Renovierung die Erste

5. Oktober 2007

Der Startschuss ist gefallen, gestern schon, um genau zu sein.

Das Nähzimmer (MEIN heißgeliebtes, viel zu kurz genossenes Nähzimmer) muss komplett ausgeräumt werden.

Derzeit stehen sieben Umzugskartons wild in der Gegend herum und warten darauf, mit Stoffen gefüllt zu werden.
Zwei Kisten sind bereits mit Schnickeldi gefüllt und die Lavendelschüssel steht auf dem Nähtisch und wird hoffentlich kein zweites mal herunterfallen.
Drei Nähmaschinen in unterschiedlichen Demolierungs-Modi stehen auf dem Boden und Frau … äh … Mutti steigt mehr oder minder elegant, manchmal auch mit einem kleinen Hüpfer, mehrmals am Tag darüber, wenn sie das Zimmer queren muss.

Das erste Etappenziel wären leere Regale und Schränke bis heute abend, damit die Möbel (und die vollen Kisten) in die Halle geschafft werden können.

Dann muss der Teppich raus, das alte, ungenutzte Abwasserrohr aus dem Boden, Ausgleichsmasse auf den Boden, Kork auf den Boden und das Holz, das schon in der Halle liegt, darauf.

(dann die Möbel aus dem Tochterzimmer nach oben, die Möbel aus dem Zimmer des Großen nach untern, die Möbel des Jüngsten rüber und die Nähzimmer-Einrichtung ins Zimmer des Jüngsten. Zeit dafür: eine Woche. Uff.)

Ich bin früher gerne umgezogen. Muss daran gelegen haben, dass ich jedesmal mit einem Stillkind auf dem Arm auf dem Sofa saß und die Umzugshelfer dirigiert habe.

Fußbad

4. Oktober 2007

„Tu ich mir mal was Gutes!“, sagte Frau … äh … Mutti und kippte die sehr große Schüssel mit den Lavendelblüten in ihre Hausschuhe. (und auf den Teppich und in die Kisten, die mit Stoff vollgeräumt werden müssen)

Doof. Ungeschickt. Und- ich erwähnte es bereits – urlaubsreif.

„Mama stultus est!“, sagt das jüngste Kind.

Das JÜNGSTE Kind.

Bin dann mal weg, muss mein Kind zu Boden knutschen, obwohl das ja doch eine freche Aussage war.

Neues Projekt:

2. Oktober 2007

Pimp my Sofa!

Da der türkisfarbene Sofabezug nicht ins rot/weiß/grau/rosa/pink-Farbkonzept des künftigen Nähzimmers passt, für ein neues Sofa aber weder Notwendigkeit (außer wegen der Farbe) noch ein Goldeseln zur Verfügung steht –

dachte Frau … äh … Mutti: „Nähe ich halt mal eben einen neuen Bezug!“

Richtig, die Nähmaschine ist kaputt, die uralte mag auch nicht so recht, aber Oma Eis hat sich erbarmt und ihre Nähmaschine heute morgen bei mir „vergessen“ :-)

Das Ausschneiden des Bezuges war erfreulich leicht, da der alte Bezug, ganz im guten, alten IKEA-Stil, nicht sehr aufwändig genäht war und der Schnitt sich leicht und mit ein paar großzügigen Nahtzugaben übertragen ließ.
Sechs verschieden große Stoffstücke waren dann rasch aneinander genäht und die erste, alles entscheidende Passform-Probe verlief positiv.

Wo jetzt der Haken bei der Sache ist?

Beim Versäubern/Verstärken der Nähte … ging die Nähmaschine kaputt.

Noch habe ich nicht gebeichtet, noch kann ich es einfach nicht glauben. In meinem Nähzimmer stehen drei Nähmaschinen in unterschiedlichen „Kaputt-Stadien“ und ich denke ernsthaft über ein neues Hobby nach. Eines, bei dem ich nix kaputt machen kann. Leider fällt mir keines ein.

Ich glaube,

2. Oktober 2007

ich bin urlaubsreif.

Quatsch. Ich weiß, dass es so ist.