Die Glucke ist zufrieden,
4. Juli 2011
denn alle Küken sind wieder im Nest.
Töchterlein kam ohne Stimme und mit äusserst kleinen, müden Augen aus der Freizeit zurück. Diesmal war sie als Betreuerin dabei, nicht als Teilnehmerin. Verantwortung übernehmen, heimwehkranke Kinder trösten und Programm machen – das erschöpft. Doch die Begeisterung blitzt durch und es steht fest: nächstes Jahr wieder.
(Ich bin wirklich eine Glucke und auch wenn ich weiß, dass keine Nachrichten gute Nachrichten sind und dass das Töchterlein gut aufgehoben ist – ich habe ganz fürchterliche Dinge geträumt und habe heute gespürt, wie mir eine Last von den Schultern fiel, als ich sie wieder in die Arme schließen konnte. Und durfte!)
Faulenzer-Ferien?
3. Juli 2011
Nicht für mich.
Die Söhne schlafen gerne bis zum Mittag, doch ich kann das nicht. Schlafen bis elf Uhr erscheint mir als Zeitverschwendung, im Bett sitzen und lesen bis Mittag geht aber sehr gut :)
Eine Woche muss der beste Vater meiner Kinder noch arbeiten, dann beginnt sein Urlaub. Und für diese eine Woche habe ich eine sehr lange Liste. Gartenarbeit, Zimmer ausmisten und Schulsachen einkaufen. Die Söhne zeigen sich wenig begeistert, die morgen heimkommende Tochter wird sich dem solidarisch anschließen. Vielleicht ist das sehr streng von mir, die hinreissenden Bestien mit Aufgaben zu bedenken, statt sie Faulenzen zu lassen. Aber auch ich möchte Ferien haben und die habe ich nur, wenn mit angepackt wird. Ausserdem hat die Erfahrung gezeigt, das schieres Harumgammeln zu Langeweile und Phantasielosigkeit führt, jedenfalls bei meinen Kindern ist das so. Spätestens am zweiten Faulenzertag gibt es nichts mehr, was so toll ist wie Computer spielen, wohingegen ein ausgemistetes Zimmer durchaus lockt, wieder vollgekruscht zu werden mit großartigen Lego-Gebautem befüllt zu werden.
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Sollte es irgendwie klappen, werde ich ein paar Stündchen im Nähzimmer verbringen. Dies nur als Hoffnungsschimmer für diejenigen, die auf die Fertigstellung eines Auftrages warten.
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Sollten Sie im gutsortierten Zeitschriften-Regal eine EMMA liegen sehen, dann kaufen Sie sie. Oder blättern Sie wenigstens mal rein, weil da gibt´s ein Bildchen von mir zu sehen und einige Worte über bloggende Frauen/Mütter zu lesen. Allerdings möchte ich zu meiner Verteidung anmerken, dass ich zwar gesagt habe, ich hätte mit dem Bloggen begonnen, um die Kindelein nicht zu schlagen, ich aber auch noch ein lustiges Lachen angefügt habe, um zu verdeutlichen, dass das ein Scherz war. Irgendwie. Ausserdem habe ich noch erwähnt, dass das Bloggen ein Ventil für mich war/ist.
Nach dem Zelten
2. Juli 2011
weiß man wieder, welch tolle Erfindung Tisch und Stühle sind. Denn so romatisch und idyllisch ein Frühstück unter freiem Himmel auch sein mag – es geht auf Dauer ins Kreuz. Oder in die Knie.

Auch Geschirr und Gläser, die einfach nur hübsch statt unzerbrechlich und pflegeleicht sind, können dann wieder gewürdigt werden. Und Nußnougatcreme gibt´s wieder aus dem Glas, statt aus der Tube.

Kurze Wege zur Toilette, eine Dusche, die nicht 50 Cent-Münzen schluckt und dafür vier Minuten warmes Wasser tröpfelt, kein Sand pder Grashalme zwischen den Zehen, eine gemütliche Matratze, ein Deckbett und überhaupt! Ein Dach über dem Kopf bei pötzlichen Regenschauern. Alles ganz klare Vorteile gegenüber dem Zelten.
Aber was brauchen Kinder mehr, als Wasser und Sand? Und was brauchen Mütter mehr, als Kinder, die zufrieden mit Wasser und Sand sind?

Fünf Tage auf dem Zeltplatz zusammen mit Mme Ouvrage et fils und meinem Jüngsten. Viel Gelächter, viel Erholung, abends ein Bier und morgens Edelsteine aus dem Bach. Ich kann Ihnen Zelten mit Kindern nur ans Herz legen. Und nehmen Sie sich eine Freundin mit, denn die Kindelein sind so beschäftigt, dass Sie sich womöglich langweilen.
Zum Zelten
26. Juni 2011
braucht man eine Menge Kram. Und dabei ist es völlig egal, ob man mit fünf Personen zwei Wochen verreist oder zu zweit für knapp eine Woche.
Der Jüngste und ich haben Gepäck, als wollten wir die Welt umrunden, dabei habe ich wirklich nur das Allernotwendigste gepackt. Was in dem Fall einige Handtücher wegen Schwimmteich auf dem Platz bedeutet.
Ausserdem eine prall gefüllte Küchenkiste, damit wir nicht darben müssen. Und mein neues Röckchen. Letzteres nimmt aber wirklich wenig Platz weg. So wenig, dass ich darüber nachdenke, rasch ein zweites zu nähen, so zwischen hysterisch packender Tochter, die morgen ebenfalls verreist, reisefiebrigem Jüngsten und ungeduldigem Großen, der seine sturmfreie Zeit am Liebsten schon gestern begonnen hätte. Chaos hier und ich freue mich darauf, morgen mit Mme Ouvrage am Bach zu sitzen, die Füße zu kühlen und friedlich spielenden Kindelein zuzuschauen. (keine Widerrede, genau SO muss/wird/kann das werden)
Weiterpacken, jetzt.
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25. Juni 2011
Gestern morgen Sonne auf der Nase und Pläne schmieden.

Heute Regen, einkaufen und packen.
Für den zurückkommenden Sommer und Erholung ab Montag.