Aus der Hand lesen
24. Juni 2009
könnte mir derzeit jeder ohne Wahrsager zu sein: „Ooooh! (mysteriöses Hauchen) Sie haben in letzter Zeit Ihren Körper auf Händen getragen …“
Ich hab´s da so Schrullen und Schwielen auf den Handflächen und weil ich die Krücken jetzt immer öfter stehen lasse, dürfen diese Schwullen und Schrielen weg. Aber wie? Ich neige dazu, mit den Fingernägeln daran rumzupellen, aber das führt zu weniger schönen Verletzungen, weil nicht nur diese verhornte Haut abgezupft wird, sondern so kleine Risse entstehen.
Was soll ich tun? Einen Bimsstein als Handschmeichler mit mir rumtragen? Handstand auf Schotter machen? Mit der Feile oder Schleifpapier ran? Die Hände in Spülmittel baden? Gummihandschuhe zum Wegschwitzen tragen?
Als allererste Maßnahme habe ich mir die Fingernägel ganz kurz geschnitten. Haben Sie noch Ideen?
Gesammeltes-Gestammeltes
24. Juni 2009
Sie hatten da ein paar Fragen, die will ich mal beantworten:
1. Der Campingplatz heißt Harfenmühle. Ich kann ihn uneingeschränkt empfehlen, egal ob man winzige Kindelein hat oder coole Pubertärlinge. Seit ein paar Jahren fahren wir immer für ein paar Tage hin. Die Kindelein sind im Bach um Edelsteine zu suchen oder im Badeteich, aber nur bis zu den Waden, weil der so kalt ist :-) Erwachsene sind im Bach, um Edelsteine zu suchen oder lassen die Seele baumeln.
Einzige, klitzkleine, Einschränkung: normale Zeltheringe verbiegen beim Einschlagen in den steinigen Boden. An der Rezeption des Platzes gibt es aber spezielle Heringe (Schwerter), deren Anschaffung sich absolut lohnt.
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Flammeri ist kinderleicht zuzubereiten und ist im Grunde genommen nix anderes als ein Vanillepudding, allerdings ohne Tüte :-)
1/2 Vanilleschote (auskratzen, die ausgekratzte Schote beherzt mit in den Topf schmeissen), 1/2 Liter Milch, 1 Prise Salz, 2 EL Zucker aufkochen. |
Den Eischnee unterheben, in ansprechende Schüsselchen füllen, servieren und sich nicht über eine Gewichtszunahme beschweren. Lassen Sie es sich schmecken!
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auch heute:

Wieder einmal im selbstgenähten Röckchen. Den Stoff habe ich im Nähramschlädchen in Nierstein gefunden, die Spitze ist vom Vater der Freundin, die nie Zeit hat (Damenoberbekleidungsschneider a.D.), die Samtborten sind von Frau Tulpe und die Ameisen sind aus der Käfer-Stickdatei, entworfen von Frau Smila. Eine der ersten Dateien, die ich mir gekauft habe und die ich immer wieder, wenn auch nicht so quietschebunt, verwende.
Am rechten Knie, ganz neu, eine zauberhafte Bandage in „silber“. Sie soll die strapazierten Bänder stützen und die Kniescheibe fixieren. Sie tut mir gut beim Laufen und ich denke, dass ich sie auch bei Wanderungen gut gebrauchen kann. (ob ich sie ein bißchen aufhübsche?)
An den Füßen: heißgeliebte Camper-Schühchen. Außen schwarz, Glattleder. Innen rot mit weißen Pünktchen. (mittlerweile aber barfuß, es wird heiß heute)
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Frau Ami, Sie hatten neulich gefragt: mittlerweile habe ich elf selbstgenähte Röckchen, Tendenz allerdings ganz sicher steigend. In den letzten acht Jahren haben sich ausserdem noch 15 Röcke von sehr kurz bis wadenlang angesammelt. Ich trage lieber Röcke als Hosen und stelle, während ich dies tippe, sehr erstaunt fest, dass ich offensichtlich seit acht Jahren über die „ewig-zuvielen“ drei Kilos jammere, aber sonst nicht zunehme und die Figur halte. Ich werde mir das Jammern abgewöhnen.
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Das Paket von diesem komischen Nähshop ist eingetroffen. Ein nachtleuchtendes Garn fehlt, wird aber nachgeliefert. Der Inhalt war in einem Paket verstaut, in dass man beinahe einen 1-Personen-Haushalts-Kühlschrank hätte stopfen können. Nun ja, 4,50 Euro Versandkosten müssen ja untergebracht werden. Grmpf.
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Zu guter Letzt möchte ich Ihnen noch den Artikel von Frau Düne ans Herz legen, in dem sie über die unsichtbare Behinderung ihrer Tochter schreibt, offen und sehr ergreifend.
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Kaffeetasse glücklich geleert.
vier Stunden bisher
23. Juni 2009
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Nicht meine Farben, aber die der Freundin, die nie Zeit hat.
Ich schätze mal … noch vier Stunden, dann bin ich fertig. Auch mit den Nerven :-)
***** fertig! *****

(Detailbilder und Erklärungen folgen noch, jetzt erstmal Feierabend)
***** Enten und Vögel *****


Neue Stickdateien aus der Feder der wunderbaren Anja Rieger, ab Freitag, den 26.06.2009 HIER zu erwerben.
Gestickt wurde auf verschiedenste Stöffchen aus dem blaugelben Möbelhaus (logisch, Samt war auch dabei) und Kariertes vom Stoffmarkt. Der eine Kissenbezug ist der erste dilettantische Versuch, so ein Patchworkdingens zu machen (kann ja nicht so schwer sein, dachte die Mutti). 11,5 cm im Quadrat mal 25 gibt einen Bezug für ein 50x50cm Kissen. Wenn man sorgfältig arbeitet, die Quadrate nicht durcheinander wirft und so ein heißes Ding zum Stoff plätten benutzt, ist das wirklich nicht schwer. Denke ich. Das Bügeleisen habe ich mir gespart und das war doof, weil umständlich.
Zwei Kissenbezüge sind nach dieser einen Patchworktechnik, deren Namen mir schon mal jemand gesagt hat, den ich aber umgehend vergessen habe. Begonnen wird mit einem kleinen Quadrat in der Mitte (13x13cm), an das dann in raffinierter Reihenfolge 8,5cm breite Streifen angenäht werden. Am Schluss nähe ich spiralförmig vom mittleren Quadrat aus, immer schön Füßchenbreite, dann wird´s einigermaßen gleichmäßig. (angeblich nennt man das „quilten“, wobei ich ja behaupte, dass Quilten viel komplizierter weil mit Stoff- und Füllungsgewurschtel)
Das Enten-Kissen habe ich halt einfach so irgendwie zusammengeschraubt und mit Spitze und Bändchen gepimpt. Die Spitze ist ein Geschenk der allerbesten Frau Kunterbunt, das Bändchen ist vom Stoffmarkt.
In diesen grandiosen Kissenhüllen (Eigenlob und so) stecken billige Kissen aus … na raten Sie mal.
(und heute nacht steigen wir heimlich in den Garten der Freundin, die nie Zeit hat, ein, schleichen uns auf die Terrasse und verteilen die Kissen auf die dort stehenden Holzbank. Die Freundin, die nie Zeit hat, hat nämlich morgen Geburtstag und hat keine Wünsche. Ausserdem schenken wir uns nichts mehr zum Geburtstag, wir Freunde untereinander. (es sei denn, man hat da spontan was, was passt)
Beinahe sonnig,
22. Juni 2009
den ganzen Morgen.
Und jetzt, wo sich die Kindelein alle auf dem Heimweg befinden, schüttet es wie aus Eimern.
Ich geh dann mal ein Scheiß-Wetter-Flammeri kochen. Hammwa uns verdient.
Theoretisch
22. Juni 2009
will ich heute an die Nähmaschine, weil die Freundin, die nie Zeit hat, bald Geburtstag hat. Und mir schwebt da so was vor.
Nebenbei will ich die Stickmaschine laufen lassen, weil es mittlerweile fünf Sachen gibt, die ich unbedingt ausprobieren muss/will.
Eine Schürze will ich eigentlich auch nähen, weil ich wissen will, ob ich nur mit vager Vorstellung und ohne Schnitt etwas hinkriege. (nicht, dass ich eine Schürze bräuchte, es erscheint mir nur leicht, eine Schürze zu nähen)
Apropos Schnittmuster: ich verlieh vor vielen Wochen ein Ottobre-Heft an eine Leserin. Die möge es mir bitte wieder zurücksenden. Ausserdem bekam ich vor vielen Wochen einen Kleiderschnitt geliehen. Den werde ich morgen wieder zurücksenden (und ich schäme mich ein bißchen wegen der Schludrigkeit)
Nähen will ich eigentlich auch sofort die wundervolle Julietasche, doch fehlen mir, ausser Schnitt, Stoff und Vorstellung, sämtliche benötigten Zutaten. Ich habe drei wolfskin-Kordelstopper, die nur so halb passend sind. Und so´n Gummi hab ich gar nicht.
Auf der Suche nach Julie-Zutaten habe ich diesen Shop durchstöbert, weil ich einen 25,-Euro-Gutschein zu verprassen hatte. Julie-Zutaten gab´s keine, dafür aber nachtleuchtendes Stickgarn, das ich brauche, um Mr. Neutrum und Mr. Neutrum II glücklich zu machen. Ein paar Nähnadeln, ein paar Sticknadeln und schon hatte ich 24,80 Euro zusammen, tippte fröhlich meine Gutscheinnummer ein und erfuhr direkt, dass das ja so nicht geht, es darf kein Restguthaben stehen bleiben. Aha. Eine halbe Stunde wühlte ich mich durch den Shop, versuchte verschiedene Mengenstaffelungen und legte einzelne Stick-Unterfadenspulchen in den Warenkorb, bis ich glücklich exakt 25,- Euro zusammen hatte. „Hurra!“, dachte Frau … äh … Mutti voller Stolz, „Jetzt musste gar keine lästige Zusatzüberweisung machen, alles glatt.“
Pustekuchen.
Bei Schritt drei erfuhr ich, dass die Versandkosten ab 50,- Euro Warenwert entfallen. Vorher betragen sie 4,50 Euro. (so ein blöder Laden, sag ich Ihnen. Ich war nämlich auf der Suche nach Versandkosten und fand nirgendwo einen Hinweis. In den AGBs gab es einen link, doch der war, haha!, kaputt.)
Lange Rede, kurzer Sinn. Ich war einen halben Klick vor Löschung der ganzen Krümelkacke, doch der beste Vater meiner Kinder ermutigte mich, mir einen Jahresvorrat an Näh- und Sticknadeln zuzulegen. Und so Vlies braucht man ja auch immer. Und noch zwei, drei Kleinigkeiten. Somit haben wir diesem blöden Laden ein tolles Schnippchen geschlagen, weil Versandkosten müssen wir jetzt keine zahlen.
(ok. Die Geschichte mag ein bißchen unlogisch erscheinen, da es natürlich völlig Banane ist, ob man 4,50 oder 25,- Euro überweist. Dem Geldbeutel macht´s halt was aus, aber in der Mengenstaffelung waren die Sticknadeln dann echt günstig. Äh, ja.)
Wie auch immer: der Shop ist nicht gut aufgebaut und das Sortiment finde ich auch eher eingeschränkt, weil die haben nicht mal dieses Gummiband für die Julietasche. Aber das erwähnte ich bereits.
Ich sollte heute noch ein wenig Wäsche waschen, aufhängen, abhängen, falten, wegräumen. Die Betten abziehen, aufschütteln, lüften, neu beziehen. Staub saugen. Vorher Staub wischen. Manche Wochenenden sind zu kurz für solche Sachen.
Ein köstliches Mittagsmahl muss ich zaubern, denn gestern gab´s schon das Mini-Aufwand-Essen in Form von Spagheti mit Pesto. Abends immerhin Spargelsalat. Heute … bin ich eher ideenlos. Mittagessen gibts´für vier Kinder, bis morgen wohnt hier ein Kind mehr. Vier Stück, das wollte ich ja immer so.
Das Zelten mit den Kindelein ist beinahe geregelt, sowohl das jüngste Kind als auch Töchterlein wissen, welche/n Freund/Freundin sie mitnehmen, Freund/Freundin haben die Erlaubnis von den Eltern und fürchten sich nur ein bißchen vor mir. Nur der Große hat mit der Wahl des Freundes so lange gewartet, bis alle Freunde glücklich eigene Pläne geschmiedet hatten. Eine Option gibt es noch, die wird heute geklärt. (ich drücke ihm und mir die Daumen)
Wissen Sie eigentlich, warum ich hier soviel herum-theoretisiere? Damit ich nicht praktisch in die Gänge kommen muss. (wie immer halt. Seufz.)
Und weg.



