Tschüss!
20. März 2006
sagt der Große und verschwindet mit allem, was ein 10jähriger braucht, um noch echte Abenteuer mit dem Kumpel zu erleben:
– Taschenmesser
– vier Stücke Marmorkuchen („von ihm selbstgebacken!“, prahlt Frau … äh … Mutti mit stolzgeschwellter Brust)
– eine Dose voller Salzstangen
– eine große Siggflasche Wasser
– ein Fernglas
– ein Multitool-Dingsbums
– ein Handy (von der Mutter aufgeschwatzt, falls was passiert, weil er ist doch noch so klein und ich erinnere mich genau, was ICH alles angestellt habe, als ICH zehn war)
Ein Lager wollen sie bauen. Und vielleicht ein bißchen, obwohl mütterlicherseits verboten, im Steinbruch klettern. (Schutzengel? Hallo?!)
Ich darf übrigens immer noch nicht abwassern. Und stricken KANN ICH NICHT, Frau Anabel! Ich dachte das sei nun bekannt :-)
schraub ich halt weiter Regale an. Das kann ich zwar auch nicht, aber schief ist individuell.
quengel
20. März 2006
Es ist Frühling und Frau … äh … Mutti hippelt und zappelt, weil sie Fenster putzen, Böden wischen, Treppe scheuern, Schränke wienern und Wäscheberge waschen will.
Und was passiert?
Kanalreinigungsarbeiten heute und morgen, wir bitten Sie freundlich, das Abwasser so weit wie möglich zu reduzieren.
Der Große (der heute und morgen Abiferien hat und sich zu Tode langweilt) und ich haben schnell eine Wand gestrichen, Pinsel und Rolle ausgewaschen und müssen nun UNTÄTIG herumsitzen und uns anöden.
(Oder wir schrauben die Regale an die Wand, rücken ein paar Möbel durch die Gegend und saugen Staub)
Och Mensch, da will man EINMAL putzen und literweise Wasser durch´s Haus schütten … nicht mal Unmengen Kaffee kann ich jetzt trinken, weil ich sonst zuviel Abwasser produziere.
Mir ist lang – wei – lig.
Gemauertes
19. März 2006
Auf besonderen Wunsch von Frau Hofgeschnatter :
Die Mauern im Zimmer des jüngsten Kindes, dem stolzen Ritter.
Frau … äh … Mutti lässt das Zimmer vom besten Vater ihrer Kinder in ein zartes Grau tauchen. Auf knapp zwei Drittel Höhe streicht sie dann ein dunkleres Grau drüber und auf dieses dunkle Grau kommen ganz dunkelgraue „Mauerlinien“:
während die „Mauerlinien“ trocknen und Frau … äh … Mutti versucht den Teppich von staubig-krümelig-eklig-dreckig-rot wieder in strahlend rot zu saugen, versuchen die hinreissenden Bestien ihr nicht in den Füßen herum zu wuseln:
Nachdem der Teppich sauber, die „Mauerlinien“ getrocknet und die letzten Abendsonnenstrahlen das Zimmer verzaubern kann das Bett zurück an die Wand und der frischgeduschte Ritter kann im frischbezogenen Ritterbettwäschenbett von wilden Ritterturnieren träumen.
Es fehlen noch viele Kleinigkeiten im Ritterzimmer, die Bilder werden brav gezeigt.
Nachtrag: das Zimmer vorher (nur aus einem anderen Blickwinkel), als es noch ein Määäädchenzimmer war :-)
ring my bell
18. März 2006
Das jüngste Kind ist ja bekanntlich nicht in trockenen Tüchern – will heißen: er pinkelt ständig in die Hose. Das nervt ihn genauso wie mich und sorgt für ungeahnt hohe Wäscheberge und manchmal auch sehr lustig verfärbte Beine beim Jüngsten, nämlich dann, wer er seine Lederhose trägt. (Urin gerbt nicht nur, auch überschüssige Farbe wird gelöst).
Alle Tipps und Tricks zum Thema „trocken werden“ haben wir ausprobiert und wahrscheinlich hat jeder(r) von Euch da draußen DEN ultimativen Tipp, mit dem es garantiert klappt. Ich wiederhole: wir haben sie alle durch, bis auf kalt abduschen (wir hatten lauwarm und es war Sommer), Schläge und einen Dauerkatheder. Das jüngste Kind wird seit viereinhalb Jahren trocken.
Nun scheinen wir doch noch eine Methode gefunden zu haben, die einigen Erfolg verspricht. Zum Einsatz kommt ein einfacher Küchenwecker, der das jüngste Kind mit aufdringlichem Scheppern stündlich auf´s Klo jagt. Das jüngste Kind geht brav und die Hose bleibt trocken. Er ist sehr glücklich. So glücklich, dass er den Wecker nun ständig mit sich herumträgt, mit ihm kuschelt und ihn bisweilen natürlich auch zu Boden wirft.
Vor etwa einer halben Stunde schraubte das jüngste Kind konzentriert am Wecker herum und handelte sich prompt einen strengen Blick seiner Mutter ein:
„Kind, lass das!“, sprach Frau … äh … Mutti, „du verstellst dir ja die Pinkelzeit!“
„rrrrrring“, sagte der Wecker.
„Ich muss doch auf Klo, drum hab ich den Wecker gestellt!“, sagte das jüngste Kind und verschwand singend und den Wecker neu aufdrehend im Bad.
Er macht mich wahnsinnig. Irgendwann.
Und auch dieses Wochenende
18. März 2006
steht unter dem Stern des Renovierens.
Mittlerweile hätten wir Filmmaterial für zwanzig wirklich lustige und informative Renovierungssendungen. Haha, da sind wir aber froh.
Noch scheint niemand krank zu sein, dies wäre dann tatsächlich ein Unterschied zu den letzten vier Wochenenden.
Also, To-Do-Liste:
– aus dem Ex-Zimmer der Mittleren die letzten Möbel in das neue Zimmer der Mittleren tragen
– diese Möbel an der Wand des neuen Zimmers verschrauben
– roten Teppich abdecken
– rotorangepinklilagelb gestreifte Wände in ein sanftes Grau umstreichen
– Burgmauer-Optik auf das sanfte Grau zaubern
– die überflüssigen Möbel aus dem neuen Zimmer des Großen zerren
– die überflüssigen Möbel zu den anderen überflüssigen Sachen in die Halle stapeln
– mal wieder „ich sollte mal die Hälfte von dem Kram wegschmeissen“ seufzen
– Dinkelpfannkuchen essen
– eine Rigipswand vor die eine Terrassentür bauen
– noch einen Streifen tapezieren
– einen Rollladenkasten weiß, den anderen Türkis streichen
– Kaffee trinken
– mails abrufen (=spam abrufen)
– eine leckere, leichte Kleinigkeit zaubern
– die leckere, leichte Kleinigkeit mit den Kindern vor dem Fernseher verzehren
– auf besonderen Wunsch des Großen widmen wir uns dem großen Finale
– Bier kalt stellen (Punkt gedanklich weiter oben einfügen)
– Feierabend + eine ähnliche Liste für morgen erstellen
Schönes Wochenende wünsche ich.