Sommerferienidyll. Beinahe.
12. Juli 2011
Selbstverständlich ist es großartig, dass wir ausschlafen können, wir alle, denn auch der beste Vater meiner Kinder hat nun Urlaub.
Natürlich ist es prima, so ohne größere Pläne und Rhythmus in den Tag hineinzuleben.
Ganz klar ist es einfach nur wunderbar, dass man abends aufbleiben kann so lange man will.
Richtig. Jetzt kommt das berühmte „aber“.
Aber ich in hippelig und zappelig und sehr, sehr angestrengt, weil ich vor lauter Entspannung und Erholung und Ziellosigkeit keinen Fuß auf den Boden bekomme.
Ich brauche Pläne. Und Ziele. Und Grenzen, die ich überschreiten kann. Insgeheim muss ich schrecklich pubertär sein.
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Apropos pubertär: als meine Kindelein noch klein waren, habe ich oft den Sonnenaufgang bewundert, um fünf Uhr morgens für’s erste Frühstück gesorgt und um sechs Uhr die Holzeisenbahn aufgebaut. Falls es Ihnen derzeit auch so gehen sollte: es kommt eine Zeit, in der Sie VOR Ihre Kindern aufstehen werden. Ausgeschlafen und voller Tatendrang. Das ist die Gelegenheit, den Kindelein alles heimzuzahlen :)
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Wenn man in den Ferien keine große Reise geplant hat, dann plätschert die Zeit so dahin. Und plötzlich sind die ersten beiden Ferienwochen herum, ohne dass man in Strassbourg war und kurz in den Vogesen wandern. Dann entdecken die Kindelein, dass sie unaufschiebbare Termine haben oder das Wetter wird doof und die vage im Kopf gesponnenen wunderbaren, harmonischen Ausflüge verpuffen.
Nächstes Jahr verreisen wir wieder, ist wahrscheinlich sowieso der letzte große, gemeinsame Urlaub mit allen Kindern.
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Sie lasen: Belanglosigkeiten aus dem Sommerloch.
12. Juli 2011 um 17:46
Also jetzt musste ich wirklich lauthals lachen über die STelle mit es „kommt eine Zeit, in der Sie VOR Ihre Kindern aufstehen werden“ ich warte sehnsüchtig drauf!!! :)
Und ich brauch auch immer Pläne. Mein Mann ist da glücklicherweise wie ich, unser Motto „Es gibt immer was zu tun“!
GLG und weiter angenehme Ferien,
Andrea
12. Juli 2011 um 18:13
Wir haben da doch noch ein Plänchen für nächste Woche ;-)
12. Juli 2011 um 18:19
Ich mag Ihre erfrischende Art die Dinge zu sehen. Was ist das Leben doch so wunderbar und Sie tragen jede Faser davon in die Welt!!Großartig!!!
12. Juli 2011 um 18:21
Danke für sie hoffnungsvollen Worte. Ich spiele im Moment morgens um fünf mit den Spielzeugautos.
12. Juli 2011 um 18:53
Jo, die gibt es, die Zeit, in der ich aufstehe — VOR den Kindern, und ohne dass es einen zwingenden Grund gibt! Furchtbare Sache das, und dabei hatte ich mich so gefreut auf die Zeiten, wo alle noch schlafen und ich gemütlich im Bett liege und lese.
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Aber weit gefehlt, jetzt kann ich es nicht mehr.
Ärgerliche Sache, das, ;-).
(Hier hat das Sommerloch übrigens erst begonnen, und ich freu‘ mich drauf, tief, tief hineinzufallen.
So long,
Corinna
12. Juli 2011 um 20:29
dann waren sie eine sehr vorbildliche frau mutti. ich schaffe zwischen fünf und sechs nichts als still zu fluchen und kissenkissen zu seufzen.
12. Juli 2011 um 22:49
Meine Tochter war selten so früh auf, und wenn, dann beschäftigte sie sich allein.
Das war echt prima.
Ok, mit einer ist es wohl auch einfacher als mit dreien.
Alles klar, da wäre dann bei uns garantiert auch einer bei gewesen, der Unterhaltung gebraucht hätte, schon so am frühen Morgen, uaaah, wie schrecklich!
Aber es kommen doch hoffentlich noch Ausflüge in DIESEN Ferien???
Ihnen alles Gute
Warum nur kann man oft die Captcha nicht mehr richtig lesen???
13. Juli 2011 um 05:55
Hallo Frau Mutti,
hier ist zwar noch Schule, aber den beschriebenen Zustand kenne ich gut. Wenn man vor lauter Ferien und Entspannung so angespannt vor sich hingammelt und nichts mehr einen Plan hat, und die Kinder sich anfangen, in den Ferien zu LANGWEILEN….ist scheußlich, oder? Dann wird es Zeit für das neue Schuljahr…würde ich sagen? Oder, dazu, es wenigstens zu erwähnen.
Struktur und Planwirtschaft, sag ich nur!
;-)
14. Juli 2011 um 14:54
Hallo werte Frau Frau äh Mutti, den Gedanken vom letzten gemeinsamen Familienurlaub hatte ich im vergangenen Jahr auch, aber unsere Lieblingskinder denken garnicht daran allein zu verreisen!Ganz im Gegenteil: Im vergangenen Jahr „lief“uns noch ein Kind zu, so dass wir mit 4 Teenies im Urlaub waren!? Und es war klasse, wurde dieses Jahr wiederholt und für das nächste Jahr beginnt schon die Planung der Bestien weil Sohn Nr.1 dann keine Schulferien hat, sondern Semesterferien. (Übrigens bekamen wir in diesem Jahr von einem mitleidigen Museumswärter einen Mörderrabatt aufgrund unserer großen Kinderschar!?)LG Frau B. aus D.