Baumarktbummel

3. April 2007

„Jetzt habe ich genug gepflanzt!“, sagte Frau … äh … Mutti gestern.
Heute im Baumarkt hüpften dann heimlich zehn Buxpflanzen, diverse Kräuter, ein Rittersporn (Ersatz für den von Schnecken verzehrten Ritersporn), eine rote Lupinie und noch zwei, drei Pflänzchen in den Wagen. Ausserdem drei ganz entzückende, höchst kitschige Metallstäbe mit bunten Glasperlen.

Im zweiten Baumarkt gab es dann keine Pflanzen, sondern Taschenzubehör: Rolladengurte, Karabinerhaken in verschiedenenen Farben und Formen und ein paar Schnallen.

Leider ist Frau … äh … Mutti nun erschöpft auf dem Sofa zusammengebrochen und kann weder Pflanzen in die Erde bringen, noch Taschen nähen. Oder die Polster für die Gartenmöbel. Aber Baumärkte sind toll! Gut, dass keiner in unmittelbarer Nähe ist.

summ, summ, summ

2. April 2007

Die letzten drei Jahre besuchte uns jedes Frühjahr treu eine Erdhummel. Für ihren Nachwuchs hatte sie sich den Stopper vom Rolladen vor der Wohnzimmer-Terrassentür ausgesucht:

Erdhummel tun ja niemanden was und ob dieser Stopper nun mit Lehm gefüllt ist oder nicht, war uns egal. Leider führt die Wohnzimmer-Terrassentür mittlerweile nicht mehr auf die Terrasse sondern zuerst in den Vorraum, in den Mini-Wintergarten. Den Mini-Wintergarten trennt eine große Schiebetür von der Terrasse. Diese Tür dürfen wir nicht schließen, damit Frau Erdhummel nicht beim Nestbau gestört wird. Uns stört die ständig offen stehende Tür dann doch ein bißchen, denn das Feine an einem Wintergarten ist, dass er so kuschelig warm wird und diese Wärme bis in die späten Abendstunden hält.
Lange Rede, kurzer Sinn: Frau Erdhummel samt ihrer Kolleginnen sollen bitte umziehen:

Tatsächlich zeigen die Erdhummeln bereits Interesse an dem angebotenen neuen Nistmöglichkeiten und es summt mächtig auf der Terrasse.
Vielleicht liegt das ja an der garantiert ökologisch-biologisch-dynamischen-ungespritzen Bauweise der Brutstätte … oder an der zauberhaften Umgebung?

Och,

1. April 2007

nach einem anstrengenden Tag ist es doch völlig legitim, sich auf dem Sofa mit einem Glas Wein pubertären Erinnerungen hinzugeben und ein bißchen im Takt mitzuwippen, wenn Johnny und Baby über die Bühne stolpern.

„Ich geh dann mal ins Arbeitszimmer.“, sagt der beste Vater meiner Kinder, „Ich kann nicht mit Patrick Swayze in einem Raum sein.“

Sprach´s und ließ sein holdes Weib alleine schmachten. Er versteht mich nicht.

Und alle: „Now I have the time of my lahahife …!“

Ach,

1. April 2007

könnte ich dichten und reimen. Oder singen. Oder wundervolle Musik komponieren. Oder malen. Oder hätte ich wenigstens Zeit zum Fotografieren.

Denn es ist Frühling.

Ein ganzer Tag im Garten und fast alles erledigt, was geplant war. Die Wangen glühen, den Kindern wachsen Sommersprossen auf der Nase und kühles Gras unter nackten Fußsohlen ist unschlagbar.
Und wenn erst die Gartenmöbel samt neubezogener Polster auf der Terrasse stehen und es in den Balkonkästen blüht, dann lade ich zur großen Gartenparty. Lust dazu?

Gartentag

1. April 2007

– weitere Kartoffelbeete vorbereiten
– die Ecke für die Tomaten richten
– die Feuerstelle und das Drumherum vom Unkraut befreien
– Millionen Mini-Kirschbäume ausrupfen
– die Terrassenmöbel vorbehandeln und vielleicht sogar schon lackieren
– Kaffee in der Sonne trinken
– Wildbienen/Erdhummel-Kinderstube aufhängen
– Altholz verbrennen
– im TK-Schrank nachschauen, ob noch ein paar Würstchen drin rumliegen
– wünschen, dass der Tag ein paar Stunden mehr als sonst hat