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4. Januar 2010

Beginnen wir den Morgen doch frisch und fröhlich mit ein wenig Krankengymnastik.

Oder mit dem Einrenken von zwei Handknöcheln. Sehr schmerzhaft übrigens. Und nein, ich habe keine Ahnung, wann und wie ich sie mir ausgerenkt habe. Vielleicht habe ich zu schwungvoll Kotzschüsseln angereicht?

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Samstag abend lösten wir das Weihnachtsgeschenk der allerliebsten Freundin zusammen mit der allerliebsten Freundin ein, hier. Wunderbar sag´ ich Ihnen. Anfangs ein wenig schräg gesungen und ich zuckte zusammen, bei der einen oder anderen geqälten Übersetzung ins Deutsche, aber insgesamt sehr amüsant und unterhaltsam. Wäre das jüngste Kind nicht allzu verschnupft gewesen, wäre dieser Abend auch die Premiere des „die Eltern schlafen auswärts und lassen die Kinder allein“ gewesen. Die Kindelein jedenfalls waren von der Idee restlos begeistert, allein die besorgte Mutter zog es nach Hause. Schwierig, diese Abnabelungssache.

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Seit einer Woche habe lebe ich nun mit halbiertem Kaffeekonsum. Hätte nicht gedacht, dass das geht :-)

Das einzige Problem ist, dass meine Tässchen jetzt doch reichlich groß sind. Muss ich sie eben zu Teetassen umfunktionieren.

Apropos Tässchen: bevor sich da wieder böse Gerüchte entwickeln … das Tässchen ist nach wie vo in guter Obhut, es steht sogar schon fest, wo es demnächst hinreist. Aber bis es das tut – muss erst noch etwas anderes geschehen. Spannend. SEHR spannend.

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Der beste Vater meiner Kinder hat heute wieder seinen ersten Arbeitstag und das ist wahnsinnig schade. Wir finden beide, dass er noch ca. 50 Wochen Urlaub bräuchte, Langeweile gäbe es wohl eher nicht.

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Mir kribbelt es schon wieder in den Fingern. Ich glaube, ich muss dieses Weihnachtsgerümpel rausschmeissen. Bis auf den Baum, der darf gerne noch bis Ostern stehen oder so. Weil der duftet so gut. Aber das ganze Engelchen- und Glitzerzeugs geht mir doch auf die Nerven.

So geht´s mir immer kurz nach Weihnachten. Erst kann ich´s nicht erwarten, das ganze Schnickeldi beizuräumen und kaum ist Weihnachten rum, mag ich´s nicht mehr sehen.

Es ist ja auch fast schon Frühling, die Osterglocken strecken sich bereits aus der Erde :-)

Kryptik und so

2. Januar 2010

„Das Schlimmst für dich ist doch,“, sprach der beste Vater meiner Kinder gestern, spät in der Nacht, als wir kichernd und vorfreudig eine tolle Sache (eigentlich acht tolle Sachen) in der Hand hielten, „dass du nicht darüber bloggen kannst.“

Mist.

lecker, laut und nass

1. Januar 2010

Das Buffet war reichhaltig und abwechslungsreich, den englischsprachigen Gästen tat Töchterlein einen großen Gefallen:

Zusammen mit den ravenden Hasen verflog die Zeit bis Mitternacht. Sektgläser, Kerzen, Knallerbsen und Wunderkerzen mussten gerichtet werden …

… und natürlich auch der Feuerwerkskram, den fünf niedlich-bettelnde Enkelkinder dem nachgiebigen Opa aus den Rippen geleiert hatten:

Auf der Terrasse … Regen.

Und Kinder, die zum Glück das „Ooooh!“ und „Aaah!“ über der vielen Knallerei noch nicht vergessen.

Zum Aufwärmen gab´s Glückskekse und die Schwägerin verriet, es sei in den Staaten üblich, den Text des Glückskekses laut vorzulesen und ein „in bed“ anzuhängen:

Dann ist ja alles klar :-)

Alle Gäste bis auf die allerliebste Freudin sind abgereist und Ruhe ist wieder in die Grüne Villa eingekehrt. Die Katerlinge wagen sich wieder aus der Halle nach oben und wir werden uns noch ca. eine Woche lang von den Resten des Buffets ernähren können. Vorsätze gab es keine, nur eine vage formulierte Liste von Vorhaben für das Jahr. Und wenn sich diese Vorhaben tatsächlich realisieren lassen, dann wird das ein ganz wundervolles Jahr. Zwanzig-zehn, ich komme!

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alljährliches Silvester-Pflichtprogramm: ein neues „alle Enkel auf einem Sofa“-Photo:

Und Portraitbilder mussten auch gemacht werden.

Hilfsmittel: „Bei jedem misslungenen Bild dürft ihr eine Rakete weniger abfeuern“

(bewährte Erziehungsmethoden also auch im neuen Jahr: Bestechung, Bedrohung, Erpressung)

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Und Sie, Sie könnten ja mal rasch bei Frau Jette vorbeischauen, weil da gibt es was ganz Tolles! (Herzlichen Glückwunsch, Sie Liebe!!)

Das Letzte.

31. Dezember 2009

Kommen Sie gut rüber.

Ich jedenfalls tue alles dafür, dass sich ein Dutzend Menschen heute hier wohlfühlen und satt werden. Und falls Sie denken, das wäre die Mega-Silvester-Party hier und ein leises Neidgefühl in Ihnen hochkriecht, weil Sie womöglich nur ganz gemütlich auf dem Sofa sitzen werden und vierhundert Mal „Dinner for One“ schauen – seien Sie sicher: ich beneide Sie.

Für mich müsste diese riesige Silversterfeier nämlich nicht sein, ich mag´s gerne klein und beschaulich. Das allerbeste Silvester war das Weltuntergangssilvester ´99 auf 2000, als der beste Vater meiner Kinder arbeiten und evtl. abstürzende Computer fangen musste und ich mit der allerliebsten Freundin in dicke Decken gemummelt draußen auf der Terrasse saß. Und wir uns gegenseitig in hysterische Panik steigerten in Erwartung auf russische Raketen oder so.

Vorbereitet sind fünf verschiedene Dips bzw. Brotaufstriche, drei davon vegetarisch. Dreissig tiefgefrorene Brezeln wollen aufgebacken werden, Rosmary Breadsticks will ich noch backen, weil die schmecken so lecker (freundliches Winken Richtung Betageuze) und die gestampften Kartoffeln für zwei Kartoffelbrote kühlen schon seit gestern abend ab und warten auf Weiterverarbeitung. Drei Salaten sollen die Köpfe gewaschen werden und meiner müsste auch nochmal unter die Dusche. Karotten, Gurken und Paprikastreifen zu den Dips, fünf Sorten Chips und Salzstangen auf die Hüften.

Putzen sollte ich nicht, denn das Suddelwetter da draußen bleibt an den Schuhen kleben und wird mitgebracht. Doch die verseuchten Bäder sind mit Sakrotan geschrubbt, damit auch die letzte Vire weichen musste.

Schwager und Schwägerin haben spontan zwei Gäste eingeladen, eine Freundin der Schwägerin aus Manchester und deren Mann/Freund/Lover/wasweißich. Das bedeutet, dass ich heute abend auch Englisch sprechen muss. Uff. Ich glaube, ich gehe früh ins Bett :-)

Die vier Jungs sind gerade mit dem Opa losgezogen, um Silvesterknallzeug zu kaufen. Der Opa darf das, wir Eltern sind da eher dagegen. Wir einigten uns rasch auf maximal zwei Raketen pro Kind und nicht auf das vom Opa vorgeschlagene 10 Euro/Kind. Töchterlein und ich schwören auf Wunderkerzen und Knallerbsen, doch damit lassen sich die harten Kerle nicht mehr beeindrucken. Schade. Ich feiere eben lieber leise und funkelnd.

Töchterlein und ich verbrachten heute morgen noch ein paar vergnügliche Minuten im Nähzimmer, denn das Silvesteroutfit wollte vervollkommend werden. Nicht meines, sondern das der Tochter. Sie trägt nun einen orangefarbenen Samtrock mit petrolfarbenem Einsatz und mit allerliebsten Vögelchen bestickt über Jeans. Dazu einen geerbten dunkelblauen Pulli vom Großen, der noch rasch mit Stickerei gepimpt werden musste. Ich schreibe dies hier so ausführlich, weil ich mich so arg darüber freue ,dass sie nun endlich Genähtes/Gepimptes von mir haben möchte. Und ich freue mich, dass sie so farbmutig ist. Und dabei so abseits von dem, was „in“ ist.

(mein zauberhaftes Outfit besteht aus Jeans mit dickem Pulli. Jedenfalls noch.)

So. Ich glaube, das war es für dieses Jahr. Einen Jahresrückblick  (oder etwas Ähnliches) gab es ja schon, weswegen ich sie mit fünf zugenommenen Kilos und sieben Zentimeter längeren Haaren verschonen werde. Falls es heute abend/nacht doch noch richtig klasse wird, kann ich ja morgen mit Bildern prahlen.

Bleibt nur den Satz von oben nochmal zu wiederholen:

Kommen Sie gut rüber.

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30. Dezember 2009

Im Mai bei der Gartenparty saß Frau Webschaf zusammen mit ihrem Mann im Wohnzimmer der Grünen Villa. Gemeinsam blätterten sie im Buch: Ein Kind entsteht

Ziemlich frisch war das Wissen um das kleine Webschaf, aber hey! Erfahrenenen Müttern kann man nix vormachen. Ich sah das Funkeln in den Augen. Und manchmal haben werdende Mütter auch so etwas Besonderes. Ich kann nicht mal sagen, was den Unterschied ausmacht. Viele Frauen wirken weicher. Wissender.

Wie auch immer, ich wusste es sofort und es wurde nicht abgestritten.

Ich sah den Bauch wachsen, einen unglaublich großen Bauch für eine Frau, die mittlerweile in der Größe von meiner Tochter überholt wurde! Wir saßen zusammen am Küchentisch und alberten über Namen, die das Kind auf gar keinen Fall haben darf. Das Kind, ein Junge, wie sich kurze Zeit später herausstellte.

Und gestern nacht, gegen 23 Uhr, hat dieser kleine Junge nun endlich, nach einigen Tagen Verspätung und auch nicht ganz freiwillig, das Licht der Welt erblickt.

Liebe Alke, wir alle in der Grünen Villa,  freuen uns riesig mit Dir, mit Euch und wünschen Euch einen guten Start ins Abenteuer Elternschaft. Ich bin mir ganz sicher, dass Ihr das ganz wunderbar machen werdet!

(und lasst den kleinen Jungen keine Fauchschaben anknabbern oder so.)