Info
11. Dezember 2007
Nur damit Sie nicht behaupten können, ich hätte mal wieder viel zu spät Bescheid gesagt:
Am Donnerstag, den 17. Januar 2008, um 19:30 Uhr wird die Halle der Grünen Villa eingeheizt (vorher auch ordentlich aufgeräumt). Dann kommt die Tuppertante unseres Vertrauens, um uns die allerneuesten, allerteuersten, allerbesten Plastikdosen vorzustellen.
Kommen Sie zahlreich, aber kaufen Sie nicht zuviel, weil die Gastgeberinnengeschenke ab bestimmter Sternanzahl brauchen wir nicht. Alle Gäste nehmen übrigens ein „Mini-Bellevue“ mit nach Hause und vielleicht auch die Erinnerung an einen witzigen Abend.
Um Voranmeldung wird gebeten.
Vorweihnachtliches
10. Dezember 2007
Das Weihnachtselchdings ohne Geweih ist befüllt mit Lavendelfröschen. Dies hat keinen dekorativen Zweck, sorgt aber für Ordnung auf dem Nähtisch. (und große Vorfreude bei Frau … äh … Mutti)
Die vier Engel, die jedes Jahr einmal aus der Kiste dürfen. Dieses Jahr dürfen sie vor dem Bild des großen Kindes vor sich hinglitzern. (die Verkäuferin hinterm Ladentresen scheint´s zu freuen)
Der Erdbeerkater sorgt dafür, dass das mit der Dekoflut nicht überhand nimmt, indem er systematisch die liebevoll gefilzten Nikolaushüte zerfetzt. (statt sich niedlich mit Mütze zwischen den Ohren knippsen zu lassen)
Offenes Singen im Advent
9. Dezember 2007
und die Familie marschiert geschlossen in der Oppenheimer Katharinenkirche ein.
Nein, Kirchgänger sind wir nicht, doch die beiden größeren hinreissenden Bestien singen seit einigen Jahren im Kinderchor und trugen somit maßgeblich zur Programmgestaltung bei.
Es ist ein wundervolles Gefühl auf einer harten Kirchenbank zu sitzen und alten Kirchenliedern, die von glockenklaren Kinderstimmen vorgetragen werden, zu lauschen. Nein, Frau … äh … Mutti ist nicht ironisch. Das ist ganz ernst gemeint. So manches Tränchen der Rührung wollte sich über meine Wange stehlen, wenn die beiden großen Kinder „Maria durch ein Dornwald ging“ sangen und das allseits bekannte „Gloria“ jubelten. Manchmal war ich in Versuchung aufzustehen und der anwesenden Gemeinde zu verkünden, dass diese beiden hübschen, talentierten Kinder rechts außen die meinen sind.
Höhepunkt des Programmes war die Adventskantate „Machet die Tore weit“ von Christian Ludwig Boxberg, die Frau … äh … Muttis Mutterbrust so anschwellen ließ, dass sie sich zu inbrünstigem Mitsingen bei „Tochter Zion“ mitreissen ließ.
Die besinnliche Stimmung wurde auf der Heimfahrt vom jüngsten Kind gnadenlos terminiert. Mit tiefer, definitiv richtiger-Ton-abstinenten Stimme gröhlte er das Gloria und schuf damit Fußballstadion-Atmosphäre (Frau … äh … Mutti schwenkte ihren Schal im Takt). Mich freut´s trotzdem und die besinnliche Stimmung kriegen der beste Vater meiner Kinder und sein treusorgendes Weib mit Wein bei Kerzenschein auf dem Sofa auch gleich wieder hin. Stolz sind wir sowieso.
Warum tun Sie sich das an?
9. Dezember 2007
fragt Sabine und bezieht sich auf das Plätzchen-back-Gejammere.
Es gibt viele Gründe, weswegen ich jedes Jahr Plätzchen backe, obwohl ich am Abend dann das Gefühl habe, dass ich kein einziges dieser wundervollen Plätzchen verzehren, geschweige denn riechen, möchte.
Zum einen hat das tatsächlich was mit Tradition und „das war schon immer so“ zu tun. Mag man drüber streiten, ob man nicht auch mit alten Traditionen brechen kann und nicht immer alles so tun muss, wie die Urahninnen vor uns. Muss man aber gar nicht streiten, denn ich liebe diese Tradition. Ich erinnere mich sehr gerne an die Vorweihnachtszeit, an das Plätzchen backen, ich durfte Teig naschen, ich durfte Plätzchen ausstechen und manche Plätzchensorten machen mich schlagartig dreissig Jahre jünger, weil ich sie auf eine ganz bestimmte Art und Weise anknabbern muss und dabei die Stimme meiner Oma im Ohr habe, die mich ermahnt, nicht mit meinem Essen zu spielen und alles vollzukrümeln. Plätzchen backen ist für mich ein Stück heile Kindheitserinnerung und genau die möchte ich meinen Kindern auch schenken. Ich stelle mir vor, dass sie sich in dreissig Jahren treffen und sagen: „Weisst du noch, wie Mama vor Weihnachten immer über das Plätzchen backen gejammert hat und es dann letztlich doch immer gemacht hat? Und diese eine Sorte Plätzchen da, die, die wir immer in den Kakao tunken durften, obwohl das am Tassenboden so einen ekligen Matsch gab … diese Sorte backe ich auch immer. Das Rezept ist von unserer Ururoma.“
Zum anderen liebe ich Plätzchen. Eine Mundvoll lecker und süß, mal zwischendurch. Oder ganz bewusst, am Tisch mit Kerze und Kaffee. Ein ganzes Stück Kuchen ist mir oft zuviel, aber drei, vier Plätzchen rutschen ganz locker auf die Hüften. Mit dieser Vorliebe bin ich nicht allein :-)
Und letztendlich liebe ich auch das Rumwurschteln in der Küche, auch wenn ich das sonst vehement abstreiten würde. Hunderte von Töpfen und Schüsseln, Löffel, Messer, Teigrührer, dazwischen Eierschalen, gemahlene Nüsse und der Fleischwolf, den ich verliebt anschaue, weil auch er ein Stück aus meiner Kindheit ist. Ich fühle mich dann schrecklich hausfraulich, binde mir eine Schürze um und höre Weihnachtslieder.
Klar wird die Küche eingesaut. Klar habe ich bergeweise Zucker und Mehl auf dem Boden. Klar klebt immer ein halbes Ei am Küchenschrank.
Doch das ist schnell wieder in Ordnung gebracht. Gestern abend zum Beispiel saß ich auf dem Sofa und der beste Vater meiner Kinder wuselte rasch durch die Küche :-)
Es ist eine aufwändige Sache, doch sie gehört einfach dazu. Genauso wie ein Adventskranz, der in letzter Minute fertig gestaltet wird, der Adventskalender, dessen einzelne Türchen manchmal erst am Abend vor dem Öffnen befüllt werden, Kerzen, Weihnachtsschnickeldi und die letzten drei Geschenke, die man vergessen hat zu besorgen. Ich möchte es nicht missen, denn dann hätte ich keine Jammereien zu Bloggen.
Danke für den Gedankenanstoß!
wurx.
8. Dezember 2007
Ich hasse Plätzchen. Und Plätzchenteig. Und Eier und Mehl und Margarine und Zucker und Puderzucker und Kokosraspeln und Haselnüsse und Walnüsse und Schokolade.
Ich muss jetzt ein paar Peperoni essen. Oder Essiggurken. Und dazu ein Leberwurstbrot. Mit Senf.
Danke an den Herrn Silverfuxx, dessen Rezept direkt in doppelter Menge und leichter Abwandlung gebacken wurde.
Danke auch in die Schweiz (und einen allerherzlichsten Geburtstags-Glückwunsch nachträglich [ich kann bei Ihnen nicht mehr kommentieren, Manno!]), Kokosmakronen backe ich jedes Jahr und jedes Jahr werden sie zu bröselig oder zu matschig. Dieses Jahr auch, aber schmecken tun sie grandios.
Danke an Iris! Die Haferflockenplätzchen sind großartig. Vor allem, weil ich meinen Schokolausi geopfert, sprich geschmolzen und und in filigranen Mustern über die Plätzchen gezogen habe. Lecker!
Danke an den besten Vater meiner Kinder, der tapfer das Spritzgebäck durch den Fleischwolf gekurbelt hat.
Danke, dass es vorbei ist. Die Weihnachtsbäckerei schließt für ein Jahr.