Jack, die Krähe

15. März 2006

fliegt wieder.
Allerdings nicht in dieser Welt.

Sein Flügel war im Gelenk zertrümmert und nicht mehr heilbar. Dann ist es wohl besser so, wie es ist.

Frau … äh … Mutti ist von ihrem gestrigen Anfall „ich will die perfekte Köchin sein“-Anfall genesen. Sehr zur Freude ihrer Kinder (und deren knurrender Mägen), die sich heute wieder mit köstlicher TK-Pizza vollstopfen durften, statt im ausgesprochen köstlichen
Zitronenhähnchen herumzupolken. TK-Futter deshalb, weil der hartnäckige Virus die arme Frau … äh … Mutti mit tropfender Nase durch´s Haus glitschen lässt . (Mahlzeit!)
Schmackhaftes Essen ermuntert die Kinder stets zu ausufernden Gesprächen, an denen ich die werte Leserschaft nur zu gern teilhaben lasse. Heute zum Beispiel grübelte die Mittlere darüber, warum sie in Religion stets Einser schreibt. Niemand konnte ihr die Frage so recht beantworten. Mein Vorschlag, eine religiöse Karriere einzuschlagen, wurde nicht direkt abgeschmettert (ohgottohottohgott) – bedenklich stimmte allein die Tatsache, dass Töchterlein dann hebräisch lesen lernen müsse. So behauptet sie jedenfalls. Der Große erwägt ebenfalls eine berufliche Laufbahn im religiösen Bereich. „Ich habe jetzt angefangen die Bibel zu lesen“, teilte er zwischen zwei Pizzastücken mit. Sehr interessant und bisweilen nicht ganz so leicht zu verstehen sei diese Lektüre. Frau … äh … Mutti schlägt drei Kreuze, weil sie ihre Kinder evangelisch hat taufen lassen, obwohl sie selbst doch streng katholisch ist. So kann doch Töchterlein Pfarrerin werden und der Große kann ihr trotzdem Enkel schenken. (der Kleine will ja sowieso NIENIENIE heiraten. Höchstens seinen Freund) Auf Anerkennung und Lob für ihren Weitblick hoffend, teilte sie dies ihrer religiösen Brut mit. Diese zeigte sich nahezu unbeeindruckt und verschwand trällernd an den Hausaufgaben. Der Große besang die geile Zeit, die vorbei ist und die Mittlere schmetterte aus voller Brust: „Stell dich in den Sturm und schrei: Ich bin hier, ich bin frei!“

Und Frau … äh … Mutti grinst glücklich mit warmer Pizza im Bauch.

Stichworte

13. März 2006

Gesundheit: die Familie ist wieder fit, Frau … äh … Mutti zieht nach, Husten tut nicht mehr weh, atmen geht auch wieder.

Jack, die Krähe: morgen erfahren wir, ob er gesund wird und ausgewildert werden kann.
Sollte Jacks Flügel eine reelle Chance haben und geschient werden, wird er bei uns leben, bis er wieder fliegen kann.
Sollte der Flügel im Gelenk zerschmettert sein und nicht mehr zu retten sein, müssen wir gemeinsam mit der Tierärztin entscheiden, ob eine Krähe ein lebenswertes Leben ohne Artgenossen – ohne fliegen – führen kann. Jack würde dann in den Hühnerstall ziehen.
Unsere Raubkater sind wohl nicht für Jacks Blessuren verantwortlich, eventuell wurde er angeschossen.

Fahrkarte: vier Zugfahrten hat der beste Vater meiner Kinder mir aus dem amerikanischen Spezialitätenrestaurant „Unter den goldenen Bögen“ mitgebracht. Eine Fahrt geht nach München und wieder zurück, im Mai.
Und die anderen beiden Fahrten? Wohin? Berlin? Frau Miest, haben Sie da einen Vorschlag?

Jack, die Krähe

11. März 2006

sitzt nicht so arg gerne im improvisierten Käfig. Dafür mag er gematschte Banane.

Die Kater finden ihn SEHR interessant und womöglich sind sie auch für seinen etwas gerupften Zustand verantwortlich: Jack hat einen gebrochenen Flügel und ich hoffe sehr, dass er wieder gesund wird.

Drückt uns ein paar Schwungfedern/Daumen.

Sollte

9. März 2006

ich es schaffen, mich vom Computer loszureissen, dann könnte heute ein kreativer Tag werden.

Nur noch fünf Minuten …