oooch.
2. Dezember 2009
Ihnen allen da draußen allerherzlichstens Dank für Ihre guten Wünsche und seelenschmeichelnden Worte. Ich hadere ja nicht mit meinem Alter (bin sogar ganz froh, 1970 geboren zu sein, das rechnet sich einfach leicht, weil ich mein Alter immer vergesse), aber immer mal wieder mit meinem Äusseren. Jaja, die Eitelkeit.
Frau Knie habe ich zur vierziger Feier ausgeladen, dieses Jahr saß sie noch mit im Boot. Aber morgen nachmittag erfahre ich, wann sie wohl hoffentlich rausfliegt.
Sie merken an meiner blumigen Sprache: ich habe ausgiebig gefeiert. Wie es sich als engagierte Mutter und Hausfrau gehört, tat ich das nicht mit meinen liebsten Freunden, sondern mit den Kollegen vom Schulelternbeirat. Nur halb dienstlich, im Rahmen des Weihnachtsessens. Und weil die Freundin, die nie Zeit hat (aber trotzdem im SEB ist) gepetzt hat, bekam ich sogar ein brummeliges Ständchen von Schulleiter und SEB gesungen. Sehr fein. Rotwein und Pizza waren es auch.
Und vielleicht finden sich auch noch drei Stündchen, um mit den Freunden zu feiern. (am Samstag feiert erstmal der Große)
Ich habe heute mehr Päckchen von weitestgehend fremden Menschen ausgepackt, als von Menschen aus meiner Familie.
Ich habe wundervolle Karte bekommen und den Umschlag der einen Karte zierte ein Flügelschwein, das ich ganz besonders liebe.
Ich habe ein Ballettschwein geschenkt bekommen. Und Schmuck vom besten Vater meiner Kinder. Wow. Schmuck!
Man häkelte mir eine vier Meter lange Luftmaschenkette, malte mir ein düsteres, impressionistisches Bild und und schenkte mir einen Kuss für schlechte Zeiten. Geld gab es auch,welches ich direkt in ein dawanda-Shöpchen trug.
Ich habe nun warme Ohren, warme Hände und keine einzige Ausrede mehr, was das Verarbeiten von Jersey anbelangt.
Ich werde sauber sein und gepflegt und obendrein wie eine Limette duften.
Mein Flügelschwein auf der Fensterbank hat Gesellschaft bekommen und ich ein wundervolles Handarbeitsbuch mit zauberhaften Bildern.
Ich habe einen Antrag gestellt, morgen wieder Geburtstag haben zu dürfen, denn ich musste weder Küche noch Wohnzimmer noch Bad saugen, bekam eine Kiste voller Lieblingsplätzchen und eine Philadelphiatorte, wurde geküsst und umarmt und der Kaffee wurde mir am Bett serviert.
(Oh. Küsse, Umarmungen und Kaffee am Bett gibt´s ja jeden Tag.)
Ich hatte einen wunderschönen Tag. Danke, dass auch Sie da draußen dazu beigetragen haben!
Bilanz.
2. Dezember 2009
Die Nase ist immer noch krumm und die linke Gesichtshälfte sieht ganz anders aus als die rechte.
Das Kinn verdoppelt sich und die Wangen werden zu Merkelbäckchen.
Die beiden Falten zwischen den Augenbrauen, die Schmerz- und Sorgenfalten, haben sich in diesem Jahr tief eingegraben, doch die vielen Fältchen um die Augen schaffen einen Ausgleich. Und die beiden Falten links und rechts vom Mundwinkel sind ebenfalls Lachspuren.
Vielleicht sind die ersten Haare unter der Farbe schon grau und vielleicht verschwinden ja auch die Pickel endlich in den Wechseljahren. Vielleicht mag ich mich nächstes Jahr noch genauso, wie heute.
Fazit: neununddreissig – keine Wehmut.
(und nächstes Jahr gibt´s ´ne Party!)
Zum letzten Mal sagen:
1. Dezember 2009
„Ich werde nächstes Jahr vierzig.
Dabei bin ich noch nicht mal 39.“
(mit freundlichem Winken zum dbEva)