Stadtbummelitis
2. Mai 2008
Periodisch auftretendes Phänomen, meistens bei Wetterwechseln, bzw. Änderungen der Jahreszeit. Manchmal auch als direkte Folge von gähnender Kleiderschrankleere.
Tritt bei Männern und Frauen gleichermaßen auf, wobei erstere häufig nicht Verursacher sondern eher Erdulder sind. Und Taschenträger.
Bei exzessiver Stadtbummelitis kann es zu heftigen Kopfschmerzen und müden Füßen kommen. Beide Symptome sind mit den üblichen Mitteln (hinlegen, Augen zu und später einen Kaffee) zu bekämpfen.
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Geschafft.
Der beste Vater meiner Kinder kann wieder ordentlich gekleidet unters Volk. Für Männer einzukaufen ist mittlerweile genauso schwierig, wie für Kinder. Und für sich selbst. Was da auf den Stangen hängt ist entweder a) in allermerkwürdigster Farbkombination, b) aus verdächtigsten Stöffchen oder c) grauenhaft schlecht verarbeitet. Oder alles zusammen und dazu noch gnadenlos überteuert, weil einfach so nichts wert.
Was wir früher für eine Jeans in DM auf den Tresen blätterten, zahlten wir jetzt in Euro und ich verfluche mein stures Elefantengedächtnis, das noch immer umrechnet und schimpft.
Zwei hinreissende Kleider für mich landeten irgendwie auch in den Einkaufstaschen und jetzt steht noch der Wochenendeinkauf aus, damit wir morgen und übermorgen entspannt ins Mittelalter reisen können.
Ihnen da draußen ein herrliches Wochenende und das Büchlein würde ich sehr gerne gegen Danielas Badebomben tauschen, denn das passt irgendwie. Tauschen können wir dann ja an der Party, oder?
Danke auch für alle anderen großartigen Angebote, ich war in Versuchung, heute in der Stadt ein paar Ogg´sche Kochbücher einzukaufen, um weitere Tauschereien abwickeln zu können.
doppelt muss nicht
1. Mai 2008
Werte Terry Pratchett – Verehrer,
in meinem Bücherregal steht folgendes Buch:
(„Nanny Oggs Kochbuch“ – Ein überraschend nützlicher Almanach mit erstaunlichen Rezepten aus Terry Pratchetts Scheibenwelt)
Es handelt sich hierbei um die Taschenbuchausgabe. Niegelnagelneu, da doppelt.
Ich würd´s gerne abgeben, das Büchlein. Im Tausch gegen eine nette Kleinigkeit vielleicht :-) Hat jemand Interesse?
Leseprobe gefällig?
(…) Hinweis der Herausgeber (…)
Nanny Ogg verwendet häufig die sehr spezielle Maßeinheit namens „etwas“ (zum Beispiel: „Man nehme etwas Mehl und etwas Zucker.“)
In diesem Zusammenhang waren einige, äh, Experimente erforderlich, denn die maßeinheit „etwas“ zeichnet sich durch eine gewisse Komplexität aus. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ist etwas Mehl mehr als etwas Salz, aber die Hälfte von etwas scheint es nicht zu geben, dafür aber „ein bisschen“, wie in „ein bisschen Pfeffer“.
Man gewinnt instinktiv den Eindruck, dass ein bisschen Mehl mehr ist als etwas Pfeffer, aber vielleicht weniger als ein bisschen Butter. Mit „ein Stück Brot“ dürfte eine Hand voll gemeint sein, und auch „ein Krümel“ überfordert unsere Vorstellungskraft nicht. Allerdings bleibt unklar, welche Menge mit „ein Brocken“ gemeint sein könnte. (…)
Mittwoch abend,
30. April 2008
Frau … äh … Mutti überlässt das Haus den Gästen.
Schauen Sie gerne in den beinahe leeren Weinkeller, suchen Sie im Schrank über dem Backofen nach Chips (Sie werden eine halbleere Rolle Press-Chips finden und ein paar alte Salzstangen), schauen Sie in den Kühlschrank, aber dort sind auch nur ein Restchen Käse und drei Möhren drin.
Macht ja nix, Sie feiern ohne mich. Aber nicht zu wild, die Super-Nanny hat da ein Auge drauf ;-)
Ich bin mit drei großen Schüsseln beim Freund auf der Geburtstagsfeier.
In der ersten Schüssel ist ein Vanilleflammeri mit Himbeeren, dazu ein Krug Himbeer/Brombeersoße zum Drüberkippen, in der zweiten Schüssel ein Schokoladenflammeri mit zartbitteren Schokoraspeln und in der dritten Schüssel ein Karamelflammeri mit einer Kruste aus gehackten und karamelisierten Haselnüssen.
Mitbringsel
30. April 2008
Für die Wand im Nähzimmer. Oder doch lieber in die Küche?
(Danke Oma Eis!)
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der Hirsch hat seinen Platz gefunden und andere Grausamkeiten
gesperrte Bereiche
29. April 2008
in Blogs finde ich saudoof.
Passwortgeschützte Artikel beinhalten bestimmt intime Details, die nicht der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden sollen – aber warum dann überhaupt veröffentlichen? Und das Passwort auf Anfrage rauszurücken … verstehe ich einfach nicht.
Für mich ist Bloggen munteres Geschreibsel über alles Mögliche. Mal ernster oder gar ernsthafter, mal politisch, mal gelabert, mal gealbert. Mal zweckfrei, mal gern gelesen, mal zu kritischen Rückfragen anregend, mal angeberisch und meistens nur die Oberfläche und glatte Fassade des Bloggers zeigend.
Das lese ich gerne, da surfe ich immer wieder hin, solche Blogs landen in meinen bookmarks. In ein passwortgeschütztes Blog „eingeladen“ zu werden führt umgehend zur Verweigerungshaltung. Da gehen die Igelstacheln hoch, denn wer nur eine ausgewählte Leserschaft hat, der hat fürchterliche Erlebnisse zu schreiben, übelste Probleme zu diskutieren oder jammert/lästert/schimpft über einen anderen Blogger. (So mault das Vorurteilsstimmchen in meinem Kopf.)
Völlig fuchsig macht mich übrigens, wenn ich in der Statistik sehe, dass ich in einem geschützten Beitrag verlinkt werde. Und ich diesen beknackten Beitrag nicht lesen kann. Ich arbeite noch am Drüberstehen.
Ich habe diese Funktion in meinem Blog auch und manchmal gibt es tatsächlich „sensible“ Themen, die geradezu nach Passwortschutz schreien. Doch wem sollte ich denn ein Passwort geben? Der allerliebsten Freundin? Neee, die rufe ich lieber an. Dem besten Vater meiner Kinder? Klar, dann müssen wir uns nicht mehr unterhalten. Den anderen beiden Freundinnen? Ach was, Freitag morgen beim Kaffeeklatsch wird geredet. BloggerInnen, die ich schon lange kenne? Hm. Dann schreibe ich halt mal ´ne mail.
Und wenn ich wirklich beginnen würde, die Zwei-Blogleser-Gesellschaft hier einzuführen, nach welchen Kriterien würde ich auswählen? Nur Mütter? Nur Hausbesitzer? Gartenfachkundige? Katzenliebhaber? Normalgewichtige? Brünette? Menschen, die in der Lage sind, ohne Rechtschreib- und Zeichensetzungsfehler längere Artikel zu schreiben und dabei einigermaßen der deutschen Grammatik mächtig sind?
Und wie sag´ ich´s der blonden Katzenhasserin, die in der Wohnung ohne Garten wohnt, keine Kinder hat, übergewichtig ist, mein Blog schon lange begleitet und immer wieder wundervolle Kommentare voller Fähler schreibt? („Du kriegst kein Passwort, weil … ja. Weil halt.“) Und woher weiß ich, dass die nette Bloggerin, die ich schon seit Jahren „kenne“ nicht irgendwo ein klitzekleines anonymes Blog schreibt, in dem sie sich das Maul über mich zerreisst? Alles Axtmörder, die Blogger im Internet, das weiß man ja.
Ne, ne, die Sache mit den Passwörtern ist nicht die Meinige. Weder lesend, noch schreibend. Übe ich mich eben weiter in der Kunst, viel über nichts zu schreiben und dabei noch unterhaltsam zu sein.
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eine interessante, sehr schlüssige und ganz andere Sicht der Passwortsache lesen Sie bitte bei Frau Ami.
(Frau Ami, ich schwöre Stein und Bein, dass ich nicht wusste, dass Sie ebenfalls das Passwort-Gedöhns thematisieren. Ich kam gestern darauf, weil ich in einem von mir häufig besuchten Blog auf einen geschützten Beitrag stieß.)