legale, schwedische Trips

12. November 2010

Nudeln mit Tomatensoße, Mittagessen mit Gelinggarantie und vor allem mit „schmeckt allen“-Faktor. Ganz wichtig für´s seelische Wohlbefinden, nicht nur weil Nudeln sowieso glücklich machen, sondern eben auch, weil so stressfrei.

Zum Nachtisch Süssigkeiten aus dem blaugelben Möbelhaus.

Ich gestehe: ich bin mittlerweile diesen Fischlakritzen verfallen. Noch vor einem Jahr habe ich Lakritzzeug weit von mir geschoben und „Igitt!“ gequiekt, wenn man es mir anbot. Es muss wohl schierer Futterneid gewesen sein, als ich beim besten Vater meiner Kinder von solch einem dänischen salzigen Lakritzstängelchen abbiss und das gar nicht so übel fand.

Und als der Freund des Großen eine Tüte Fischlakritz aus dem blaugelben Möbelhaus in sich hineinschwartete, musste ich unbedingt probieren. Man muss schließlich wissen, was die Kinder da so konsumieren. Er gab mir einen Fisch ab und ich fand den lecker. Er gab mir einen zweiten Fisch ab und den fand ich auch lecker. Den dritten Fisch gab er mir nur sehr widerwillig und ich wollte dann gar nicht mehr, weil plötzlich hatte ich einen Geschmack im Mund, der verblüffenderweise genauso war, wie der Geruch im großen Hasenstall meiner Nachbarn in der Kindheit. Ammoniak und Trockenfutter.

Das nächste Tütchen Fischlakritz kaufte ich mir dann selbst und es war wieder so: beim dritten Fischlakritz ein direkter Trip in den Hasenstall. Sehr faszinierend. Wahrscheinlich essen deshalb viele Menschen so gerne Lakritz, weil es Trips auslöst.

Heute eine andere Köstlichkeit aus dem blaugelben Möbelhaus: Schaumpilze. Sehr verdächtig in rosa und weiß, aufdringlich süß duftend. Der Duft erinnerte mich vage an etwas, ich konnte es nicht greifen. Haptisch ein ganz wunderbares Zeug, knautschbar und wahrscheinlich kann man sich die Dinger auch gegen Baggerlärm in die Ohren stopfen. Ich stopfte mir aber einen in den Mund und BÄNG!  … Reise in die Vergangenheit. Erinnern Sie sich an diese rosa Kinderzahnpasta „Blendi“? Genau. Ganz genau so schmecken die Pilze aus dem blaugelben Möbelhaus. Einzig der Belag auf den Zähnen nach Genuss hat nix mehr mit Zahnpasta zu tun, schreit allenfalls nach der Benutzung einer solchen, möglichst minzig-frisch.

Noch in der Süßigkeitenschublade: Schnüre mit Erdbeergeschmack. Ich warte damit allerdings noch, bis ich von meinem Zahnpastatrip runter bin. Vielleicht werfe ich vorher auch noch eine Portion Hasenstall. Super Zeug, legal und die einzigen Nebenwirkungen sind Schwellungen im Hüftbereich.

Mäuse melken.

12. November 2010

Es ist zum Mäuse melken sagt man ja bekanntlich, wenn etwas einfach nicht zu fassen ist. Unglaublich im Sinne von ärgerlich und nervig.

Und heute morgen ist es so: nervig. Und eben zum Mäuse melken, denn nun ist die Straße fertig, ein wunderbarer Asphalt liegt und nach dreimonatiger (gefühlter  sechsmonatiger) Lärmbelästigung durch Laster und Bagger ist alles gut. Könnte alles gut sein, wenn der Nachbar gegenüber sich nicht mit den Bauarbeitern angefreundet und seine innige Liebe zu Baggern und kleineren bis größeren Abrissarbeiten entdeckt hätte. Seit knapp einer Stunde wummert der sehr große Bagger erneut vor meinem Küchenfenster und reisst den Hof des Nachbarn auf.

We are not amused.

*****

Zum Bild untendrunter: der Große trägt eine grazile Größe 45, während ich auf Größe 40, manchmal auch 41 durch´s Leben stapfe. Aber er ist ja auch größer als ich, da passt das schon.

Und die Socken, die Sie da draußen auch alle haben sind Overknee-Strümpfe, herunter gestrippt, weil´s warm war. Und ausserdem gut fünfzehn Jahre alt :)

*****

Ok. Ich habe Nudeln und zwei Dosen geschälte Tomaten im Haus. Was könnte ich damit zum Mittagessen zaubern?

*****

Gleich kommt die Mutter der allerbesten Freundin zum Kaffee und bringt hoffentlich eine breite Schulter zum Bagger-Lärm-Ausheulen mit. Hmpf mal wieder.

In seinen Schuhen.

11. November 2010

Der Große hat sich neue Schuhe gekauft. Ich kann da noch reinwachsen.

Und heute …

11. November 2010

Regal hoch, andere Regale leeren, rumschieben, Regal in die Lücke, um/einräumen. Mit dem Staubtuch rumwedeln und den Staubsauger schwingen.

Dazu laute Musik und den einen oder anderen Hüftschwung.

Ja, ja, die Adventszeit naht und ich brauche schöne Räume für mein schönes Weihnachts-Schnickeldi.

(aus technischen Gründen und versuchsweise sind die Kommentare nicht in der Moderationsschlaufe)

*****

Nun. Ich hätte es mir ja denken können, dass alles nicht so einfach ist, wie ich dachte.

Und so stehe ich jetzt zwischen Bergen von Büchern und DVDs, schiebe Regale hin und her und wünsche mir die Wohnzimmeranbauwand in Eiche rustikal, weil die wäre so schwer, dass ich sie nicht eben mal rumheben könnte.

Einzig positiver Nebeneffekt: strahlende Sauberkeit auch hinter den Bücherregalen. Oh, und wussten Sie, dass diese blöden Drecksspielmäuse für Katzen, wenn sie hinter Regalen versteckt wurden, von MOTTEN gefressen werden? Zwei Spielmäuse voller Mottenklumpsch habe ich gefunden. Blöder Kater, kann der nicht besser auf sein Spielzeug aufpassen?

Pause beendet, weitermachen.

Le Rüsselkäfäär et moi.

10. November 2010

„Den Rüsselkäfer gibt´s demnächst als Stickdatei!“, erzählte Herr Skizzenblog bei einem Gläschen Wein.

„Och weisste,“, sprach Frau … äh … Mutti, „ich find den ja doof.“

„Du bist auch doof.“, sagte Herr Skizzenblog und war nur ein bißchen beleidigt.

*****

„Der Rüsselkäfer kommt demnächst“, mailte Frau Kunterbunt.

„Och weisste,“, antwortete Frau … äh … Mutti, „ich find den ja doof.“

„Wart mal ab.“, antwortete Frau Kunterbunt.

*****

Im Postfach lag eine Mail mit Anhang.

Frau … äh … Mutti fütterte die Stickmaschine mit dem Anhang und hielt kurze Zeit später das Ergebnis in Händen:

„Guck mal, wie nett!“, sagte Frau … äh … Mutti und zeigte Herrn Skizzenblog den Rüsselkäfer.
„Aha, nett.“, sagte Herr Skizzenblog und „nett“ ist die liebe, kleine Schwester von „Scheisse!“, da können wir ganz offen sein.

*****

„Nett, aber ich finde den ja immer noch doof!“, mailte Frau … äh … Mutti an Frau Kunterbunt, die postwendend eine neue Version schickte: den Rüsselkäfer als Redwork-Stickerei.

„Gefällt mir schon viel besser, vielleicht noch so, dass man eine Fransenapplikation draus machen kann. Aber … ich find den immer noch doof.“, so Frau … äh … Muttis Mail an Frau Kunterbunt. Und eine ähnliche an Herrn Skizzenblog.

*****

Herr Skizzenblog und Frau Kunterbunt machten dann Nägel mit Köpfen und heraus kam

Rüsselkäfer goes Sticki„.

Die Stickdatei findet Frau … äh … Mutti nun gar nicht mehr doof, ganz im Gegenteil.

*****

Rüsselkäfer sind also doch in der Grünen Villa eingezogen.

Auf der neuen, sehr großen Einkaufstasche.

click! zeigt mehr.

Und auf einer pompadura:

click! zeigt mehr.

Und auf einer Laterne, weil morgen ist ja der 11.11.

Die Laterne ist aus sehr dünnem Vorhangstoff, oben und unten mit dem tollen Punktegurtband aus Frau Kunterbunts Shop eingefasst. click! zeigt mehr.

*****

Vielen Dank, dass ich diesmal wirklich von Anfang an dabei sein durfte! Sehr spannend zu erleben, wie aus einer Zeichnung eine Stickdatei wird. Und auch sehr spannend zu sehen, wie Menschen, die sich nur virtuell kennen, kreativ zusammen arbeiten können und dann ein wunderbares Ergebnis in Händen halten.

Und, Herr Skizzenblog, ich freu mich auf das, was da im Büchlein schlummert.