Eine echte Freude
11. Juni 2007
ist es, mit einer – wie soll ich es freundlich ausdrücken – willensstarken Tochter Kniffel zu spielen und dabei haushoch zu gewinnen.
Meine Ohren klingeln und ich kenne jetzt neue Schimpfworte. Oh, und unsere Türen halten echt was aus.
Tipp
11. Juni 2007
Beginnen Sie den Tag doch einfach mal ganz anders!
Statt den öden Haushalt zu wuppen, könnten Sie sich Gummihandschuhe und ihre Regenjacke überziehen und im sanften Tröpfeln nach draußen in den Garten gehen. Dort greifen Sie sich eine Hacke und einen Eimer und beginnen unauffällig an den Beeten auf und ab zu schlendern.
Schnirkelschnecken und Weinbergschnecken kommen in den Eimer, Nacktschnecken werden mit der Hacke terminiert.
Schauen Sie besonders genau zwischen den Walderdbeeren und an der Prunkwinde. Scheuen Sie sich nicht, in Büschen zu wühlen oder im Gras.
Zwischendurch müssen Sie darauf achten, dass die Schnecken im Eimer nicht über den Eimerhenkel auf Ihre Hand kriechen.
Gönnen Sie sich doch mal ein wohliges Schaudern zwischendurch, wenn die zerhackten Nacktschnecken blubbern.
Den gut gefüllten Eimer tragen Sie dann Richtung Ried und kippen ihn in an den Bach (wie vor Ihnen viele andere Gartenbesitzer auch, der anwesenden Schneckenpopulation nach zu urteilen). Die meisten Schnecken mit Haus sollten diese Prozedur überlebt haben.
Gehen Sie ins Haus zurück und schrubben Sie sich den Schneckenschleim von den Händen, falls Ihre Gummihandschuhe, so wie meine, undicht waren. Danach lustwandeln Sie erneut durch den garten, um zu entdecken, dass Sie auch morgen oder vielleicht schon heute abend erneut dieses wunderbare Erlebnis wiederholen dürfen.
(Wußten Sie schon, dass Weinbergschnecken, wenn sie sich ganz rasch in ihr Haus zurückziehen, quietschen?)
kurzer Kurzurlaub
10. Juni 2007
Geplant und gepackt hatten wir für vier Tage, wobei es eigentlich völlig egal ist, ob man drei Tage oder zwei Wochen zum Zelten fährt: der Berg aus Schlafsäcken, Isomatten, Zelten und Kochern bleibt gleich. Lediglich die Menge der Klamotten variiert ein bißchen.
Am Donnerstag morgen ging es relativ früh los, denn ein Zwischenstop auf der Hoch-Königsburg war eingeplant. Der beste Vater meiner Kinder und sein holdes Weib waren dort vor 15 Jahren schon einmal, tapfer vom Tal nach oben gewandert, mit Zelt, Schlafsack, Isomatte, Kocher, Verpflegung und Wechselklamotten für eine Drei-Tages-Tour im Rucksack. Diese Wanderung war die erste Bewährungsprobe unserer damals noch sehr zarten Beziehung, denn der Weg führte anfangs durch eher steile Weinberge, die in der Mittagshitze vor sich hin brodelten. Der beste Vater meiner Kinder schwärmt noch heute von den wortgewaltigen Flüchen, die ich angeblich ständig vor mich hinkeuchte.
heimwärts
9. Juni 2007
Wegen Gewitter und sintflutartigen Regenfällen vorzeitig abgereist.
Wir werden sie bestimmt auch noch mal von vorne sehen.
Ausgleichende Gerechtigkeit
6. Juni 2007
ist es, dass das Töchterlein nach zwei wirklich fiesen Schuljahren mit einer doch eher unmotivierten Leerkraft nach den Sommerferien den bisherigen Klassenlehrer des Großen übernimmt.
Der ist nämlich jung, dynamisch, engagiert und obendrein noch attraktiv. Wobei Letzteres für Töchterlein hoffentlich noch keine große Rolle spielen wird, der Mann ist frisch verheiratet. Und er übernimmt einen wahrhaft spannenden Job mit seiner neuen fünften Klasse. Nicht nur weil er sowohl Töchterlein als auch deren allerliebste Freundin unterrichten darf, sondern auch weil sich außer einer sehr großen Horde präpubertärer Mädchen lediglich drei männliche Schüler in der Klasse befinden werden.
Der Ärmste.
(und ich freue mich riesig für´s Kind!)