Frühling? Frühling!

23. Februar 2009

Ein Hornveilchen.

Im Herbst in den Terrassenkasten gesetzt,

vergessen.

Zwischen vertrockneten Resten leuchtet es violet

und ich weiß: es wird Frühling!

Vor ein paar Tagen, als der Himmel so tiefblau leuchtete,

entrollte der Holunder vorwitzig die ersten Blättchen.

Ganz oben, in der Spitze wächst es grün und ich

weiß: es wird Frühling!

Dick, prall, dunkelrot.

Ganz ohne Winterschutz mussten sie

Schnee und Eis trotzen, die armen Hortensien.

Sie scheinen es überstanden zu haben, denn

sie treiben aus und ich weiß: es wird Frühling!

Ganz hinten im Garten, in der alten Zinkwanne,

leben die Fetthennen.

Eigentlich leben sie dort nicht artgerecht,

denn sie  wollen Sonne. Die ist dort rar.

Trotzdem kommen sie immer wieder, auch jetzt.

Und ich weiß: es wird Frühling!

Und bei Ihnen? Zeigen Sie mir Ihren Frühling?

Bisweilen

23. Februar 2009

muss es doch noch mal playmobil sein.

Burgkater

Das ist dann aber für die Katz.

(nicht zu verwechseln mit dieser Burg!)

Magnolien

22. Februar 2009

Ich mag keine Magnolien.

Magnolien sind plump und ordinär. Glänzen drei Tage in voller Pracht und schlaffen dann ab. Und der Baum sieht den Rest vom Jahr unscheinbar aus.

Selbstverständlich darf man seine Meinung ändern.

Frau Maki hat gezaubert. Einen Hauch von Frühling hat sie herbeigezaubert: Magnolea (ab 27. Februar bei Kunterbunt-Design zu erwerben!)

(und sie hat sich ein olles Hager&Mager-Shirt damit so wunderbar gepimpt, dass ich umgehend nach Mainz rasen und den Laden leerkaufen will. Ich muss das nachmachen. Ganz dringend.)

„Die Magnolien finde ich ganz wunderbar“, schrieb ich Frau Kunterbunt, „doch für Miss Magnolia bin ich ein paar Jahre zu alt.“

Deshalb ist es absolut konsequent und nachvollziehbar, dass ich grünen Samt in den Stickrahmen spannte und meine Stickmaschine mit Miss-Magnolia-Daten fütterte. Und danach mit den Daten einer kleinen Magnolienblüte. Nach ein paar Stündchen halte ich nun dies in Händen:

TROMMELWIRBEL ***

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MAMAAA!

22. Februar 2009

„jaha?“

„Kreppel sind fertig!“

„Komme!“

(boah! Luxusleben!)

****** Nachtrag *****

Kreppel:

***** Rezept *****

nach dem Klick …

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Ja. So tönte die frischgeschwängerte, künftige Frau … äh .. Mutti durch die Gegend. Denn Spielzeug aus Plastik ist unnatürlich bunt, hat hässliche, harte Kanten und ist, vom ökologischen Standpunkt aus, Teufelswerk.

Verzeihen wir der Frau und merken wir zu ihrer  Entschuldigung an: sie war gerade 24 Jahre jung, die Ausbildung zur Erzieherin noch frisch und die Weltverbesserungsstimmung noch gänzlich ungetrübt.

Und so geschah es, dass biologisch-dynamische Holzbauklötze (naturbelassen, versteht sich) und irgendwelche Holzrasseln Einzug in die erste und auch zweite Wohnung hielten. Gleichzeitig kamen aber auch die pädagogischen Vorsätze untergrabende Geschenke der lieben Verwandten in Form von bunten Plastikrasseln und den allerersten Legosteinen. Dicke Legosteine mit einem Pöppel, in sehr bunt, mit lustigen Gesichtern drauf.

„Grässlich!“, dachte Frau … äh … Mutti und versuchte ihren mittlerweile zweijährigen Sohn für Holzbauklötze zu begeistern. Die Phantasie anregende Holzbauklötze. Die „ganzheitiches Erlebnis!“-Bauklötze. Doch der zweijährige Sohn hatte keine Lust auf Holz. Er wollte buntes Plastik.

Das Mädchen der Familie kuschelte gerne mit dem Waldorfpüppchen (mit natürlicher Schafwollfüllung in speichelfester organisch angebauter Baumwolle), aber noch lieber mit dem ersten Legoauto des großen Bruders.

Der jüngste Sohn wurde erst gar nicht mit Holzspielzeug belästigt. Seinen Mittagsschlaf hielt er auf einem Berg Legosteine, in der Hand die Bauarbeiterfigur.

Ganz heimlich war aus der überzeugten Holz-Bienenwachsmalkreiden-Waldorfpüppchen-und-Seidentücher-Mutter eine noch überzeugtere Plastiksch*-Mutter geworden.

Nach der ersten Lego-Duplowelle schwappte playmobil über uns herein. Ritter, Piraten, Feuerwehr, Bauernhof, Teile vom Zoo, ein halber Märchenwald und ein paar Baustellenteile. Geerbtes, Geschenktes und echte Schnäppchen.

Parallel zum playmobil tauchten die ersten echten Legosteine auf. Nach und nach drängten sie das playmobil zurück in große Kartons, die wiederum in der Halle gestapelt wurden. Und dann war das Lego überall. Der Zimmerboden des jüngsten Kindes war mit einem Legoteppich bedeckt, auf dem Schreibtisch wurde der Raumschifffriedhof eingerichtet. Im Bad auf dem Wannenrand schliefen Mitglieder der Sturmtruppen, im Zimmer der Tochter wohnte Prinzessin Leia zwischen einigen Bauruinen. Im Zimmer des Großen staubten drei halbgebaute Raumschiffe ein und in der Küche glitzerte das eine oder andere von Katerlingen verschleppte Laserschwert.

„Plöder Plastiksch*!“, tobte Frau … äh … Mutti und drohte mit der Plastikmüllabfuhr und Schmelzöfen. „Ihr wollt gar nicht damit bauen oder spielen, ihr wollt es einfach nur haben! Wie blöd ist das?!“, wütete sie vor den eingeschüchterten Kindern, die sich daraufhin zur Beratung zurückzogen.

„Mama“, sprachen die Kindelein kurze Zeit später, „ihr dürft nicht mehr in das Zimmer des jüngsten Kindes, wir bauen was. Eine Überraschung.“

Es vergingen zwei Wochen. Geheimnisvolles Getuschel und Gekicher im Zimmer des jüngsten Kindes. Die Großbaustelle auf dem Zimmerboden war stets unter zwei Decken versteckt, die Katerlinge hatten Zimmerverbot.

Gestern abend war es dann soweit: „Ihr dürft jetzt gucken!“

Dies ist eine Jedischule, falls Sie sich fragen, was das sein sollte.

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