie man dies früher bei mir tat. Und ich versuche auch wirklich mich selbst daran zu halten. Denn es ist ja auch sinnvoll, wenn man sowieso gerade in den Keller muss, um nach der Waschmaschine zu schauen, den Müll mit runterzunehmen. Und mit dem Wäschekorb gerade noch schnell Toilettenpapier mitzugreifen. Drei Dinge. Müll, Wäsche, Toilettenpapier. Nicht schwer. Und trotzdem würde ich in drei von vier Fällen nochmals nach unten gehen, um nach der Waschmaschine zu sehen. Das, was ich ursprünglich vorhatte und mit Begleitaufgaben eingepackt hatte – ist vergessen.
Einkaufszettel schreibe ich nie, weil ich weiß ja was fehlt. Denke ich. Vor vollen Regalen oder Kühltheken freue ich mich, dass der beste Vater meiner Kinder einen Einkaufszettel geschrieben hat, weil der kann ohne den nicht einkaufen. Ich brauche ja nur deshalb keinen zu schreiben, weil er einen schreibt :) Ausserdem bin ich Impulskäufer. „Hurra, Zitronengras! Ich hab da doch neulich ein Rezept gelesen, für das man Zitronengras brauchte!“ „Und was brauchst du außer Zitronengras dafür?“ „Keine Ahnung, aber ich glaube Ingwer passt prima dazu. Oder schau mal, diese Pilze, sehen die nicht lecker aus?“
Daheim kommt dann die große Herausforderung, aus unterschiedlichsten Lebensmitteln wirklich schmackhafte Mahlzeiten zu zaubern.
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Sie fragten nach Eisrezepten. Ich habe da dieses eine Buch von Frau Barcomi, in dem finden sich einige feine Rezepte. (das Karamelleis ist großartig). Bei den Küchenteufeleien hab ich mir unter anderem die Brause-in-Eis-Inspiration geholt und ansonsten: die üblichen Verdächtigen Rezepteseiten im Netz.
Oder einfach wild drauf losmixen. So bekamen wir nämlich das große Glas „Samba dark „leer, das selbst uns Schokosüchtlingen zu mächtig war. Zusammen mit Sahne und gerösteten Haselnüssen ergab sich nämlich ein Eis, das beinahe so schmeckte, wie das Bacio-Eis beim Eismann unten am Rhein. Nur besser.
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Ist das bei Ihnen auch so, dass in letzter Zeit ständig ein heftiger Wind weht? Ich bilde mir ein, dass das seit etwa zwei Jahren so ist und dass es früher niemals so windig war. Ich kann mich gut an diese schwülen Tage erinnern, an denen kein Lüftchen sich bewegte und man Wasser zu atmen schien. Letzten Sommer gab es, glaube ich, keinen einzigen dieser Tage. Ist das der Klimawandel? Oder nur das „früher war eben immer alles besser“-Syndrom? Ehrlich gesagt wäre mir Letzteres lieber, denn zusammen mit dem Wind und dem fehlenden Regen verwandelt sich mein Garten wahrscheinlich demnächst in eine Steppe. (in der selbstverständlich trotzdem Brennnesseln und Giersch gedeihen)
3. Mai 2011 um 16:05
Das mit dem Kopf, den Füßen und den leeren Händen versuche ich mir auch immer zu sagen… und wenn ich es nicht vergesse dann klappts auch mit dem halbwegs ordentlichen Haushalt… ansonsten… nicht ganz halbwegs :-)
Das Problem bei Einkaufszetteln vom Superpapa ist, dass ich im Supermarkt stehe und lese: Salz, Butter, Nudeln, Sommerreifentermin, Aufschnitt, Käse, Ölwechsel, Deo, Handwerker *soundso* anrufen.
Es versteht sich von selbst, dass ich entweder etwas beim Einkaufen vergesse, oder eben den Reifenwechseltermin, das Anrufen, wasauchimmer…. Aber da ich beim Kindergarten hinbringen oder abholen jedes Mal am Supermarkt vorbei komme ist es nur halb ärgerlich.
Und den Sommerreifenwechseltermin habe ich auch endlich gemacht…
3. Mai 2011 um 16:19
Hach danke für die Rezepthinweise!!! ich glaube ich wage es…
Vielen lieben Dank.
Ach ja und was dieser Ritalin-Austausch bei den Kommentaren soll versteh ich nicht… muss man aber wahrscheinlich auch nicht… tststststsssss Kopfschüttel und ooh jeeee
3. Mai 2011 um 16:25
Jeder Gang macht schlank, noch so ein netter Spruch. Ich sage ihn mir täglich mehrmals. :-)
3. Mai 2011 um 17:00
Also dass mit dem Wind und ohne die windstillen Tage habe ich auch neulich erst verwundert bemerkt, als ob die Erde plötzlich Fahrtwind bekommen hätte und früher wenigstens ab und an mal beruhigend still stand. Kann aber auch am – inzwischen – Kinderstress liegen, dass mir das nur so vorkommt. Aber ja, ich finde auch es ist erschreckend windig und unstabil geworden, das Wetter.
Lg jo
3. Mai 2011 um 17:33
der wind….. das ist so ’ne sache, die mir angst einjagt. war früher nicht so. passend dazu der spruch heute morgen im radio: „wenn sie auch nicht wollen, dass die nordsee bald hinter köln anfängt, dann wechseln sie zu öko-strom……“
3. Mai 2011 um 18:05
Das mit dem Wind kann ich nur bestätigen. Immer wenn ich mir mal 10 Minuten zum Fotografieren aus den Rippen schneide, dann weht es so, dass nix mit wenig Schärfentiefe oder Makro möglich ist.
Danke für die Rezeptideen, noch zögere ich ob der Anschaffung, aber gut Ding will Weile haben.
3. Mai 2011 um 18:46
Dass mit dem Wind ist tatsächlich so und dieses Jahr toppt alles bisherige! Woran ich das feststelle? Ganz einfach, es wird jedes Jahr schwieriger für mich Makroaufnahmen mit meinem Makroobjektiv zu machen, weil es da halbwegs windstill sein muss. Und deswegen gehe ich fast nur noch abends hinterm Haus auf die Fotopirsch, denn gegen Abend legt sich der Wind etwas. Dieses Jahr ist es noch schlimmer, weil nicht mal Gartenarbeit vernünftig funktioniert. Rasen säen oder Rasen düngen – unmöglich, es sei denn man stellt vorher komplizierte physikalische Berechnungen an, wie und in welchem Winkel man den Samen bzw. Dünger wirft, damit der dort ankommt, wo er hin soll. Pflanzen einpflanzen – sehr schwierig, weil einem entweder der Eimer wegfliegt, in dem man die Erde schaufeln will, oder man das Plastiktöpfchen, in dem das Pflänzchen drin war beim Nachbarn auflesen muss. Wässern? Sehr riskant, vor allem, wenn man gegen den Wind steht. LG Frau Zausel
3. Mai 2011 um 20:00
Ach – das mit dem „was man nicht im Kopf hat, muss man in den Beinen haben“ kenne ich sehr gut, verbuche es aber unter „Heimsport“ (anderen Sport treibe ich nicht).
Und ja, hier weht es gerade auch in der letzten Zeit wrklich häufig und fies!!
Es findet sich seit einigen Tagen selbst in der vollen Sonne kein Plätzchen außer Haus, an dem ich es ohne meine Softshelljacke + Steppweste drüber aushalte!
Just grade zeigt der Wetterbericht, dass es in Mitteldeutschland geschneit hat!
Ich glaube ich mache mir ein Kirschkernkissen warm, koche eine Kanne Tee und leg mich dann unter eine warme Decke.
Ich wünsche Ihnen und allen Leser einen baldigen Wetterwechsel mit schöner Sonne ohne (stürmischen) Wind, Nachts guten Regen für die Pflanzen, Landwirte, GÄrtner, Hobbygärtner und Zisternennutzer, …
Liebe Grüße
Meike
3. Mai 2011 um 20:56
Ich habe dich so eingeschätzt. Unorganisiert. Vielleicht auch ein ADS/ADHS-ler????? Könnte ja sein. Laß dich doch mal testen!
Auf jeden Fall gut dass du nicht arbeitest. Du bist besser zuhause aufgehoben. Kleinere Ansprüche. Egal, diese Menschen brauchen wir auch!
4. Mai 2011 um 06:04
Hallo Frau … äh … Mutti,
Ach die Sprüche kennen Sie auch? Früher dachte ich meine Oma hätte sie erfunden. Und vielleicht denken meine Kinder das gleiche. Neulich hab ich es sogar auf der Treppe gehört als meine Enkelin etwas vergessen hatte… Wie gut, dass man sich wenigstens auf die „ollen“ Sprüche verlassen kann wenn das mit Wind und Wetter schon nicht mehr so klappt.
Wie schade, dass das übernächstes Wochenende nicht klappt, aber die Kirche hat natürlich Vorrang, das sehe ich ein. Vielleicht klappt es dann ja mal mit einer Privataudienz.
Ich melde mich jetzt einfach mal für den Riesen-Kaffee-Pott an. Vielleicht könnten Sie mir den persönlich vorbeibringen. Sie wissen ja: man geht niemals mit leeren Händen!
Ihre Anne majoRahn
4. Mai 2011 um 07:12
heike von 20.56
„du bist zu hause besser aufgehoben.“ ich hoffe, das ist nicht dein ernst.
ansonsten, vermuteten sie, frau mutti, ja letztens schon, dass das thema in der familie liegt. liegts bei uns auch. und hier meistert der große ads-mensch tatsächlich einen anspruchsvollen job ;o) – der wird nicht zu hause eingesperrt.
4. Mai 2011 um 07:40
Meine sehr geschätze Nachbarin Oma K., leider seit 3 Jahren nicht mehr nebenan sondern im betreuten Wohnen und über 90 Jahre alt, hat mir gesagt, dass es in ihrer Kindheit bei uns selten bis nie Wind gegeben hätte. Ihr Beitrag hat mich daran erinnert. Jetzt ist es manchmal wie am Meer. Ich denke das ist der Klimawandel!
Liebe Grüße Sabine D.
4. Mai 2011 um 08:51
Bei dem Thema „Wind“ stimme ich ihnen eindeutig zu.
Möchte man mal eine Fahrradtour machen, bläst der Wind so heftig, dass man es vergessen kann. Wobei er oftmals in den Abendstungden etwas nachlässt.
Dieses Phänomen ist mir schon seit ca. 4-5 Jahren aufgefallen. Gut, dass ihr das auch bemerkt habe, dachte schon ich spinne.
4. Mai 2011 um 08:54
Frau Mutti, ich erkenne mich darin wieder! Ich schreibe oftmals auch KEINEN Einkaufszettel, weil ich ja „nur noch“ drei Sachen besorgen wollte. Und zuhause merke ich dann, dass ich zwei der benötigten Dinge eingekauft habe, diverse andere auch, aber nicht das eine, was auch noch fehlte…
Und „Jeder Gang macht schlank“ versuche ich mir dann auch einzureden, wenn´s mal wieder ein Gang mehr sein musste, weil das Hirn einem Schweizer Käse ähnelt…. ;-)
Und ich kann mich erinnern, dass wir ihn meiner Kindheit (70er+80er Jahre) ganz oft im Garten Federball gespielt haben. Und dazu musste es doch windstill sein! Das geht doch heute gar nicht mehr!! Ich finde, das ist doch die Beweisführung schlechthin!! ;-)
Liebe Grüße
natalie
PS: Habe letztens PinaColada-Eis kreiert: frische Ananas mit Kokosmilch und Sahne mischen, Zucker nach Geschmack, pürieren, ab in die Eismaschine. Superlecker! Nur die Ananasfasern zwischen den Zähnen waren noch suboptimal… Bin aber zu faul, so etwas durch´s Sieb zu geben, obwohl das sicherlich eine Lösung wäre…
4. Mai 2011 um 09:20
Die Erklärung mit dem Wind ist ganz einfach…
…nach dem kurzen Sommer (die letzten drei Wochen) gehen wir jetzt in den Herbst über… (na, beruhigt das ein wenig – uaaaaaa!)
Zerstreutheit kenn ich auch. Ich bin auch ohne Test bekennender ADS’ler. Brauch mir nur meine Klamotten anschauen, die ich im halbjahresrhythmus zerschleiße (wie macht der das bloß? – einfach viel wippen, hin und her laufen, mit den Knie wackeln ect.). Aber wie ich sehe legen Sie sich auch Strategien zurecht. Ich zähl beim verlassen des Hauses immer meine Sachen durch (auch wenn ich genau weiß, dass mein Portmonaise in der Tasche ist und ich den Schlüssel in der Hand habe). Nach dem Bügeln nehme ich immer den Stecker in die Hand und sage „das Bügeleisen ist aus“ – nur dann glaube ich es. Meine Arbeit unterteile ich immer in Sequenzen, weil acht Stunden konzentriert immer das selbe tun geht gar nicht. Aber es gibt auch eine goldene Seite an der Medalie … durch mein Chaos im Kopf sehe ich Details, die andere nicht bemerken (eben weil alles auf mich einströmt). Weiter kann ich Komplizierte Zusammenhänge schnell erfassen (eben weil ich nicht schon zu Beginn einer Informationsaufnahme selektiere, sondern alles erstmal auf mich einströmen lasse und dann erst beginne zu sortieren). Richtig Probleme hatte ich nur als Kind, weil ich da noch nicht in der Lage war, mir Strategien zurechtzulegen…
Gut … Calligula ist manchmal ein wenig anstrengend… ;-)
4. Mai 2011 um 20:45
Beinahe jeder Fahrer dürfte schon einmal den Parkplatz seines Autos vergessen haben. Vor allem im Straßengewirr von Großstädten und in großen Parkhäusern passiert Ortsfremden dieses Malheur. Zum Glück findet sich der Wagen meist sehr schnell wieder. Doch eine Frau in München suchte fünf Wochen nach ihren Audi A6 und schaltete die \Bild\-Zeitung ein. Jetzt ist der Wagen wieder aufgetaucht, wie die Münchner \Abendzeitung\ (AZ) berichtet. Der Finder kassierte 100 Euro samt einer Flasche Sekt.
*hi hi hi* Solange das nicht passiert,geht es ja noch.
5. Mai 2011 um 18:03
Gugucks aus dem *windigen* Ungarn! Ich dachte, das sei nur bei uns so, weil hier ja alles (also wirklich richtig echt ALLES) total flach ist… aber irgendwie tröstlich, dass das bei Euch auch so ist :o)
Und das mit den Sprüchen kann ich nur bestätigen- ich lauf auch seltenst leer (und oft total überfüllt- *Upps, runtergefallen, kapott* :oS ) und versuch das meinen Männern auch beizubringen. Zwecklos…
LG aus dem Magyarenland,
IneS.