Mäuse melken.

12. November 2010

Es ist zum Mäuse melken sagt man ja bekanntlich, wenn etwas einfach nicht zu fassen ist. Unglaublich im Sinne von ärgerlich und nervig.

Und heute morgen ist es so: nervig. Und eben zum Mäuse melken, denn nun ist die Straße fertig, ein wunderbarer Asphalt liegt und nach dreimonatiger (gefühlter  sechsmonatiger) Lärmbelästigung durch Laster und Bagger ist alles gut. Könnte alles gut sein, wenn der Nachbar gegenüber sich nicht mit den Bauarbeitern angefreundet und seine innige Liebe zu Baggern und kleineren bis größeren Abrissarbeiten entdeckt hätte. Seit knapp einer Stunde wummert der sehr große Bagger erneut vor meinem Küchenfenster und reisst den Hof des Nachbarn auf.

We are not amused.

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Zum Bild untendrunter: der Große trägt eine grazile Größe 45, während ich auf Größe 40, manchmal auch 41 durch´s Leben stapfe. Aber er ist ja auch größer als ich, da passt das schon.

Und die Socken, die Sie da draußen auch alle haben sind Overknee-Strümpfe, herunter gestrippt, weil´s warm war. Und ausserdem gut fünfzehn Jahre alt :)

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Ok. Ich habe Nudeln und zwei Dosen geschälte Tomaten im Haus. Was könnte ich damit zum Mittagessen zaubern?

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Gleich kommt die Mutter der allerbesten Freundin zum Kaffee und bringt hoffentlich eine breite Schulter zum Bagger-Lärm-Ausheulen mit. Hmpf mal wieder.

In seinen Schuhen.

11. November 2010

Der Große hat sich neue Schuhe gekauft. Ich kann da noch reinwachsen.

Und heute …

11. November 2010

Regal hoch, andere Regale leeren, rumschieben, Regal in die Lücke, um/einräumen. Mit dem Staubtuch rumwedeln und den Staubsauger schwingen.

Dazu laute Musik und den einen oder anderen Hüftschwung.

Ja, ja, die Adventszeit naht und ich brauche schöne Räume für mein schönes Weihnachts-Schnickeldi.

(aus technischen Gründen und versuchsweise sind die Kommentare nicht in der Moderationsschlaufe)

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Nun. Ich hätte es mir ja denken können, dass alles nicht so einfach ist, wie ich dachte.

Und so stehe ich jetzt zwischen Bergen von Büchern und DVDs, schiebe Regale hin und her und wünsche mir die Wohnzimmeranbauwand in Eiche rustikal, weil die wäre so schwer, dass ich sie nicht eben mal rumheben könnte.

Einzig positiver Nebeneffekt: strahlende Sauberkeit auch hinter den Bücherregalen. Oh, und wussten Sie, dass diese blöden Drecksspielmäuse für Katzen, wenn sie hinter Regalen versteckt wurden, von MOTTEN gefressen werden? Zwei Spielmäuse voller Mottenklumpsch habe ich gefunden. Blöder Kater, kann der nicht besser auf sein Spielzeug aufpassen?

Pause beendet, weitermachen.

Le Rüsselkäfäär et moi.

10. November 2010

„Den Rüsselkäfer gibt´s demnächst als Stickdatei!“, erzählte Herr Skizzenblog bei einem Gläschen Wein.

„Och weisste,“, sprach Frau … äh … Mutti, „ich find den ja doof.“

„Du bist auch doof.“, sagte Herr Skizzenblog und war nur ein bißchen beleidigt.

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„Der Rüsselkäfer kommt demnächst“, mailte Frau Kunterbunt.

„Och weisste,“, antwortete Frau … äh … Mutti, „ich find den ja doof.“

„Wart mal ab.“, antwortete Frau Kunterbunt.

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Im Postfach lag eine Mail mit Anhang.

Frau … äh … Mutti fütterte die Stickmaschine mit dem Anhang und hielt kurze Zeit später das Ergebnis in Händen:

„Guck mal, wie nett!“, sagte Frau … äh … Mutti und zeigte Herrn Skizzenblog den Rüsselkäfer.
„Aha, nett.“, sagte Herr Skizzenblog und „nett“ ist die liebe, kleine Schwester von „Scheisse!“, da können wir ganz offen sein.

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„Nett, aber ich finde den ja immer noch doof!“, mailte Frau … äh … Mutti an Frau Kunterbunt, die postwendend eine neue Version schickte: den Rüsselkäfer als Redwork-Stickerei.

„Gefällt mir schon viel besser, vielleicht noch so, dass man eine Fransenapplikation draus machen kann. Aber … ich find den immer noch doof.“, so Frau … äh … Muttis Mail an Frau Kunterbunt. Und eine ähnliche an Herrn Skizzenblog.

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Herr Skizzenblog und Frau Kunterbunt machten dann Nägel mit Köpfen und heraus kam

Rüsselkäfer goes Sticki„.

Die Stickdatei findet Frau … äh … Mutti nun gar nicht mehr doof, ganz im Gegenteil.

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Rüsselkäfer sind also doch in der Grünen Villa eingezogen.

Auf der neuen, sehr großen Einkaufstasche.

click! zeigt mehr.

Und auf einer pompadura:

click! zeigt mehr.

Und auf einer Laterne, weil morgen ist ja der 11.11.

Die Laterne ist aus sehr dünnem Vorhangstoff, oben und unten mit dem tollen Punktegurtband aus Frau Kunterbunts Shop eingefasst. click! zeigt mehr.

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Vielen Dank, dass ich diesmal wirklich von Anfang an dabei sein durfte! Sehr spannend zu erleben, wie aus einer Zeichnung eine Stickdatei wird. Und auch sehr spannend zu sehen, wie Menschen, die sich nur virtuell kennen, kreativ zusammen arbeiten können und dann ein wunderbares Ergebnis in Händen halten.

Und, Herr Skizzenblog, ich freu mich auf das, was da im Büchlein schlummert.

„Überraschung!“

10. November 2010

jubeln die Menschen in der feierlich geschmückten Halle, pusten Luftschlangen durch die Luft, lassen Sektkorken knallen und hinten in der Ecke steht phantastisches Buffett.

Genau wie in diesen Filmen und Serien. Wäre schön, wahrscheinlich.

In der Realität ist es dann aber so, dass der Geburtstag, und sei er noch so rund, nicht groß gefeiert wird. Keine Zeit, keine Kraft, vielleicht auch keine Lust. Die Halle ist fern von schön und feier-fertig, die Zeit zu knapp zum Organisieren und Vorbereiten. Die Lust, Köstlichkeiten zu zaubern und zu kredenzen, hat sich versteckt.

Dann eben der nächste. Oder irgendwann im Frühling/Sommer einfach so.

(nein, nein, ich hab nicht heute Geburtstag!)

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Meinem Wunsch, mal auszuschlafen, kam der beste Vater meiner Kinder heute morgen nach. Statt der obligatorischen Tasse Kaffee am Bett, bekam ich eine mit Milchkaffee gefüllte Thermoskanne leise auf den Nachttisch gestellt. Toll!

Weniger toll, dass die Straße heute ihren finalen Belag bekommt und deshalb diverse Lastwagen und Walzen vor meinem Schlafzimmerfenster hin und her dröhnen. Aber – Hurra! – die Straße ist dann endlich fertig, nächsten Mittwoch wird sie feierlich eingeweiht und der Ortsbürgermeister bedankt sich für die Geduld der Anwohner. Die Anwohner werden freundlich nicken und auf gute Schnittchen hoffen, denn für das, was die Straße kostet, muss da schon was Gescheites springen :)

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Der Geburtstag des Großen steht vor der Tür und einmal mehr denke ich wehmütig zurück an Geburtstagstische, auf denen große Pakete voller Kuscheltiere, playmobil und Lego standen. Diesmal steht wenig auf dem Wunschzettel: Klamotten, ein Buch und ein bißchen Kram für den Computer. Kerzen und Geburtstagskuchen wird es aber weiterhin geben, denn weit vorausschauend und die spöttischen Kommentare des besten Vaters meiner Kinder ertragend, habe ich damals im blaugelben Möbelhaus so viele Teelichtgläschen gekauft, dass es auch für die passende Illumination zur Volljährigkeit reicht :)

Apropos Volljährigkeit: der Sohn der Freundin, die nie Zeit hat, ist nun volljährig. Das ist so komisch, das lässt mich nachdenklich werden. Ungefähr gestern erzählte sie mir, dass sie nun erste Auswirkungen der Pubertät an ihrem damals zwölfjährigen Sohn beobachten könne. Gestern war das. Vielleicht auch vorgestern, aber unmöglich bereits vor sechs Jahren! An ihrem Sohn sah ich, was da auf mich zukommt, so in drei Jahren. Unvorstellbar, einen „erwachsenen“ Sohn zu haben.