Möbel-Tetris
8. März 2006
Das Regal (IKEA: Ivar) aus dem Flur in Einzelteilen ins künftige Arbeitszimmer (während der beste Vater meiner Kinder Farbe an die Wand der ehemaligen Schlafkoje wirft), ein Stufenregal (IKEA: Trofast) aus dem ehemaligen Großen-Zimmer in den Flur, dabei einen spontanen Schubladen-Tausch mit dem Stufenregal im Noch-Zimmer der Mittleren, den Schubladen im Jetzt-Zimmer des Großen unter dem Bett und den Schubladen im Noch-Arbeitszimmer. Gelb nach unten, schwarz nach rechts und zur Mitte, weiß ebenfalls zur Mitte, orange und grün in den Flur. Ganz einfach.
Neuentdeckung des Schubladenschrankes (IKEA: Leksvik) und Einplanung im künftigen Arbeitszimmer, das gute uralte Regal (IKEA: Ivar) in den begehbaren Aktenschrank, sowie dieser trocken ist. Ein weiteres Stufenregal (IKEA: Trofast) in die Halle, da überflüssig.
Irgendwie ist das Zimmer immer noch nicht leer. Komisch.
Befürchte, dass unser Haus demnächst mit einem IKEA-Außenlager verwechselt wird.
Alles hat ein Ende
6. März 2006
auch das schmollende Sitzen in der Ecke.
Das Gefühl, nie mehr Lachen zu können, lässt sich in etwa so konsequent erleiden, wie den Vorsatz „nie wieder esse ich Schokolade“ durchzuhalten ist. Ich bin nicht geschaffen für selbstgestrickte Depressionen, mir fehlt mein Augenzwinkern und das/mein Lustig-Machen über mein Leben.
Die Familie ist noch immer nicht gesund. Der beste Vater meiner Kinder schleppt entzündete Mandeln durch die Gegend, der Große eifert ihm eventuell nach. Der Kleine und die Mittlere husten ab und zu und sprechen lustig durch die Nase. Genau zwischen gesund und krank. Dort hänge ich übrigens auch seit drei Wochen, aber zum krank werden ist keine Zeit und Mütter werden nicht krank. Sie leiden still und jammern nicht. Und manchmal lügen sie auch :-)
Vom Renovirus sind wir auch noch nicht genesen. Der Große wohnt zwar bereits im neuen Zimmer, doch leider besitzt er noch keine funktionierende Zimmertür. Und ein Bücherregal fehlt. Er liebt das neue Zimmer trotzdem.
Der Kleine darf nicht in das Zimmer mit der Schlafkoje ziehen, denn in der Koje blüht der Schimmel. Dafür zieht er in das Zimmer der Mittleren. Diese wiederum wohnt demnächst im Arbeitszimmer. Computer, Papierkram und vielleicht auch meine Nähmaschine wandern in das ehemalige Großen-Zimmer, welches dann sozusagen statt Schlafkoje einen begehbaren Aktenschrank bekommt. Und falls wir jemals den Renovirus auskuriert haben, werde ich mit Fotos dokumentieren. Bis dahin müssen rotorangelilapinkgelb-gestreifte Wände in coole Burg-Optik getaucht werden und das strahlende Blau mit den interessanten Flecken soll einem milden Lindgrün weichen. Und die Schlafzimmerschränke will ich auch lackieren. Und überhaupt hat der Tag zu wenig Stunden, der Körper zu wenig Abwehrstoffe und der Frühling zuviel Schnee.
Meine Gedanken schweifen ab. Gerne würde ich in einem netten Café sitzen, meine Nase in die Sonne strecken und mit ihr ein nettes Schwätzchen über besondere Kinder halten. Wenn sie verspricht, dass sie keine blutigen Zähne neben meinen Kaffee legt, hätte ich sie gerne mit am Tisch sitzen und sie müsste mal eben beweisen, dass Schwätzen und Stricken gleichzeitig geht. (ich hab´einen Schal gestrickt, sie letzten Tage. Fluchend , schief und schepp und wehe jemand sprach mich an! Und wie krieg ich das Ding von den Nadeln und was ist überhaupt mir mir los? STRICKEN, ICH!)
Fein wäre das.
Danke für Aufmunterungen hier, in der Sonne und per mail, ich bin wieder hier. Meistens :-)
wenn
3. März 2006
Ihr Garten öde, kahl und hässlich ist, dann lassen Sie ihn doch einfach einschneien!
Ein fiebrig angehauchter Vormittag führt manchmal dazu, dass eine griesgrämige Frau … äh … Mutti auf dem Sofa leidet und sich durch das Fernsehprogramm zappt.
Im Mittagsmagazin erfuhr sie dann von der glücklichen Niederkunft eines zwölfjährigen Mädchens, konnte einen kurzen Blick auf aufgelöste „wir wussten von nichts“-Eltern werfen und einen kurzen Seitenhieb auf moralischen Sittenverfall und die allgemeine Dämlichkeit von Teenagern, die keine Ahnung von Verhütung haben und Pisa ist sowieso an allem schuld, ertragen. Glotze aus. Grusel.
Eine halbe Stunde später: Am Tisch sitzen der Große, die Mittlere und die Mutter, die ein lässiges „wir sollten mal über Sex reden“ in die Runde wirft.
„Schon wieder“, nölt der Große.
„Was ist das denn jetzt GANZ GENAU?!“, lauert die Mittlere.
Nach einem kurzen Abriss über schwellende Schleimhäute, springende Eier, verhärtete Schwellkörper, glitschige Flüssigkeiten, hübsche Gefühle, schützende Gummihüllen und hormonelle Verhütung, nach einigen Schweißperlen auf der mütterlichen Stirn, erklärte der Große, dass er nun wirklich genug vom ewigen Schnee habe „schau mal, es schneit SCHON wieder.“
Die Mittlere nahm diese Aussage als Aufhänger für einen kräftigen Streit zwischen liebenden Geschwistern: „Mann! Wir reden hier über SEX und du sagst was vom Schnee“.
„Ich find´s halt noch nicht so wichtig“, erwidert der Große und ich könnte ihn knutschen. „Wir haben heute über die Vogelgrippe geredet, DAS finde ich wichtig!“
„Die verfolgt mich auch“, sagt die Mittlere ganz ernsthaft und schaut mich sehr verächtlich an, als ich mich interessiert umschaue, wo sich die Mädchen-verfolgende-Grippe wieder rumtreibt.
In der Schule wurde diskutiert, ob man nun besorgt sein müsse oder nicht. Ausserdem wurden den Kindern Verhaltensmaßnahmen erläutert, falls sie zufällig über einen toten Vogel stolpern.
„Ihr dürft ihn nicht ablecken“, sagt die Mutter, die nie ernstbleiben kann.
„Ha.Ha.“, sagt der Große und raunt seiner Schwester zu: „Bist du auch satt?“
Ich fühle mich schon viel besser, irgendwie.
es wimmelt
1. März 2006
Schätzungsweise 30 neue Haustiere wuseln durch das Miniaquarium. Geschätzt deshalb, weil das jüngste Kind des Zählens nur bis zwölf mächtig ist:
a-ins, swei, drei, via, fumf, sechs, sieben, acht, neun, szehn, elf, swölf, swanzig, sieben, acht, neun, dreissig
Die Sea-Monkeys sind also tatsächlich geschlüpft. Übermorgen werden sie zum ersten Mal gefüttert, morgen sollen sie mit der im Set mitgelieferten Mini-Luftpumpe etwas Sauerstoff ins Wasser gesprudelt bekommen. (Wellness für Minikrebse)
schönes Experiment! Auch wenn die Krebschen nicht wie lustige, kleine, nackte Menschen aussehen. Hat uns doch die Werbung im YPS-Heft glatt wieder veralbert. Tsts.