übrigens

17. Juni 2007

Frau … äh … Mutti näht noch.
Einige Bestellungen sind abzuarbeiten und die nächste Tasche geht über den großen Teich. Diesmal aber nicht per unzuverlässiger Post sondern im Handgepäck der Schwägerin, die die pompadura wiederum ihrer Schwägerin schenken wird.

Passenderweise zickt das Nähmaschinchen sehr unfein herum, frisst den Stoff oder zerbeisst den Oberfaden und reagiert nicht auf meine regulierenden Versuche. Eine Verschwörung, wahrscheinlich. Eine Verschwörung mit den Nähnadeln, denn eine davon hat sich gerade eben beim Annähen eines Knopfes durch meinen Daumen gebohrt. Sieht so gemein aus, wie es sich liest, tut aber gar nicht weh. Nur nähen geht jetzt nicht mehr, weil der Daumen tropft. (und morgen muss doch eine Tasche raus, weil die geht dringend nach Berlin!)

Sie sehen – nix Neues. Frau … äh … Mutti glänzt weiterhin mit Ungeschick und ohne Bilder der letzten Machwerke.

Gestern war ich übrigens mit der allerliebsten Freundin in der Rheinhessischen Schweiz unterwegs, der Tag der offenen Gärten lockte. Nach der Besichtigung von sieben, teils sehr unterschiedlicher, Gärten, ist die Motivation hoch, in zwei, drei Jahren den eigenen Garten zu öffnen. Falls der zur Zeit rote Daumen nicht den Umweg über braun nimmt, sondern sofort wieder einsatzbereit und grün wird, steht diesem Ziel nichts im Wege. Außer sehr viel Arbeit. (auch an der Nähmaschine, den auch für den Garten kann eine Menge Wunderbares genäht werden.)

paradox (snail-content)

15. Juni 2007

Auf meinem Kompost wächst eine Zucchini. Das ist ja nun nicht so aussergewöhnlich, werden Sie denken und sich vielleicht fragen, weshalb diese Tatsache Frau … äh … Mutti einen Blogeintrag wert ist.
Ich will es Ihnen erklären.
Seit vier Jahren versuche ich Zucchini in meinem Garten zu ziehen. Bedeutet: Im Frühjahr kaufe ich zwei Zucchinipflänzchen in der Gärtnerei meines Vertrauens, pflanze sie an einen ausgesuchten Platz und freue mich vier Stunden lang auf reiche Zucchiniernte. Fünf Stunden später haben die Schnecken die Zucchinipflanzen bis auf einen kümmerlichen Stumpf hinunter gefressen.

Und nun wächst im Kompost, in der Brutstätte aller Schnecken, eine Zucchini, die ich nicht einmal gepflanzt habe. In unmittelbarer Nähe wurde die angeblich schneckenresistente Scharfgarbe von den blöden Viechern gemeuchelt und diese Zucchini hat nicht mal eine Schleimspur.

Gibt es dafür eine logische, mir nachvollziehbare Erklärung?
Ist mir die Zucht einer schneckenresistenten Zucchini gelungen?
Glauben die Schnecken womöglich, dass wild aufgegangene Pflanzen schädlich für sie sind?

vorhin,

12. Juni 2007

beim Gute-Nacht-Sagen gedacht: „Boah! Was wird der Große gerade so hübsch!“

(und leise geseufzt, weil alles babyweiche wird kantig, Grübchen auf den Händen sind plötzlich knochige Knubbel und der Flaum auf Armen und Beinen wird unflaumiger)

Lady Marmalade

12. Juni 2007

Man nehme:

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Frau … äh … Mutti lustwandelt durch ihren schneckenreduzierten Garten, hält ein nettes Schwätzchen mit dem Nachbarn und denkt an nichts Böses.
Bis der fiese Stich in den Arm kommt, gefolgt von einem hektischen Wischen über die schmerzende Stelle und einen Schmerzenslaut. Ein bißchen geblutet hat es und nun schwillt der Arm an und verfärbt sich lustig.
Gebissen hat mal wieder die Kriebelmücke und ich hoffe, wie jedes Jahr zuvor (und ich hoffe, dass die Hoffnung diesmal nicht vergeblich ist), dass ich an der Blutvergiftung vorbei komme.
Spätestens morgen früh weiß ich mehr.

Es sind diese kleinen Momente, wo eine Mietwohnung im, sagen wir mal, elften Stock irgendwo in der Großstadt eine Oase der Ruhe und des Friedens zu versprechen scheint.