WW
13. Januar 2010
Du bist eine echte Workout-Maschine!
13. Januar 2010
Das behauptet jedenfalls mein attraktiver virtueller Trainer und ich schaue mich dann immer suchend um, wen er denn meinen könnte. Denn das schnaufende, schwitzende Bündel mit dem Gummiband und den komischen Geräten in der Hand kann er ja wohl nicht meinen.

(Muskelkater oder so)
Es mag ja wirklich albern sein, vor dem Fernseher mit Hilfe einer Spielekonsole herumzuspringen und Muskeln zu entdecken, die schon lange vergessen sind. Ich habe keine Ahnung, ob dies mein Weg ist, um die Kilos loszuwerden, die mir Frau Knie geschenkt hat. Was ich weiß ist, dass zum Beispiel ein Fitness-Studio überhaupt keine Option ist. Da kann ich nicht ungeniert keuchen, jappsen und schwitzen, das ist mir peinlich. Und ich mag es auch nicht, fremden Menschen beim Keuchen, Jappsen und Schwitzen zuzuhören oder zuzusehen. Ist mir zu nahe.
Joggen wäre vielleicht gut, doch das klappt noch nicht. Noch ist der ganze Knieapparat zu labil und reagiert auf größere, schnelle Belastung mit Schmerzen. Joggen möchte ich gerne, vielleicht in einem halben Jahr.
Schwimmen würde ich ganz gerne, aber reines Schwimmen ohne Rumgeplantsche oder vor die Nase springende Menschen oder im Wasser dümpelnde Renter ist hier in der Nähe nicht möglich. Warte ich noch vier Monate, dann kann ich wieder über den See schwimmen. (Mai? Spinne ich? Dann ist der See noch eisig! Sechs Monate.)
Wahrscheinlich reicht es erstmal, die ganz normale Hausarbeit wieder in schöner Regelmäßigkeit zu wuppen. Mal wieder ohne irgendwelche Ausfälle den Wäschekorb von unten nach oben zu schleppen oder ohne Schweißausbrüche die Fenster zu putzen. Lachen Sie nicht, es ist so. Ein Dreivierteljahr Schonzeit führt zu gigantischen Muskelverlusten. Und ich weiß jetzt auch, wie Orangenhaut aussieht.
Was die Ernährung anbelangt: wie immer
Abends allerdings nur noch Salat und Obst. Und ein bißchen Naturjoghurt, den köstlichen mit viel Fett aus unserem Biolädchen.
Und manchmal ist um das Gemüse zum Abendessen auch ein bißchen Drumherum :)

Eine köstliche Rosenkohltarte, mit deren Hilfe sich eine Menge Rosenkohl in Kindermägen mogeln ließ. Das Rezept habe ich bei ihr entdeckt. Mangels Schmand habe ich Naturjoghurt und einen halben Becher Saure Sahne verwendet, Schinken hatte ich auch nicht, dafür Putenkasseler. Zwei Tartes sättigen fünf Menschen sehr zuverlässig und das letzte Viertel schmeckt aufgewärmt am nächsten Tag auch noch lecker.
Merke: Wenn Sie genug Käse, Sahne, Butter drüberwerfen und das Ganze als eine Art Pizza verkaufen, kriegen Sie beinahe jedes Gmüse in Ihre Kinder.
(niemals zu detailverliebt erklären, was da auf dem Teller liegt.)
(funktioniert allerdings nur bei kleineren Kindern)
(größere Kinder sind ja aber auch meistens manchmal nicht mehr so wählerisch)
So. Und wenn mir jetzt noch jemand verraten würde, wann endlich dieser tolle, hochgelobte Kick einsetzt, der so sportsüchtig macht? Und wie man es schafft, hinterher nicht völlig entkräftet und mit dem dringenden Bedürfnis nach Dusche und dreistündigem Erholungsschläfchen zusammenzubrechen?
Jetzt: Dusche.
Danach: hoffentlich genug Energie für ein kleines workout mit dem vacuum cleaner. Ich bin eine echte Haushalts-Maschine.
Sind so Tage,
11. Januar 2010
da komme ich zu nix (= nicht zum Bloggen).
Die beginnen wegen noch-mal-einschlafen etwas später und holen dann wirbelnderweise gewaltig auf.
Bis zum Mittagessen im Nähzimmer, rasch für die eigenen Kindelein und ein geliehenes gekocht, Hausaufgaben betreut und nun voll im Backwahn. Bin ich froh, dass hier sieben korrigiere: mittlerweile acht Kinder/Jugendliche herumspringen, die bereitwillig meine Küchenexperimente vernichten.
Sind schöne Tage, solche.
Dinge, die die Welt nicht braucht
9. Januar 2010
„Mama“, sprach das jüngste Kind vor zehn Minuten, „mein Kopf juckt so.“
*****
nächster Morgen: die Haare sind noch dran und das soll nach Möglichkeit auch so bleiben.
Irritierenderweise habe ich keine einzige Laus, aber einige Nissen gefunden. Und leere Hüllen. Das jüngste Kind war am Freitag mehrere Stunden im Chlorwasser unterwegs, ob das den Läusen den Garaus gemacht? Wie auch immer. Wir waschen mit Läusetod und ich zupfe die Nissen aus den vielen, vielen Haaren. Denn die vielen, vielen Haare sind leider allesamt viel zu dünn, als dass da ein Nissenkamm was nützen würde.
Oh, und mein Kopf juckt. Aber nur solidarisch. Oder hysterisch. Kann man jetzt frei interpretieren.
Einkauf, (über)lebensnotwendig
9. Januar 2010
oder einfach nur raus und lüften und „wer weiß, wann hier wieder Schnee liegt.“
Auf dem Weg hinter ins Ried zum Bioladen, weil die Milch ist all und uns gelüstet nach frischem Salat. Die Kindelein kamen bereitwillig mit.
Unsere Schneeengel, liebe Frau Antonmann, werden ganz schnell grau :)
click!
Wir kommen nicht wirklich schnell voran, aber das macht ja auch nix. Und weil ich die Kamera in der Hand habe, kriege ich keine Schneebälle übergeworfen. Das ist gut so. (ich hasse Schnee im Nacken)
Es liegen keine zehn Zentimeter Schnee, aber trotzdem ist es toll.
click!
Und ein guter Grund, die dicken Fellstiefel anzuziehen.
Auf dem Heimweg wird es immer trüber

und der Wind eisig. Obwohl das Thermometer kuschelige 0°C zeigt, es fühlt sich an wie minus zwanzig.
Hoffentlich schneit´s heute nacht noch mal ordentlich, damit es sich lohnt, die Schlitten aus der hintersten Hallenecke hervorzukramen. Ich bleibe dabei: der Winter ist toll. Vor allem jetzt gerade, wo ich gemütlich vor dem Ofen sitze.

