chen

9. Mai 2008

Blümchen, Bienchen, Kätzchen, Spargelchen, Weinchen, Kartöffelchen.

Müdchen.

Wenn …

7. Mai 2008

die Sonne jetzt ununterbrochen so weiterscheint (und die Spiegel-Wetterkarte zeigt NUR strahlende Sonnen bis einschließlich Montag, samt steigender Temperaturen) – kann es dann passieren, dass sich das schöne Wetter irgendwie aufbraucht und am übernächsten Wochenende (Sie wissen schon, DAS Wochenende) dann logischerweise allerübelstes Wetter samt Regen, Sturm und Hagel über uns hereinbricht?

Wer sich durch diesen Satz gekämpft hat, kann mir sicherlich virtuell beruhigend auf die Schulter klopfen, etliche Pro-gutes-Wetter-Argumente liefern oder wenigstens: „Also ICH komme auch bei schlechtem Wetter!“ sagen oder das Mütter-Mantra „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidug für mich beten.

Kaffee. Ich brauche einen Kaffee.

back to the roots

6. Mai 2008

Als ich den besten Vater meiner Kinder kennenlernte, rutsche ich in die Szene. Die „3. Weltladen-Szene“, die verdächtige Szene der ewigen Ökos, der Weltverbesserer, der „Jute statt Plastik“-Taschenträger, der langhaarigen Bombenleger, der Batikhosenträger und der ewig betroffenen „Löcher in den Ärmel“-Streichler.
So war das 1991, ehrlich.
Eine Gruppe junger Menschen traf sich in einem Lädchen, das harmonisch mit Korkboden, Holzdecke und Ivarregalen eingerichtet war. Man traf sich einmal im Monat, diskutierte über die Herkunft von Tee und Honig, über das Schicksal von Kaffeekleinbauern und über den Sinn und Zweck von Kurkuma im Gewürzregal (kennt keiner, kauft keiner). In Nacht-und Nebelaktionen wurden Plakatwände mit Dispersionsfarben beschriftet („Kaffee vom Kleinbauern!“ später auch „fairwöhnen“), Einkauftouren zur gepa geplant und keiner von uns vielbeschäftigten Schülern und Studenten hatte Samstag Zeit, um den Ladendienst zu übernehmen.
Etwas später wurde aus dem 3. Weltladen das Fachgeschäft für fairen Handel. Holz und Kork mussten gehen, weiße Fließen zogen ein. Leichte, blaugebeizte Holzregale mit Metallrahmen waren nicht mehr vollgestopft mit angestaubten Waren, sondern präsentierten stolz Kunsthandwerk. Zwei alte kupferne Kaffeeschüten veredelten den Lebensmittelbereich und das Schaufenster wurde häufig provokant: „Dein Genick bricht“ auf dem Plakat von Amnesty International.
Die Weltladen-Mitarbeiter waren eine eingeschworene Truppe. Nach den Mitarbeiterversammlungen ging man Pizza essen, ab und zu mal zusammen ins KUZ oder zu einer gemeinsamen Fortbildung nach Dänemark, weil der eine Mitarbeiter dorthin ausgewandert war.
Der erste hochoffizielle Angestellte des Weltladens arbeitete in Nierstein, ein tolles Büro wurde eingerichtet, überhaupt war der Niersteiner Weltladen eine ziemlich große Sache, Vorbild für viele und mit großartigen Ideen fortschreitend unterwegs.
Es machte sehr viel Spaß dazuzugehören.
Und dann zogen wir, der zukünftige beste Vater meiner Kinder und ich, nach Bingen. Dort studierte er und ich arbeitete in Mainz. Der Kontakt nach Nierstein brach nie ab und der Kontakt zum Weltladen Bingen kam nie richtig zustande. Die Weltladenzeit ging zu Ende und unser erstes Kind wurde geboren.
Vier Monate nach der Geburt zogen wir zurück nach Nierstein. In die Nähe der Großeltern, der Freunde und – ja – des Weltladens. Doch mit jedem weiteren Kind blieb weniger Zeit für eine aktive Mitarbeit, irgendwann kauften wir nur noch unseren Kaffee dort und winkten den vertrauten Gesichtern hinter der Theke.
Seit ca. drei Jahren schiebt unser großes Kind zusammen mit seinem Patenonkel (Weltladen Gründermitglied :-)) Samstags Ladendienst, seit einem Monat schnuppere ich wieder Ladenduft.
Es ist alles anders. Die „Alten“ sind fast alle weg, sind Eltern mit anderen Prioritäten oder haben endlich mal anständig bezahlte Jobs. Zehn hochmotivierte Rentnerinnen sind das neue Rückgrat des Ladens. Der Laden geht ein wenig rückwärts, das Fachgeschäft mit Chrom und Glas verholzt und wirkt insgesamt wieder ziemlich plüschig. Aber er lebt, der Laden. Und ich mag ihn immer noch.
Das erste Schaufenster seit mindestens dreizehn Jahren durfte ich gestalten, ich kann es noch.

Spannend. Sehr spannend das Ganze.

(nächste Woche ein neues Schaufenster, um Ladenhüter zu neuem Glanz erstrahlen zu lassen … Fairlegtes, Fairkanntes, Fairgessenes. Ganz wie früher, aber ohne Dispersionsfarbe auf der Plakatwand)

Kaffeepause

5. Mai 2008

Es wird Sommer, die Schmeissfliegen sind da.

(bssss-bssssssssss-bssssssss und immer auf den nackten Beinen langkrabbeln oder mitten ins Gesicht fliegen. Eklisch.)

Ansonsten:

Frau … äh … wagt das outing: Haushaltszeugs macht bei Sonnenschein irgendwie Spaß. Die vierte Maschine Wäsche läuft, die Wäscheleinen hängen voll. (Wäsche aufhängen macht im Sommer Spaß, besonders Bettlaken und so, weil man sich die kühlen, feuchten Teile auf die Schultern legen muss, damit sie nicht beim Aufhängen auf dem Boden schleifen. Das fühlt sich so wunderbar an.)
Alle Terrassentüren stehen offen, Staub und Mief werden rausgeschüttelt, dafür kommt Fliederduft rein.

Sonne macht fröhlich und bringt viele, viele Ideen mit. Viele.

Vorwarnung!

4. Mai 2008

Diese Vorwarnung dient nicht nur dazu, mich mal wieder interessant zu machen, sondern ist tatsächlich eine, denn es könnte sein, dass es hier in den nächste Tagen sehr ruhig wird.
Ein langes Wochenende voller Mittelalter und Migräne hinterlässt einen Haushalt, der Frau … äh … Muttis Ansprüchen nicht mehr genügt. Desgleichen der Garten, der jubelt und jauchzt, weil sanfte Regenschauer des Nachts und warme Sonne des Tags für ideales Wachstumsklima sorgen. Aber eben gerecht für alle Pflanzen, auch für die, die nicht so gerne gesehen sind. Der Rest wuchert und muss in Form geschnitten, gestützt und bewundert werden.

Es könnte also sein, dass dieses kleine, feine Blog ruht. Kann, muss aber nicht. Ich schreib´ das jetzt nur, damit keine besorgten Nachfragen per mail kommen, die ich dann wieder nicht beantworten kann, aus oben beschriebenen Gründen. Vielleicht schreibe ich aber ganz viel, in den vielen, kleinen Kaffeepausen die ich mir zwischendurch gönne. Dann schreibe ich natürlich nur, um zu zeigen, wie inkonsequent ich bin.

(morgen bitte mal keine Kopfschmerzen)