Mutti und die weite Welt

6. Februar 2009

Frau … äh … Mutti verlässt ihr beschauliches Nierstein für einige kurze Ausflüge.

Donnerstag abend bis Sonntag abend geht´s nach Ratingen mit Abstecher zum Stoffmarkt nach Düsseldorf. Frau Traumberg hat bereits zum gemeinsamen Cocktailabend geladen.

Anfang März (02.-06.03.) geht´s nach Berlin. Flug ist gebucht! (liebe Ex-Schwagernachbarin, mail kommt noch)

Gibt es irgendwelche Berliner, die dann gerne mit mir einen Kaffee trinken würden? Allerliebste Frau Jette? Iris? Anja?

Bitte melden :-)

Danke …

5. Februar 2009

liebe Eva, die zwei rechts, zwei links strickt und dabei solche tollen Kopfbedeckungen zaubert:

(blödes Selbstportrait mit verkniffenem Lächeln, TROTZ geiler Mütze)

Danke auch für den augenzwinkernden Päckcheninhalt. Besonders die Haferflocken machen mich irrsinnig glücklich :-)

Danke liebe Frau Luftmasche! Der Film kam heute an und somit ist der Samstag abend verplant. (Hurra? Wir werden sehen.)

Mama!

5. Februar 2009

jubelt das jüngste Kind, „Ich habe nur ZWÖLF Fehler im Übungsdiktat!“

Ein unverbesserlicher Optimist. Und immerhin: im letzten hatte er zwanzig.

(ach. Manchmal ist es schwer.)

Der polierte Heiligenschein

4. Februar 2009

der Frau … äh … Mutti wird nun erst mal beiseite gelegt.
Ja, wir haben das ganz gut im Griff, die Sache mit dem Medien(Fernsehen, Computer, Gameboy, Wii)Konsum. Aber: der Große schaut Dienstag abend CSI: Miami. Nicht, weil das alle in seiner Klasse tun, sondern weil er das mit mir zusammen irrsinnig lästernd tut. Es ist unsagbar erheiternd, dem rothaarigen Sonnenbrillenträger zuzusehen, wie er hanebüchenen Unfug verzapft und abenteuerliche Ermittlungen durchführt. Die Sonnenbrille-ab- und Sonnenbrille-auf-Geste ist zum running gag der Familie geworden. Sinnloser Konsum, aber eben so ein Mutter-Sohn-Ding, das vielleicht mal zu einem „weißt du noch …“ führt.
Mit Töchterlein schaue ich jeden Donnerstag abend zwei Folgen Roseanne. Wir sind jetzt in der zweiten Staffel und ihre Favoritin ist eindeutig die etwas anders tickende Darleen. Hätte ich vorher schon drauf wetten können.
Gleicher Grund wie beim Großen: eine Mutter-Tochter-Ding.
Vergleichbares gibt es noch nicht mit dem Jüngsten. Einfach aus dem Grund, dass er um kurz nach acht tief und fest schläft. Und das auch braucht. Die beiden Großen lesen sowieso bis um zehn, sind Nachteulen und trotzdem morgens fit.
Die Wii … läuft ca. dreimal die Woche. Da sie unten, im verbesserten Nähzimmer, aufgebaut ist, quetschen wir uns alle, meistens noch mit Kinderfreunden, in das Zimmer. Ich versuche zu nähen, nebenbei zu erklären, was ich da tue, zu regeln, wann wer dran ist und grinse, weil manche Spiele eben auch dem Zuschauer Spaß machen. Und manchmal läuft die Wii auch etwas länger. An einem Rumschlunztag, wenn Spielen, Lesen, Reden aussgereizt sind. Wenn die Eltern Zeit als Paar brauchen und eine Runde Laufen gehen müssen. Das ist selten, aber es kommt vor. Ich habe kein schlechtes Gewissen deswegen (nur ein bißchen). Gleiches gilt für Computer und gameboy. Der beste Vater meiner Kinder und der Große planen eine Computernacht. Machen sie ab und zu mal, Raumschiffe abschießen, an zwei Computern, mit Joystick und Headset, in zwei verschiedenen Räumen und bitte nicht stören. Das ist völlig sinnlos, macht aber auch eine Menge Spaß. Der beste Vater meiner Kinder und ich haben nächtelang die Ländereien von „Might and Magic“ erforscht und etliche Gegener plattgemacht – damals halt, vor den Kindern.

Lange Rede, kurzer Sinn: im Grunde genommen denke ich, dass die Kinder nichts verpassen. Ihre Interessengebiete liegen in ganz anderen Bereichen als die der meisten Klassenkameraden. Töchterlein hat (noch) kein Interesse an der aktuellen Mode, sondern mixt sich ihren eigenen Stil. Aktuelle Musik hört sie mal im Radio, ansonsten hat sie gerne ihren (meinen Ex-)I-Pod in den Ohren, vollgestopft mit Rosenstolz. (und es ist recht witzig, wenn sie lauthals „Klaustrophobie, ich hab Klausstrophobie …“ singend in die Küche kommt) Sie liest was ihr zwischen die Finger kommt, hat Moers hinter sich und beginnt jetzt mit Pratchett. Sie ist anders und hat ihre allerbeste Freundin, die auch anders ist. So sympathisch anders :-) Wenn dann in der Schule ein Thema aufkommt, mit dem sie nichts anfangen kann, versuchen wir daheim alles, dass sie aufholen kann. Deshalb wird sie „HSM“ schauen können, zusammen mit der allerbesten Freundin. (auch wenn ich beide Mädchen schon vor mir sehe, wie sie mit gerunzelten Stirnen auf die Glotze schauen und sich _diese_ Blicke zuwerfen)
Der Große hat die Suche nach dem Superstar schauen dürfen, vor zwei, drei Jahren, weil er nicht wusste, was das ist und alle davon sprachen. Er durfte der qietschenden Heidi zuschauen, wie sie dünne Mädchen fertigmacht, um mitreden zu können. Einmal reicht. Er mag das nicht sehen und ich bin sehr froh darüber.
Der Jüngste … will mal wieder „Michel aus Lönneberga“ schauen und ich glaube, den Wunsch können wir bald erfüllen. Reguläres Fernsehprogramm … juckt ihn nicht. Ausser „Wissen macht Ah!“ und das finde ich selbst ganz großartig.

Wir haben das Fernsehen nie zum Thema gemacht, haben keine Fernsehverbote ausgesprochen und kein Belohnungsfernsehen serviert. Eine zeitlang gab es abends Kika mit der Zeichentrickserie und abschließendem Sandmann. „Biene Maja“ und „Wickie“ waren nett, „Heidi“ und „Pinocchio“ hatten immerhin diesen „Kindheitserinnerungswert“. Als dann irgendwelche gemallten Urmels, PipiLangstrumpfs und Mozarts flimmerten und Nils Holgerson auf Gänsen rumflog, schafften wir das regelmäßige Vorabendprogramm ab. Ohne Bedauern.
Wir haben immer Filme mit den Kindern geschaut, die wir selbst lieben. Vielleicht haben wir damit unsere Kinder genauso verschroben gemacht, wie wir es sind :-)

Beliebte Filme bei uns, falls es sie interessiert:
Willow (sehr aufregend! Und mit dem jungen Val Kilmer)
Time Bandits (John Cleese als Robin Hood – göttlich!)
Die Braut des Prinzen (die weltbeste Fechtszene und gefährliche RvaG s)
Der Tag des Falken (Kitsch! Schlechte Musik! Und eine wunderschöne Michelle Pfeiffer.)

Wenn …

4. Februar 2009

der Stuhl, der lackiert werden soll, vorher von Katzenkotze befreit werden muss, dann ist das beinahe demotivierend. (blöde Kater, blöde)

Trotzdem:

Die erste Schicht des ersten Stuhls ist fertig. Noch zwei Stühle.

Heute nachmittag dann wieder im Nähzimmer. Auch mit Farben spielen. Aber ohne Pinsel.

Die Gefahr beim Lackieren ist, dass plötzlich auffällt, wie schäbig doch so manches Möbelstück aussieht. Dann wird die Versuchung groß, immer weiter zu lackieren. Die Bank, den Tisch, den Fußboden und die dreckigen Fenster am besten auch gleich noch.