Mütter

29. April 2008

werden nicht krank.
Und wenn sie es doch tun, dann sollten sie wenigstens einen besten Vater meiner Kinder haben, der mitleidig schaut, gestern abend zum Schlafen ausgewandert ist, heute früher heimkommt und Tee kocht. Und Haferschleim, falls es gar nicht besser wird. (was aber nur eine Drohung Richtung Krankheit ist)

(Der Virus marschiert durch den Körper und es besteht Hoffnung, dass er ihn morgen verlassen hat. Und niemand angesteckt wurde. Mailantworten müssen warten, denn der Kopf dröhnt und der Magen ist so flau. Bis morgen.)

Der Postbote brachte heute ein wirklich großes Paket, in dem sich mein Preis für dieses Spiel befand: „Cityspot, eine Tasche für 7 Tipps“
Also ein Täschchen der Marke logstoff.

Das besondere an diesen Taschen sind die mitgelieferten email-adressen, die das Einloggen in die hippe community zulassen. Frau … äh … Mutti tippte also ihren coolen logstoffnamen und das dazugehörige Passwort in die Eingabemaske und war damit „in“. Innovative Grußkarten kann ich verschicken, mit andern diskutieren, welcher logstoff-Typ ich bin oder wo das allerneueste, coolste event stattfindet.
Weia. Das ist ja so gar nicht meine Welt. Entweder bin ich zu alt oder irgendwelche platten Werbestrategien greifen bei mir nicht mehr.

Warum ich aber trotzdem hier mit URL und vollem Namen schreibe ist ganz einfach: ich darf zwei weitere Kandidaten werben, die jeweils sieben Highlights einer Stadt beschreiben und dafür mit einer Tasche belohnt werden.
Bewerbungen samt Vorschläge zur Bestechung bitte an meine email-Adresse. Zwei Taschen gibt es, mehr nicht. Und die sind nicht mal von mir genäht.

Wie die Taschen aussehen, aus welchen Material sie sind etc. steht natürlich auf der Homepage, die oben bereits verlinkt ist.

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noch eine Tasche wäre zu ergattern

vorbei.

Das große Kind

28. April 2008

will im Sommer mit dem Freund verreisen. Zwar „nur“ ins Zeltlager, aber doch ohne die Familie.
Das große Kind ist ab heute abend Konfirmand, wird morgen abend die erste Konfirmandenstunde besuchen.
Das große Kind ist schon wieder gewachsen.

Kann es sein, dass die Zeit gerade rast? Wahrscheinlich ist übermorgen Weihnachten, nächste Woche stehen die ersten Mofas unten in der Halle und nächsten Monat fährt das große Kind sein greises Elternpaar Sonntag nachmittag zum Seniorentanztee. Und zieht in einem halben Jahr aus.

Stop! Das geht mir gerade alles zu schnell.

spät – aber immerhin

27. April 2008

80 Kartoffeln gesteckt, sechs wilde Brombeeren ausgegraben, alles für die Bohnen vorbereitet und der Wildnis ein weiteres Stück(chen) abgerungen.

Das alles in knapp drei Stunden, denn vorher hatte die Schwiegermutter zum Lammbraten geladen. Die Kidnelein beschlossen nach dem Essen nicht mit nach hause kommen zu wollen, sondern den Opa noch ein wenig in Schwung zu halten. So hatten der beste Vater meiner Kinder und sein holdes Weib Zeit und Muse für den ach so üblichen Sonntagsspaziergang. Und ich stelle immer wieder fest: ich möchte nur noch hier wohnen. Also in der Grünen Villa. Der Heimweg führte uns nämlich durch das Neubaugebiet, in dem sicharchitektonische Kleinode befinden, die einem das kalte Grausen den Rücken hinunterjagen. Da wurden zwei Meter hohe Trennmauer aus Pflanzsteinen errichtet, die obligatorischen Thuja-, bzw. die viel moderneren aber nicht minder grässlichen Kirschlorbeerhecken gepflanzt und die Grundstücke sind so klein, dass man nur den Arm ausstrecken muss, um sich von der Nachbarterrasse ein Stück Kuchen zu klauen. Viele Häuser sind wirkliche Schmuckstücke … stünden sie denn in einem parkählichen Areal, umgeben von uralten Bäumen. Die Grundstücks- und Baupreise hier lassen aber nix anderes zu und ich freue mir ein Loch in den Bauch, dass wir solchens Glück mit unserer Grünen Villa hatten.

Feierabend für heute. Schade, dass nicht Samstag ist, noch ein paar Stündchen am Feuer würden einen weiteren perfekten Tag großartig abrunden.

Morgens um sieben

27. April 2008

ist die Welt noch in Ordnung.

Sonnenschein, die Kindelein schlummern noch selig, desgleichen der Ehegatte. Kaffee ist fertig, der Kater schnurrt auf dem Sofa und heute muss ich nicht kochen. Solch ein Leben!